Freitag, Oktober 22nd, 2010 von Matthias Oberth

Laufduell: Mops gegen Hering – Wer siegt beim Silvesterlauf?

Mops gegen Hering

Mops gegen Hering - Wer ist schneller beim Silvesterlauf?

Am 3. Oktober 2010 lief Achim Bergmann zum ersten Mal in seinem Leben 10 Kilometer am Stück. Am 3. Oktober lief Matthias Oberth einmal mehr die Strecke über 10 Kilometer. Beide waren gemeinsam beim Nürnberger Stadtlauf gestartet. Lange Zeit lag der erfahrene Läufer Oberth in Front. Auf den letzten 300 Metern wurde er von Bergmann überholt. Jetzt wurde eine Revanche vereinbart. Ort des Geschehens ist am 31. Dezember der Nürnberger Silvesterlauf. Der Countdown läuft. Noch 10 Wochen bis zur Entscheidung. Mops gegen Hering. Verfolgt die beiden bei ihren Vorbereitungen auf Schritt und Tritt. Jede Woche neu im Läuferblog.

Der Mops sagt: Okay, ich habe im Sommer zu wenig trainiert. Deswegen fiel auch der Start beim Berlin-Marathon flach. Aber 10 Kilometer durch Nürnberg traben, das mache ich doch mit links. Oder mit einem hochgebundenden Bein, wenn es sein muss. Und rennt doch dieser junge Rotzer einfach am letzten Anstieg im Burggraben an mir vorbei und haut mir noch lachend auf die Schulter.

Mein Gegenwehr war kurz und aussichtslos. Der Hering zog an mir vorbei. Keinen Respekt vor dem Alter. Keinen Respekt vor der Lebens-Laufleistung. Keinen Respekt vor meiner ausgefeilten Wettkampftaktik. Zugegeben, 51 Minuten sind unter meinem Niveau. Aber nur weil ich 15 Kilo zuviel auf den Rippen habe, muss ich mich doch nicht so demütigen lassen. Das schreit nach Rache. Ich trainiere. Sechs Mal die Woche. Mindestens. Bis Silvester. Dann ist er dran, der Hering. Versprochen.

Der Hering sagt: Ich hab’s geahnt. Da rennst du einmal im Leben bei so einem Laufevent mit – und dann das. Auf dem letzten Kilometer Tempoverschärfung, ich zieh nochmal an, überhol einen Pulk Freizeitläufer in orange und sehe wen? Durch den Burggraben keucht, mit hochrotem Kopf …mein Chef. Ausgerechnet. Aber was hilft’s – zurückstecken gilt nicht. Also fröhlich dran vorbeigezogen, einmal aufmunternd auf die Schulter klopfen, Fersengeld geben und bloß nicht umdrehen.

Im Ziel, nach gut 51 Minuten, hält sich das schlechte Gewissen doch sehr in Grenzen. Gut, er ist dein Chef, hat einige Jahre mehr auf dem Buckel und etliche Kilo zuviel auf den Rippen. Jetzt japst er wie ein Fisch an Land, dabei hat er doch immer so stolz von seinen Marathonläufen erzählt. Und dann streicht er nach nichtmal zehn Kilometern die Segel… ich kann’s kaum glauben.

Na, das war ja klar: Er will eine Revanche. Hochoffiziell, beim Silvesterlauf. Gut, kann er haben. Wenn er glaubt, dass sich da was ändert. Warum sollte er bis dahin schneller sein? Jaja, ihm hat das Training gefehlt, viel Stress auf der Arbeit und überhaupt. Aber unter uns: Der kann rennen wie er will. Aus einem Mops wird kein Windhund. Silvester erlebt der sein zweites Debakel. Versprochen.

Nachtrag: Bei einer Sache bin ich schon mal schneller als dieser Hering. Ich habe mich für den Silvesterlauf bereits angemeldet. Mal schauen ob er auf der Tastatur noch Fahrt aufnimmt oder weiter dem Mops hinterherhechelt.

Ach ja, ich will ja mal nicht so sein: Hier der Link zur Anmeldung zum Nürnberger Silvesterlauf.

Hier geht es zu den bisherigen Beiträgen:

Teil II: Mops gegen Hering – Auf beiden Seiten herrscht Zuversicht

Teil III: Mops gegen Hering – Zwei Auswärtsfahrer am Start

Teil IV: Trainingscheck: Von zappelig bis mopsfidel

Teil V: Hering im Aufwind – Mops in Not

Teil VI: Hering vs. Mops: Windstopper und Wildshopper

Teil VII: Der Schnee tut Mops und Hering weh

Teil VIII: Die kleinen T(r)icks von Mops und Hering

Teil IX: Mops und Hering: Schneeblind in Richtung Ziel

Teil X: Weihnachtlicher Friede bei Mops und Hering


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