Posts Tagged ‘Desperate Housewives’

August 8th, 2011

Aus für Desperate Housewives

Lynette, Bree, Gabrielle und Susan (von links). Foto: ProSieben

Lynette, Bree, Gabrielle und Susan (von links). Foto: ProSieben

Jetzt darf in der Wisteria Lane noch ein letztes Mal feucht durchgewischt werden und dann ist Schluss: Nach der achten Staffel wird die US-Serie “Desperate Housewives” enden. Zu hohe Gagen, zu wenig Zuschauer.

Sehr schade, einerseits. Denn nicht viele Formate jonglieren so sicher zwischen Drama und Komödie wie die von Marc Cherry entwickelte Story rund um Bree, Susan, Lynette und Gabrielle. Und selten dürfen Frauen gleichzeitig schön und lustig sein. Meist geht nur das eine oder das andere.

Andererseits merkte man dann doch, dass den Autoren die absurden Einfälle langsam ausgehen. Insofern ist ein Ende vielleicht ganz konsequent. Den zweiten Teil der siebten Staffel zeigt ProSieben übrigens ab Herbst.

 

Januar 13th, 2010

Ich weiß was, was Ihr nicht wisst

Foto: Touchstone Pictures /Pro Sieben

Bisschen viel Photoshop, aber ansonsten wunderbar: Die "Desperate Housewives" Bree (Marcia Cross), Gabrielle (Eva Longoria), Lynette (Felicity Huffman), Susan (Teri Hatcher) und Katherine (Dana Delany, von links). Foto: Touchstone Pictures /Pro Sieben

Da ich heute mehrfach darauf angesprochen wurde, ein kleiner Last-Minute-Tipp für alle Fans von “Desperate Housewives”. Denn jene, die es werden wollen, haben fürchte ich keine Chance, heute um 20.15 Uhr bei Pro7 quer einzusteigen. Aufgelöst wird zu Beginn von Staffel 6 die spannende Frage: Wer steht mit Klempner Mike vorm Traualtar? Katherine oder Susan?

Ich persönlich habe ja schon vorgeguckt und bin beim amerikanischen Original auf dem neuesten Stand. Von daher: Ich weiß, wer’s is, ich weiß, wer’s is!

Aber ich verrat’s natürlich nicht.

Mai 30th, 2008

Bin ich eine Frau?

Die vier Protagonistinnen von Sex and the City. Foto: dpaNiemand kann sich vorstellen, wie es ist, mit dieser Scham zu leben. Quälende Zweifel trieben mich um: Bin ich überhaupt eine richtige Frau? Jetzt, mit ein wenig Abstand und dem Start der Leinwand-Ausgabe von “Sex and the City” (Foto: dpa) kann ich sagen: Keine Ahnung, aber mir ist es immerhin nicht mehr peinlich, dass ich mit dem Tussen-Trash nie was anfangen konnte!

Es ist ein bisschen gewagt, über die Serie, die jahrelang ob der Quoten in der maniküresüchtigen Zielgruppe ein Grinsen auf das Gesicht der Programmverantwortlichen von Pro7 zauberte, zu urteilen. Ich habe ungefähr eineinhalb mal reingesehen – und stellte erstaunt fest, dass alle Frauen, die ich nicht kenne, offenbar permanent über ihre Schamhaarfrisur, den Schuhschrank und Sex reden. Denn, so wollte man mir weismachen, das tut man als emanzipierte Lady. Da dem bei mir nicht so war, zog ich mich geschockt bis beleidigt mit meinem Schlagbohrer in die Abstellkammer zurück. Bis heute rufen auch diese genormten braunen Louis-Vuitton-Taschen bei mir extreme angeekelte Atemnot hervor. Ich will nicht so sein wie Carrie! Deren Schumi-Kinn außerdem echt nicht schön ist. Sie kaschiert es aber mit überdimensionalen Hüten oder genmutierten Blüten am Revers.

Die FAS analysierte kürzlich, dass die vier New Yorker Ü-30erinnen nur dem Bild entsprechen, das sich ein schwuler Drehbuchautor so von Frauen macht. Das halte ich für möglich, gebe aber zu bedenken, dass es sich bei Marc Cherry, der die “Desperate Housewives” konzipiert hat, ebenfalls um einen Homosexuellen handelt. Der allerdings gar nicht erst versucht, uns Mädels vorzuführen, wie wir zu sein haben, wenn wir en vogue sein wollen. Seine Hauptfiguren Susan, Bree, Lynette, Gabrielle und Edie sind verzweifelt, selbstironisch, hässlich, abhängig, niederträchtig, pleite, warmherzig, zickig – so wie Menschen eben sind! Wie kaum eine andere Serie schafft es “Desperate Housewives”, gleichzeitig realitätsnah und hanebüchen, tragisch und urkomisch zu sein. Zu blöd nur, dass da gerade Sommerpause ist und ich nicht weiß, was der hinterhältige Hurrikan, der die Wisteria Lane heimgesucht hat, angerichtet hat.

Vielleicht verdient “Sex and the City” auch noch eine Chance. Mittwochs kurz nach Mitternacht auf Pro7 oder eben im Kino. Da ich kürzlich in New York war, kann ich mich ja vielleicht wenigstens am Gebäude-und-Straßen-Raten erfreuen. Aber unter Umständen muss ich eben auch einsehen, dass ich ein verdammtes Vorstadt-Mädchen bin und von echtem Metropolen-Chique keine Ahnung habe. Und jetzt geh’ ich mal meine Turnschuhe polieren.