Schon wieder: Ärger mit der Gräfenbergbahn
Gerade erst haben wir uns mit den Pendlern der Gräfenbergbahn freuen dürfen, dass die alten Wagen
die neuen ersetzten. Da kommt neuer Ärger auf.
Laura K. aus Eckental schreibt einen Brief an den VGN. Aus ihren Zeilen spricht zweierlei: Einerseits eine totale Zufriedenheit mit der Bahn-Linie an sich. Andererseits eine enttäuschte Liebe zu eben dieser Bahnlinie. Warum Enttäuschung? Ganz klar: Reality kills the Illusion-Star…
Ich dokumentiere den Brief an dieser Stelle. Noch eine Bemerkung: Die Passagen zum Wagenmaterial beziehen sich noch auf die “neuen” Waggons, die ja inzwischen durch die “alten” ausgetauscht wurden. Die neue Hardware verstärkt jetzt zu den Stoßzeiten die anderen Dieselstrecken rund um Nürnberg. Und deswegen bleiben die Schilderungen hier drin, denn die Fahrgäste der anderen Linien haben genauso darunter zu leiden.
Sehr geehrte Damen und Herren des VGN,
mein Name ist Laura K., ich wohne in Eckental und besuche die 12. Klasse des Maria -Ward – Gymnasiums in Nürnberg. Wie jeder Berufstätige oder Schüler der auf kein Auto zurückgreifen kann, muss auch ich täglich mit der Gräfenbergbahn von der Haltestelle Eschenau bis Nürnberg- Nordost fahren.
Bei dieser Verbindung treten ungewöhnlich häufig Verspätungen oder Ausfälle ein.
Ich habe mich schon oft geärgert, weil die Züge unpünktlich gefahren sind oder weil sie schlicht und einfach überfüllt waren. Ich bin auch diejenige, die von ihren Lehrern in der Schule angesprochen wird, warum ich denn so oft zu spät komme, jedes Mal mit der Begründung „Der Zug hatte Verspätung!“. Sehr ärgerlich ist dieser Aspekt natürlich auch dann, wenn in der ersten Schulstunde eine Schulaufgabe/Klausur geschrieben wird.
Das endgültig ausschlaggebende Ereignis für diesen Brief fand jedoch letzte Woche, am Donnerstag den 10. Dezember 2009 statt. Ich habe donnerstags 10 Schulstunden, d. h. ich habe um 16.30 Uhr Schule aus und fahre mit dem Zug um 16.55 Uhr vom Nordost-Bahnhof aus nach Hause. Letzten Donnerstag also bietet sich die Situation, dass ich, vom Sportunterricht aufgeheizt, in den ersten richtig kalten Wintertag hinaus gehe und mit der U-Bahn zum Nordost-Bahnhof fahre. Dort komme ich um ca. 16.40 Uhr an und stelle mich in das, vor dem Regen und Wind, wenig Schutz bietende „Häuschen“ auf dem Bahnsteig. Um etwa 16.50 Uhr wird die Durchsage gemacht, wie immer von einem nuschelnden, leise und undeutlich sprechendem Mann, dass der Zug etwa 20 Minuten Verspätung hat. Eine Begründung gab es dafür nicht. Also gut, wenn man kein Auto hat, muss man warten. Mittlerweile war mir kalt und es sammelten ich immer mehr Leute auf dem Bahnhof an. Um etwa 17:15 Uhr kommt die nächste Durchsage, schwer verständlich aus dem einen funktionierenden Lautsprecher : „Dieser Zug fällt aus! Der nächste Zug in Richtung Gräfenberg fährt planmäßig um 17.30 Uhr“. Na schön eine weitere Viertelstunde warten ist angesagt. Ich bin durchgefroren und freue mich schon mich in den warmen, trockenen Zug zu setzen. Da habe ich mich jedoch zu früh gefreut, denn etwa 10 Minuten später kommt die nächste Durchsage „Auch dieser Zug hat etwa 20 Minuten Verspätung!“. Die vielen Leute auf dem Bahnsteig reden schon quer durcheinander und regen sich auf. Die, denen es möglich ist rufen ein Familienmitglied oder Freund an, der sie dann von dem Parkhaus Herrnhütte abholt.
