Freitag, März 19th, 2010

Zug – Bus – Bus: Soll ich es wagen?

Heute will ich mal ein Experiment wagen und auf dem Heimweg die Möglichkeiten des ÖPNV ausreizen. Soll ich es wagen?

Der Plan sieht so aus: Um 17.44 Uhr mit dem RE von Nürnberg nach Baiersdorf. Ankunft dort um 18.10 Uhr, Weiterfahrt mit der Bus-Linie 216 um 18.26 Uhr bis Hausen, Dr.-Kupfer-Str., Ankunft 18.37 Uhr. Weiterfahrt um 18.42 Uhr Richtung Forchheim.

So weit der Plan. Ob das hinhaut? Mehrere Unsicherheitsfaktoren lauern: Der RE könnte in Nürnberg wegen Störung am Triebfahrzeug stehenbleiben. Zum Umsteigen in Baiersdorf bleiben schließlich nur 16 Minuten…

Die Bauarbeiten zwischen Nürnberg und Fürth könnten mir einen Strich durch die Rechnung machen. Einer der Busse könnte zu früh abfahren oder zu spät ankommen… Der Himmel könnte mir auf den Kopf fallen – ach nein, das waren die Gallier.

Wie auch immer: Ich wage es. Mal schauen, was dabei herauskommt. Hat jemand einen berechtigten Einwand?


Kategorie: Nahverkehr
Sie können den Kommentaren zu diesem Posting über diesen RSS 2.0-Feed folgen. Sie können einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback von Ihrer eigenen Seite setzen.

6 Kommentare

März 19, 2010
Markus

Einwände?
Ja, einen.
Berechtigt?
Weiß ich nicht.
Also: Warum der Umweg über Hausen, um doch nur wieder nach Forchheim zurückzufahren?

Um herauszufinden, ob man den Bus in Baiersdorf erreichen würde, genügt ein Blick auf die Uhr, wenn man mit dem Zug in Baiersdorf hält (3 Minuten Fußweg, sagt der VGN-Fahrplan).
Die Busse fahren in aller Regel pünktlich. Verspätungen der Überlandbusse sind meistens den Verspätungen der Züge geschuldet, weil die Busse hier und da doch mal ein paar Minuten auf den Zug warten.

Wenn ich am Baiersdorfer Bahnhof um 18:10 Uhr mit dem Fahrrad losfahre, dann habe ich in Forchheim am Bahnhof schon meinen zweiten oder dritten Kaffee getrunken, bis du mit dem Bus via Hausen am Forchheimer ZOB ankommst.
Da habe ich vielleicht sogar noch Zeit, den roten Teppich auszurollen … ;-)

BTW:
Interessant ist folgendes: In der Online-Fahrplanauskunft des VGN gibt es deine Verbindung von Baiersdorf nach Hausen nicht. Da geht’s um 18:28 Uhr los und du bist um 18:45 Uhr in der Hausener Dr. Kupfer-Straße. Das wäre fatal, wenn man doch um 18:42 Uhr weiter nach Forchheim will …
Lasse ich mir aber den Jahreslinienfahrplan der 216 als PDF anzeigen, ist die Verbindung drin. Nun, wenn man genau hinguckt, sieht man auch, daß das ein Baustellenfahrplan ist. In der Online-Auskunft steht davon aber kein Sterbenswörtchen, daß die Buslinie einen anderen Fahrplan wegen der Baustellen hat. Der Ortsunkundige wird sich unter Umständen schwarz ärgern.


