Bahnsteig schon wieder verfehlt
So langsam häufen sich die Fälle. Heute konnte der Lokführer des doppelstöckigen Regionalexpress den um 200 Meter verkürzten Forchheimer Bahnsteig schon wieder nicht derbremsen. Anderthalb Wagenlängen schoss er übers Ziel hinaus. Bisher Rekord.
Das Dumme war nur: Im vordersten Wagen befindet sich das Fahrrad-Abteil. Und just musste natürlich ein Fahrgast mit Rad in Forchheim dringend raus. Der Arme hüpfte notgedrungen circa einen Meter tief in den frischen Schnee, das Rad im Arm, und kämpfte sich dann zehn Meter nach vorn zum Bahnsteig. Wie und ob er dann überhaupt auf den Perron klettern konnte, entzieht sich meiner Kenntnis, da ich es vorzog, rechtzeitig den Zug zu entern.
Anfangs habe ich ja noch geschmunzelt über den verfehlten Bahnsteig. Aber was ist, wenn ein Radler nicht mehr so sprungtüchtig ist wie der von heute morgen? Es hätte ihm nämlich nichts genützt, nur eine Tür weiter nach vorne zu laufen. Er hätte sich, um auf den Bahnsteig zu kommen, durch die enge Verbindungstür vom vordersten in den zweiten Wagen zwängen müssen. Ich wette, die automatische Tür hätte sich genau in dem Moment geschlossen, in dem das Rad mittendrin hängt. Keine schöne Vorstellung.
Also bitte, liebe Lokführer: Vor Forchheim rechtzeitig zu bremsen beginnen, auch wenn’s pressiert.
10 Kommentare
@Ralph:
Das trifft nur für die Außentüren zu.
Die Innentüren, die die Wagen voneinander abgrenzen, haben keine derartigen Sensoren. Die gehen nach einer bestimmten Zeit einfach zu. Egal ob da was dazwischen hängt oder nicht.
Ich fand’s seltsam, daß die Bahn die Bahnsteige überhaupt verkürzt hat.
Mir solls schnurz sein, ich steige gleich wieder aufs Rad und fahre von FO nach ER und winke den auf der Autobahn stehenden Autofahrern freundlich zu … ich hoffe nur, daß mir der hintere Umwerfer der Schaltung nicht wieder einfriert wie gestern …
@Markus
Die Innentüren gehen meines Wissen auch nicht so einfach zu. Zumindest in den Doppelstockwagen reicht es seinen Arm dagegen zu halten und die Tür gibt nach und geht wieder auf.
Aber Respekt das du bei diesem Wetter auf’s Rad steigst! Ich bin Weichei und trinke im Zug einen Kaffee.
@Jonas:
Ja, schon klar, daß die Innentüren wieder aufgehen, wenn man leicht dagegen drückt.
Aber das ist auch der Unterschied zu den Außentüren. Die gehen erst gar nicht zu, wenn was dazwischen steht (und die Sensoren das auch registrieren).
Was für ein Wetter?
Die Straßen sind frei (Radwege sind mir momentan schnurz, weil die ohnehin nicht geräumt sind, was aber auch ein Nachteil ist, wenn auf der Autobahn wieder alles dicht ist, weil mir dann die Ausweichmöglichkeit fehlt, um alle Fahrzeuge rechts zu überholen, die sich auf der Bundesstraße im Schrittempo Richtung Erlangen quälen), und es hat auch nur 3-5 Minusgrade. Ins Frieren komme ich nicht. Und mit WD40 am Vorabend friert auch der Umwerfer über Nacht nicht ein … tagsüber am Arbeitsplatz stelle ich meinen Drahtesel ganz frech in die beheizte Tiefgarage …
@Markus:
Dann hatte ich dich falsch verstanden, ok. Die Innentüren gehen auf jeden Fall nicht so einfach zu, wenn etwas dazwischen steht.
Glaub ich gerne das man bei so viel sportlicher Aktivität nicht ins Frieren kommt, für mich wär’s trotzdem nix, Sport am Morgen geht irgendwie gar nicht.
Als langjähriger (32 Jahre) leidgeprüfter Pendler fällt mir nur ein Satz ein:
“die Bahn bekämpft jeden einzelnen Kunden”
Heute morgen wieder in Erlangen Bruck: “Sehr geehrte Fahrgäste….. bitte steigen Sie NICHT in den vorderen Abteilen aus!!!” …. der Abgrund dürfte tief liegen.
Bubenreuth war’s
So geht man mit uns Beförderungsfällen um.

Naja, wenn man in der Türe steht, danh geht diese ja nicht zu. Insofern, keine Gefahr