Auch ich habe inzwischen zu Hause Bescheid gesagt, dass ich später komme und nachdem ich etwa eine Stunde in der Kälte am Bahnhof gestanden habe, erklärt sich meine Mutter bereit mich auch an der Herrnhütte abzuholen. Meine Mutter, die donnerstags ihren freien Tag hat musste dann also meine 10-jährige Schwester allein zu Hause lassen und das gemütliche Plätzchenbacken unterbrechen. Kurz nachdem ich zu Hause angerufen habe, kommt die nächste Durchsage, dass nun ein Zug kommen wird, jedoch niemand einsteigen soll, denn der Zug wäre kaputt. Und tatsächlich, mit munterem Tuten, fährt ein Zug auf dem Bahnsteig ein, er hält jedoch nur kurz und fährt dann tatsächlich in Richtung Hauptbahnhof los. Ich mache mich also auf den Weg Richtung U-Bahn und fahre zur Haltestation Herrnhütte, wo mich meine Mutter, nach weiteren 20 Minuten des Wartens, abholte. Zuhause war ich also um etwa 18:15 Uhr, ich war total durchgefroren, was meinen gesundheitlichen Zustand einer Erkältung, die wohl zur Zeit in der Schule jeder hat, nicht unbedingt besserte. Am Montag und Dienstag dieser Woche hatte ich noch Klausuren, auf welche ich mich am Donnerstag auch noch hätte vorbereiten müssen. Das konnte ich jedoch an diesem Tag vergessen.
Der Punkt ist jedenfalls, dass meine Eltern 80,20€ im Monat für eine Fahrkarte für mich ausgeben, damit ich mit einem Zug fahren kann, bei dem es ständig Probleme gibt. Ein weiteres von diesen Problemen ist zum Beispiel, dass der Zug 200 Meter nach der Haltestation Großgeschaidt und neuerdings auch nach Kalchreuth eine bestimmte Strecke nur mit Tempo 10 km/h fahren kann, da entweder eine Brücke einsturzgefährdet ist oder die Gleise brechen könnten. Diese Verzögerung führt wieder so weit, dass ich bei der Fahrt in die Schule die U-Bahn verpasse, mit der ich den Unterricht noch pünktlich erreiche, und auf dem Nachhauseweg den Anschlussbus 209 Richtung Erlangen verpasse. Dann muss ich die 2 Kilometer von Eschenau nach Brand laufen, was mich auch wieder eine Viertelstunde kostet, und schließlich zahlen meine Eltern auch die Fahrkarte bis Brand.
Ein weiterer Beschwerdepunkt sind die Fahrkartenautomaten. Man muss sich eine Woche vor Monatswechsel darum kümmern sich die neue Monatskarte zu kaufen, denn man muss ja erst einmal einen funktionierenden Automaten finden. Regelmäßig findet sich die Störungsmeldung „Außer Betrieb“ auf dem Bildschirm. Fahrgäste, die eine Fahrkarte für die bevorstehende Fahrt brauchen, haben Pech gehabt, denn der ultramoderne Touchscreen-Automat funktioniert mal wieder nicht. Wenn man das dann jedoch als Grund bei einer Fahrkartenkontrolle angibt, sehen das nicht alle Kontrolleure ein.
Weiterhin muss ich sagen, dass die Züge der Gräfenbergbahn eine einzige Fehlkonstruktion sind. Optisch gibt es nichts auszusetzen, wenn sich jedoch zwei normale Menschen der Körpergröße von 1,70 m etwa gegenübersitzen, ist es nicht möglich seine Beine auch nur ein bisschen zu bewegen, geschweige denn sie auszustrecken. Dann hat man noch seinen Schulrucksack dabei und nun ist man völlig auf seinen Sitz gepresst.
Im Sommer werden die Züge klimatisiert. Das ist schön und gut, würde nur das Gebläse nicht die Passagiere auf den Sitzen am Fenster so stark anblasen, dass man innerhalb von 10 Minuten im Sommer wieder friert.
Das Toilettenabteil im Zug ist auch gut gedacht und vielleicht sogar sinnvoll. Sinnvoll ist es jedoch nicht zwischen der Zugwand und dem Toilettenabteil nur etwa 1 Meter frei zu lassen, wenn man auch noch einen Klappsitz in diesem Bereich ausklappen kann. Wenn eine Person auf diesem Platz sitzt ist ein Vorbeikommen unmöglich, es sei denn , die Person steht auf und man quetscht sich an ihr Brust an Brust vorbei.
Bei der Fahrt an sich sind auch die Ansagen der automatischen Stimme nervig, die den Fahrgast auf Deutsch und Englisch begrüßt. Ich für meinen Teil habe noch nie einen englischsprachigen Fahrgast in dieser Bahn gesehen.