März 20, 2010

@Markus: Warum der Umweg über Hausen? Den nahm ich deswegen, weil ich am Forchheimer Bahnhof sonst zu lange auf meinen nächsten Bus hätte warten müssen. Ich muss nach Burk im Forchheimer Westen. Um 17.58 Uhr fährt ein Bus der Linie 206. Da müsste ich aber schon um 17.15 Uhr in Nürnberg abfahren. Das habe ich gestern nicht geschafft. Der nächste Bus fährt um 19.11 Uhr. So lange wollte ich nicht warten.
Die Verbindung habe ich über die Fahrplanauskunft der DB recherchiert. Es hat auch alles geklappt. Respektive hätte. Denn, in Hausen angekommen fand ich die Bushaltestelle Dr.-Kupfer-Straße in Richtung Forchheim nicht. In meiner grenzenlosen Naivität und weil ich dachte, da kenne ich mich doch aus, verließ ich den Bus der Linie 216 und überquerte einfach die Heroldsbacher Str. – in der Annahme, die Haltestelle für die Gegenrichtung liege gegenüber. Doch weit gefehlt! Als ich noch damit beschäftigt war, hin und her zu laufen und vielleicht jemanden zu finden, der mir sagen kann, wo sich die Haltestelle hinverflüchtigt hätte, kam der 206er, und mir blieb nichts übrig, als ihm hinterherzusehen. Logischerweise hält der Fahrer nicht, wenn ein Mann am Straßenrand steht und grenzdebil winkt…
Schließlich ließ ich mich von der liebsten aller Ehefrauen abholen. Dabei stiegen wir hinter das Geheimnis der verschwundenen Haltestelle: Die Dr.-Kupfer-Str., eine Seitenstraße, der Heroldsbacher Straße in Hausen, beschreibt ein U. An jeder ihrer beiden Einmündungen in die Heroldsbacher Straße befindet sich eine Haltestelle. Ich hätte also nur rund 300 Meter westwärts wandern müssen. Zeitlich wäre das gar kein Problem gewesen. Selber schuld. Das nächste Mal weiß ich dann Bescheid.


März 20, 2010
Markus

Am anderen Ende der Dr. Kupfer-Straße?
Das ist doch fast schon die Haltestelle Thurnauer Straße.
Wo hält denn da Bus? Auf der Brücke? Oder auf diesem kleinen Teerstück, wo im Frühjahr immer der Spargelverkaufsstand ist (Zenk?).
Aus dem Umgebungsplan, den man sich im VGN zu den Buslinien ansehen kann, geht auch nicht hervor, daß man da ganz wo anders hin muß.

Wenn du winkenderweise einen Bus anhalten willst, mußt du nach Irland. Der hält auch an, wenn du tropfnaß bist, weil’s wie aus Kübeln schüttet, du etwas heruntergekommen aussiehst, und außerdem noch zwei Fahrräder dabei hast … Das hat jedenfalls vor knapp 20 Jahren geklappt.

Wie auch immer, “Versuch macht kluch” und hinterher ist man immer schlauer.
Ein Fahrrad ist keine Alternative? Also vom Bahnhof raus nach Burk? Obwohl, ob man da von Hausen nach Burk reinfährt, oder vom Bahnhof nach Burk, das gibt sich streckenmäßig wohl fast nichts. Je nachdem, wo genau man in Burk wohnt.

Irgendwie ist Burk vom Forchheimer Stadtverkehr auch völlig abgehängt.
Keine der Linien 261-264 fährt da hin, der 263er nach Buckenhofen, aber viel dichter kommt da keiner hin.

Ich weiß ja nicht, wann du morgens immer Richtung Erlangen fährst, aber vielleicht hast du mich schonmal zwischen Kersbacher Kreuz und dem Kersbacher Bahnhof an der Bahnlinie entlang fahren sehen. Gelbes Fahrrad und meistens ein rotes Oberteil. Dazu ein graublauer Rucksack, der bei Schmuddelwetter einen neongelben Überzieher hat.
Ich bin da zur Zeit immer so um 8 Uhr herum unterwegs, wenn es (endlich, hoffentlich! mal) Sommer wird, dann auch früher. Mal sehen, wie das geht, wenn die B470-Umgehungs-Bauarbeiten demnächst beginnen. Auf dem “Bauplan” bei der Straßenmeisterei ist kein Radweg mehr über das Kersbacher Kreuz und runter auf den Flurweg eingezeichnet.
Ab Bubenreuth bin ich auch wieder in Sichtweite der Bahnlinie, da fahre ich auf der alten B4.


