Posts Tagged ‘Lokführer’

Januar 11th, 2010

Bahnsteig schon wieder verfehlt

So langsam häufen sich die Fälle. Heute konnte der Lokführer des doppelstöckigen Regionalexpress den um 200 Meter verkürzten Forchheimer Bahnsteig schon wieder nicht derbremsen. Anderthalb Wagenlängen schoss er übers Ziel hinaus. Bisher Rekord.

Das Dumme war nur: Im vordersten Wagen befindet sich das Fahrrad-Abteil. Und just musste natürlich ein Fahrgast mit Rad in Forchheim dringend raus. Der Arme hüpfte notgedrungen circa einen Meter tief in den frischen Schnee, das Rad im Arm, und kämpfte sich dann zehn Meter nach vorn zum Bahnsteig. Wie  und ob er dann überhaupt auf den Perron klettern konnte, entzieht sich meiner Kenntnis, da ich es vorzog, rechtzeitig den Zug zu entern.

Anfangs habe ich ja noch geschmunzelt über den verfehlten Bahnsteig. Aber was ist, wenn ein Radler nicht mehr so sprungtüchtig ist wie der von heute morgen? Es hätte ihm nämlich nichts genützt, nur eine Tür weiter nach vorne zu laufen. Er hätte sich, um auf den Bahnsteig zu kommen, durch die enge Verbindungstür vom vordersten in den zweiten Wagen zwängen müssen. Ich wette, die automatische Tür hätte sich genau in dem Moment geschlossen, in dem das Rad mittendrin hängt. Keine schöne Vorstellung.

Also bitte, liebe Lokführer: Vor Forchheim rechtzeitig zu bremsen beginnen, auch wenn’s pressiert.

Dezember 15th, 2009

Bremsen bei Minusgraden und Sonne von Osten

Der Fluch des kurzen Bahnsteiges schlug heute morgen in Forchheim zu. Seit dem Umbau hat sich ja die Anlegestelle dramatisch verkürzt. Offenbar ist es nicht so einfach, punktgenau den Zug zum Stehen zu bringen. Heute morgen jedenfalls schoss der Lokführer sein RE-Gefährt beinahe eine volle Wagenlänge über das Ende von Bahnsteig 2 hinaus.

Der hier zusteigende Schaffner konnte oder wollte es sich nicht verkneifen, in Richtung Lokführer ein amüsiertes Grinsen ins Gesicht zu hieven. Aber immerhin war es mir noch möglich, an der hinteren Tür des vordersten Wagens einzusteigen.

Vielleicht sehe ich das Ganze ja auch falsch. Man muss bedenken: Die Temperaturanzeige lag unter Null. Weiß ich, wie sich dann das Gleis beim Bremsvorgang verhält, noch dazu bei Sonne von Osten und leichter Bewölkung?

Und: Nicht von der Hand zu weisen ist der Verdacht, dass der Lokführer versucht haben könnte, eine eventuell aufgelaufene Verspätung durch besonders forsches Fahrer wieder herauszuholen. Immerhin stoppte er sein Gefährt in Forchheim auf die Minute pünktlich. Da kann es schon mal vorkommen, dass er unter Zeitdruck den Bremsweg minimal falsch einschätzt. Man kennt das ja, auch als Auto- oder Fahrradfahrer…

Dezember 14th, 2009

Gestoppt vor Kopenhagen: Kein Lokführer…

Der Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, Dieter Janecek, hätte beinahe im Zug bei Kopenhagen auf freier Strecke übernachten müssen. Wie er mir via Twitter mitteilte, ist der Nachtzug Kopenhagen-München zunächst gar nicht nach Kopenhagen eingefahren, “weil sie ab der Grenze keinen Fahrer mehr hatten.”

Bis zur Grenze mussten die Reisenden dann in einem Ersatzzug fahren. Bis nach München holte der endgültige Zug etwas von der verlorenen Zeit aber wieder auf. Auf meine Nachfrage, ob der Zug vielleicht deswegen aufgehalten wurde, weil die Behörden eventuell weitere Demonstranten nicht in die Stadt lassen wollten, verneinte der Grünen-Chef. Zwar saßen in den Abteilen überwiegend Umweltschützer, aber die waren ja schon auf dem Heimweg…

Dezember 10th, 2009

Zweimal kurz verlinkt (7)

Eine Schulklasse steigt aus dem Zug aus. Mittendrin schließt der Triebzugfahrer die Tür. Ein Teil der Zweitklässer muss drinnen bleiben und bis zur nächsten Station fahren. Lehrer und Begleitperson sind auch noch im Zug…

Es ist ja eher von Vorteil, wenn die Bremsen an einem Zug funktionieren. Von Nachteil allerdings ist es, wenn sie den Zug drei Stunden lang blockieren – wie in Pegnitz geschehen.