Allgemein ist diese Zugverbindung viel zu sehr auf den Freizeitverkehr ausgerichtet, soll heißen auf Rentnergruppen, die am Wochenende in die Fränkische Schweiz zum Wandern fahren. Es mag diese Passagiere geben, die Hauptnutzer der Bahn sind jedoch Pendler, vor allem Schüler, die in Nürnberg zur Schule gehen , und Berufstätige, die nicht mit dem Auto früh auf der Bundesstraße 2 im Stau stecken wollen. Für diese Masse an Leuten sind die Wagons der Züge nicht konstruiert. Ich bekomme in Eschenau immer einen Sitzplatz, doch für die Passagiere ab Kalchreuth wird das schwierig. Eine Maßnahme gegen diese Überfüllung wäre es ja schon, in den Stoßzeiten, d. h. vor allem bei dem Zug um 7:15 Uhr früh, 3 anstatt von 2 Wagons anzuhängen. Das würde die Masse an Menschen mit Sicherheit schlucken und die Qualität des Fahrens wesentlich erhöhen. Dann hätten die Lokführer auch kein Problem damit, dass sich die Türen nicht schließen lassen weil jemand in der Lichtschranke steht. Wegen diesem Problem gab es schon Durchsagen im Zug wie : „Die Chaoten, die in der Tür stehen sollen sich doch bitte bewegen, ansonsten stehen wir hier ja den ganzen Tag, aber der Schaffner meint, er habe ja dazu Zeit.“
Doch anscheinend ist es unmöglich eine dritten Wagon anzuhängen, da auch auf zahlreiche Artikel in Zeitungen und wahrscheinlich auf Beschwerden hin nichts bewegt wurde.
Mit diesem Brief möchte ich zum Ausdruck bringen, dass die Verbindung an sich super ist. Man ist in etwas mehr als 20 Minuten in Nürnberg und muss nicht mit dem Auto fahren. Nur liegen einige gravierende Probleme vor, die ich hier hoffentlich etwas erklären kann. Ich hoffe, dass mein Brief die Probleme den Leuten ins Gedächtnis rufen kann, die die Gräfenbergbahn betreiben. Ich kann auch nur sagen, dass ich kein Einzelfall bin, der sich bei jeder Kleinigkeit aufregt. Viele Leute sehen die Probleme genauso wie ich, sie haben nur nicht die Zeit und die Lust sich damit zu befassen. Bei mir gab denn Anlass die gravierende Verspätung am Donnerstag den 10. Dezember.
Weiterhin fordere ich für die Abholung von der Herrnhütte durch meine Mutter an diesem Tag eine Entschädigung. Es sind etwa 20 Kilometer von unserem Haus zur Herrnhütte. Bei einem Benzinpreis von ca. 40ct pro Kilometer, das macht hin und zurück 40 Kilometer mal 40 Cent, ist das ein Kostenaufwand von 16,00 € für meine Eltern, der zusätzlich zu der teuren Fahrkarte der Tarifstufe 5 anfällt. Von den Kosten für das Telefonieren von meinem Prepaid Handy aus, einmal abgesehen.
Ich hoffe ich habe Ihnen einmal den Einblick eines Bahnkunden gegeben und bitte um eine Rückmeldung.
13 Kommentare
@Seidla: Ja, der VGN kann nix dafür. Aber der wird den Brief schon weiterleiten an die DB Regio Mittelfranken, und hier an die Geschäftsleitung in Nürnberg.
@Eckental-Pendler: Was sagt denn der Eckental-Pendler zu der von @Seidla angegebenen Referenz-Strecke (der Link funktioniert)? Das liest sich ja alles ganz toll. Aber wie ist die Realität?
Den allgemein beschriebenen Mängeln (Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und den miserablen neuen Zugmaterial) kann ich mich nur voll anschließen. Auch auf der Rangau-Bahn (Cadolzburg – Fürth) ist seit den neuen Zügen die Hölle los!
Auch ich ärgere mich täglich über die die Klappsitze an der Toilette und noch viel mehr über die völlig idiotischen Sitze im schmalen Ein- und Ausgangsbereich. Gerade wenn der Wagen voll ist, sitzt dann noch jemand im engen Ausstiegsbereich… Wer kann sich nur so etwas ausgedacht haben!
Wenn eine Mutter mit Ihrem Kinderwagen im Türeingang sitzt oder ein Rentner mit Gehstock oder (noch schlimmer) ein 20jähriger Jugendlicher mit langen Beinen, dann ist der komplette Ausgang versperrt. Da dies ja ein ordentlicher Sitzplatz ist kann man den “Tür-Sitzplatz-Benutzern” ja nicht einmal böse sein! Die Bahn als Betreiber lässt ja den Schmarrn zu!