März 20, 2010

@Markus: Ich fahre normalerweise immer mit dem Fahrrad von Burk zum Bahnhof (http://blog.nn-online.de/pendlerblog/2009/07/03/5000-euro-fur-eine-fahrradbox-geht-das-nicht-billiger/). Nur eben zurzeit nicht. Deswegen kenne ich mich mit den Haltestellen in Hausen eben auch nicht so aus. Die eine Dr.Kupfer-Haltestelle liegt, von der Heroldsbacher Str. aus gesehen, ca. 100 Meter dorfauswärts auf der rechten Straßenseite, gleich nach dem Schwarzen Amboss. Die andere, für die Gegenseite, ca. 250 bis 300 Meter weiter in Richtung Heroldsbach, auf der linken Straßenseite. Das hatte ich aber nicht gleich geschnallt…
Früh um acht fahre ich zwar manchmal, aber eben nur selten zur Arbeit. Und wenn, dann mit dem Zug um 7.29 Uhr. In Irland kann man übrigens auch gut trampen. Jedenfalls vor 28 Jahren. Da konnte man auch auf jeder Wiese sein Zelt aufstellen und im nächsten Haus nach Wasser fragen. Ob das heute noch so ist, weiß ich nicht. Ich jedenfalls habe an Irland und die Iren denkbar gute Erinnerungen.


März 20, 2010
Markus

Ja, Irland ist mehr als eine Reise wert. Ich war jetzt schon vier Mal drüben, das letzte Mal ist schon wieder viel zu lange her.
Sie hatten aber beim letzten Mal schon gelernt, daß man die Preise bei Touristenattraktionen deutlich anheben kann. In Kylemore Abbey hat der Eintritt 1991 ein irisches Pfund gekostet, daß müßten bei dem damaligen Wechselkurs und das wiederum in Euro etwa 1,40 Euro gewesen sein. Beim letzten Mal (1998) waren es schon 5 Pfund …

250m weiter Richtung Heroldsbach ist ja beinahe schon am alten Bahnübergang … ok, nicht ganz, aber viel fehlt nicht mehr.

Wegen der Fahrad-Boxen, da bin ich ganz ehrlich, ich verstehe den Sinn hinter diesen Teilen nicht so ganz.
Habe ich ein teures Fahrrad, würde ich das wegen der paar Meter bis zum Bahnhof jedesmal zu Hause rausholen? Ich nicht. Ich hätte zusätzlich eine alte Gurke, bei der ohnehin schon Hopfen und Malz verloren sind (wer sie klaut, ist selbst schuld) – und für die brauche ich keine Fahrrad-Box. Das wären Perlen vor die Säue. Zu Hause steht das Ding an der Hauswand, damit es schnell verfügbar ist.
Ich fahre mit meinem (vergleichsweise teuren) Fahrrad ja immer komplett zur Arbeit. Da, wo ich es abstelle, habe ich eigentlich keine Angst, daß es mir geklaut wird. Ich habe eher Angst vor den Radfahrern, die nicht in der Lage sind, ihr Fahrrad so abzustellen, daß andere danebenstehende Räder nicht beschädigt werden. Und von solchen Radfahrern, die ihre Räder mit Brachialgewalt in den Fahrradständer reinrumpeln, gibt es mehr, als mir lieb ist. Dann besteht noch die Gefahr, daß der Rostfraß vom Parkplatznachbarn überspringt … ach ne, mein Drahtesel ist ja aus Alu … äh … sind eigentlich Plattfüße ansteckend?
Beim Arbeitgeber, ja, da würde ich eine solche Box mieten, wenn es sie gäbe. Aber der Preis müßte deutlichst unter dem eines Monatsbeitrages für ein VGN-Umweltjahresabo liegen, sonst lohnt sich das ja nicht … abgesehen davon, so gesehen müßte das sogar kostenlos sein, mir ist nämlich nicht bekannt, daß Autofahrer für die Einfahrt in die firmeneigenen Parkhäuser und Tiefgaragen etwas zahlen müssen. Und will man etwa Radfahrer (CO2-Ausstoß nur mit der Atemluft) gegenüber Autofahreren (CO2-Ausstoß durch Atemluft und Auspuff) diskriminieren (tut man in gewisser Weise sowieso, aber das ist ein anderes Thema)?


April 3, 2010
Fadir

Die Leute machen Fahrräder und Sachen kaputt und Bus und Bahn sind zu teuer.


  • Spam Protection by WP-SpamFree