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BraveheartBattle: Ruhm und Ehre für Rother Hubschrauberregiment
Der Weg führte nur nach vorne - allerdings über Wände aus Holz und Stroh.
Die Schlacht ist geschlagen: 1163 Verrückte und tausende Zuschauer bei frühlingshaften Temperaturen, tolle Stimmung, viel Teamgeist und kaum Verletzungen – das ist die Bilanz der zweiten Ausgabe des Extremlaufs BraveheartBattle im unterfränkischen Münnerstadt bei Bad Kissingen. 20 Kilometer und 28 Hindernisse, von denen die meisten zwei Mal überwunden werden mussten, warteten auf die potenziellen Bravehearts – für viele eine echte Herausforderung. Mit Begeisterung und jeder Menge Kampfgeist dabei: Das Team Team X-Tough-Brave aus Roth.
Die Mannschaft des Kampfhubschrauberregiments aus Roth belegte Rang 5. Mit einer Zeit von 2:24 Stunden, ein beachtenswertes Ergebnis für die „grünen Jungs“ und das bei insgesamt 61 Teams, die auf dem knochenharten Naturparcour und an den “höllischen” Natur- und Kunsthindernissen froh über jede helfende Hand oder motivierende Worte des Mitstreiters waren. Maximal erlaubt waren fünf Stunden Zeit für die Battle. Mit am Start auch Ex-Promi-Bodyguard Peter Althof aus Nürnberg, der ebenfalls mit einer Mannschaft „durch die Hölle“ ging.
Kraft und Geschicklichkeit
Der BraveheartBattle ist ein Extremlauf im Stil des Fisherman’s Friend StrongmanRun oder des englischen „Tough Guy Run“, der im Vorjahr in Franken seine Premiere gefeiert hatte. Teilnehmer waren neben den echten Profis aus der Szene der Ultra- und Extremsportler, Marathonläufer und Traithleten auch viele Hobbysportler. Sie gingen den Event mit viel Spaß an, weil der Lauf nicht nur aus reiner Leistung beim Laufen bestand sondern auch Kraft und Geschicklichkeit forderte.
Mehrmals ging es durch "Loch Ness" einen kalten See.
Auch diesmal ging es mehrmals durch und über einen kalten Fluss mit schneller Strömung und steinigem Flussbett. Die Teilnehmer mussten durch einen tiefen, schlammigen See schwimmen, über hohe Wände aus Holz und Stroh klettern. Nicht genug der Tortur: Weiter ging es auf rutschigen Seilen über das Wasser balancierend und brennende Hürden überspringend.
Zur Gaudi der vielen Fans mussten sich die „tapferen Herzen“, so die Übersetzung des Wortes Braveheart, auf allen Vieren kriechend durch niedrige Hindernisse durchquälen und sich mühsam aus tiefen Schlammlöchern herauskämpfen. Und das unter dem Gejohle begeisterter Zuschauer.
Im Vorjahr hatte noch fast ein Drittel der Starter wegen der Kälte aufgeben müssen. Diesmal, so Ursula Schemm vom Organisationsteam. „kamen bis auf neun Teilnehmer fast alle Starter auch als Finisher in Ziel.“ Dort warteten in der Braveheart Arena neben Ruhm und Ehre sowie der „Medal of Honor“ Preise für die schnellsten und die ältesten Läufer sowie auf die besten Teams.
Robin Dechant ist First Braveheart
Die preisgekrönten Real Bravehearts 2011 sind: First Braveheart 2011 (schnellster Läufer): Robin Dechant, 1:38 Stunden, First Bravehearty 2011 (schnellste Läuferin): Bettina Stüllein, 2:13 Stunden, Grand Braveheart 2011 (ältester Läufer): Kalli Flach, Jahrgang 1938, 3:03 Stunden, Grand Bravehearty 2011 (älteste Läuferin): Gaby Sauermann, Jahrgang 1956, 4:11 Stunden, TeamSpirit Cup 2011 und Best Team 2011 (schnellstes Team und das Team mit dem besten Gesamtauftritt): Getting Tough I, 2:06 Stunden.
Mit Beigeisterung am Start: Die Teilnehmer bei der BraveheartBattle. Fotos: Veranstalter
Teamgeist gehörte bei der BraveheartBattle unbedingt dazu. Ursula Schemm: „Nur 20 Prozent der Teilnehmer starteten als Einzelläufer. Der Rest des Felder war in Teams mit mindestens fünf Läufern organisiert.“ Denn für viele Starter zählte neben der sportlichen Herausforderung vor allem, „dass sie Spaß und mit der eigenen Gruppe und mit den anderen Teams haben.“ Als Bürgermeister Helmut Blank den Startschuss für den ersten Läuferblock gab, jubelten hunderte Zuschauer auf der Tribüne mit den Läufern mit. “Auch in der Stadt und an spektakulären Hindernissen waren die Fans begeistert von den sportlichen Leistungen, den verrückten Kostümen und der tollen Stimmung der Läufer”, so die Verantwortlichen.
Kaum Verletzungen
Auch die Bilanz der Rettungskräfte fiel positiv auf. „Es gab fast nur kleinere Verletzungen wie Schürfwunden und Prellungen, nur zwei Läufer verletzten sich an Knöchel und Bändern“, freut sich Ursula Schemm. Schließlich stand trotz des martialischen Aussehens vieler Starter faires Verhalten untereinander und beim Battle mit den anderen Sportlern stets an oberster Stelle. Für viele gilt schon jetzt: Nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei. Dann am 10. März 2012.
Mehr zum Extremlauf unter www BraveheartBattle.de
Peter Ehler