Psychosekte Scientology
Nicole Kidman tat es, Tom Cruise tut es, John Travolta offenbar auch: Sie alle sind oder waren Mitglied bei Scientology. Wer gestern “Beckmann” in der ARD sah, der durfte den Erzählungen von Ex-Mitgliedern lauschen, die befremdliche Geschichten aus der selbsternannten Kirche erzählten. Auf ihren Schilderungen basiert der ARD-Film “Bis nichts mehr bleibt”, der am Mittwoch, 31. März, um 20.15 Uhr läuft. Die Organisation wird ausbeuterische Psychosekte dargestellt, die Familien zerstört. Was bei Scientology natürlich gar nicht gut ankommt: Sie spricht von einer Diskriminierungskampagne.
Wieviel Angst das Filmteam und die Informanten hatten, zeigt die Tatsache, dass die Dreharbeiten streng geheim gehalten wurden. Das Set wurde als „Tatort“-Drehort getarnt, die Namen der beteiligten Schauspieler nicht genannt, Drehbücher nur händisch verteilt. Allein das sagt viel aus. Verhindern konnte Scientology die Ausstrahlung aber nicht. Drehbuchautor und Regisseur Niki Stein stützt sich nach Aussagen des SWR-Fernsehfilmchef Carl Bergengruen auf monatelange Recherchen und Gespräche mit Aussteigern, Zeugen und Experten gesprochen habe.
Hamburgs Sekten-Expertin Ursula Caberta hofft jedenfalls, dass durch den Film die Diskussion um ein Verbot der Sekte erneut angestoßen wird.
4 Kommentare
War sonnenklar, daß die Nazinummer kommt. Funzt aber nicht, denn die Rolle ist leider schon vergeben:
„Damals hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute die Manager!“
Hans-Werner Sinn, Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts ifo
[Oktober 2008]
Nun ja, ich glaube wenn bei einer Fuehrungskraft bekannt wird, das sie Scientology nahe steht, dann ist sie für eine normale Firma auch nicht mehr tragbar. Genausowenig wie ein Nazi, ein Marxist, ein Islamist oder ein Auslaenderhasser. Zum Thema Mitarbeiterfuehrung gibt es bei Scientology ja Dogmen, die mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung definitiv nicht vereinbar sind. Eine Fuehrungskraft darf eben kein verschobenes Werteschema haben sondern soll integer sein.
Sonst gibt es schnell Gerichtsverfahren wegen nicht nachvollziehbarer Entscheidungen.
Nun ja, ich glaube wenn bei einer Fuehrungskraft bekannt wird, das sie Scientology nahe steht, dann ist sie für eine normale Firma auch nicht mehr tragbar. Genausowenig wie ein Nazi, ein Marxist, ein Islamist oder ein Auslaenderhasser. Zum Thema Mitarbeiterfuehrung gibt es bei Scientology ja Dogmen, die mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung definitiv nicht vereinbar sind. Eine Fuehrungskraft darf eben kein verschobenes Werteschema haben sondern soll integer sein.
Sonst gibt es schnell Gerichtsverfahren wegen nicht nachvollziehbarer Entscheidungen. Und für alle anderen gilt: wenn ich Anhänger einer extremen Weltanschauung bin, dann muss ich damit leben, das andere mich intensiver unter die Lupe nehmen. Und Gegenwind gibt’s gratis. Denn die Mehrheit kann das tolerieren, muss sie aber nicht.


“Wieviel Angst das Filmteam und die Informanten hatten, zeigt die Tatsache, dass die Dreharbeiten streng geheim gehalten wurden. Das Set wurde als „Tatort“-Drehort getarnt, die Namen der beteiligten Schauspieler nicht genannt, Drehbücher nur händisch verteilt. Allein das sagt viel aus.”
Was soll das denn?
Was sagt es schon aus, dass ein Filmteam dies machte? Es ist meiner Meinung nach nichts anderes als ein Zeichen der Paranoia, welche die Menschen bezüglich Scientology hat. Mehr sagt es nicht aus. Es braucht keinen Mut um mit der Masse mitzuschwimmen, definitv nicht.
Es braucht aber sicher Mut Scientologe zu sein und dazu zu stehen. Die Karriere eines Schauspielers ist auch nicht ruiniert, bloss weil jemand in diesem Film mitspielte. Es gibt aber hunderte bezeugte Beispiele, wo genau solche Kampagnen wie die heutige dazu führten, dass Scientologen ihren Job verloren, gemobbt wurden usw. Dies alles ohne dass die Scientologen sich etwas verbrochen hatten, einfach wegen der Propaganda.
Fehlt nur noch das J sorry das S im Pass. Aber das wollte ein gewisser Beckstein glaub auch schon realisieren.