An die andere Zugtüre kommt man dank der belegten Klappsitzen an der Toilette nicht ran! Deshalb müssten neben einigen Klappsitzen an der Toillette auch die Klappsitze an den Eingangstüren umgehend entfernt werden. Aber dann würden ja zu wenig Sitzplätze in der Quetschkommode übrig bleiben und auch die Bahn würde feststellen, was wir Bahnkunden schon lange wissen: die neuen schick anzusehendenen Züge sind einfach zu klein!
Aufgrund des akuten Platzmangels im Toilettenbereich sollten auch Fahrräder, Kinderwagen und Rollstuhlfahrer nur an dem “Nicht-Toiletten-Eingang” einsteigen dürfen. Dies würde aber dann wieder die rollstuhlfahrergeeignete Toilette entbehrlich machen…
Auch wundert mich, das die doch so neue Zugtechnik die erste ist, welche in den Wintermonaten früh nicht anspringt. So viele Zugausfälle wegen technischen Schwierigkeiten am morgentlichen Betriebsbeginn wie mit den neuen Zügen gab es bei der alten Zugtechnik nicht. Bis vor kurzem hatten wir auf der Rangau-Bahn ja noch Glück das eine alte geräumige Zuggarnitur noch morgens zuverlässig den Dienst versah. Da wir ja nun von den Gräfenberg-Bahnern mit weiteren Faltschachteln versehen wurden, ist es mit dieser Zuverlässigkeit leider auch vorbei!
Äußerst sinnbefreit ist auch das ständige ab- und ankuppeln von Zugteilen zu den verkehrten Zeiten. So zum Beispiel zur besten Schülerzeit um 13:00 Uhr. Um 12:54 Uhr fährt ein einteiliger Zug in Fürth ein. Der Bahnsteig ist voll. Alles drängelt sich in den engen Zug. Um 13:00 Uhr wird dann (stillschweigend) ein zweites Zugteil angehängt. Da aber alle wartenden Gäste schon im ersten Zug eingequetscht sind, fährt halt das zweite Zugteil fast leer mit! Somit ist der Zug zumindest statistisch ja völlig ausreichend.
Warum kann der im Depot wartende 2. Zugteil nicht vorher bereitgestellt werden? Dann gäbe es evt. die Chanche das sich die Menschenmengen verteilen würden. Oder aber gleich den ganzen Tag mindestens mit 2 Zugteilen fahren.
Übrigens: Ist auch immer wieder schön mit anzusehen, wie nach der mehrmals täglich Zugteilung (= Doppelzug aus Markt Erlbach fährt ein. 1. Zugteil fährt wieder nach Markt Erlbach, 2. Zugteil fährt nach Cadolzburg) Bahnkunden am nächsten Bahnhof fluchend aussteigen, da sie im verkehrten Zugteil waren. Am Bahnsteig in Fürth wird ja noch 3 – 4 mal auf die Zugteilung hingewiesen. Aber im Zug schweigen darüber beharrlich die Lautsprecher!
Aber das ist ja der Service unserer Bahn…
Sorry, aber auch ich muss mal meinen Pendler-Frust los werden!
P.S.: Ich bedauere es sehr, das die Rangau-Bahn an die DB vergeben wurde. Die anderen Mitbewerber haben zwar auch Ihre Macken, aber sie reagieren auf Missstände deutlich agiler wie der rote Riese. Wenn ich sehe, wie z. B. die HHB (Hamburger Hochbahn) ihre Bereiche managed werde ich leider neidisch…
Heute bei – 4 Grad ist ein Zug unterwegs, bei dem die Heizung kaputt ist. Im Zug war es kälter als draussen, weil die Luft im Zug auch noch sehr feucht war.
Vor ein paar Tagen bei – 12 Grad fällt ein Zug aus, wir warten eine knappe Stunde.
Vor ein paar Tagen kommt eine Durchsage: der Zug fällt aus, es werden Busse eingesetzt, bitte gehen Sie zu den Bushaltestellen. Kaum sind wir an der Bushaltestelle, kommt doch der Zug und alles rennt zurück. An anderen Haltestellen, die von der Bushaltestelle aus nicht gesehen werden können, steigt niemand ein, die Pendler habenwahrscheinlich alle an der Bushaltestelle gewartet.
Vor ein paar Tagen hatte der Zug soviel Verspätung, dass er ca 1o Minuten vor der regulären Abfahrtszeit des nächsten Zuges ankam. Nachdem alle eingestiegen waren, fuhr er weiter. Hätte er noch knappe 10 Min gewartet, wären er wieder im Takt gewesen und es wäre nur ein Zug ausgefallen. Der nächste Zug ist dann wieder mit gut 30 Min verspätung gekommen.
Vor einiger Zeit, auch bei mehr als 10 Grad minus, fällt ein Zug Richtung Nürnberg aus. Könnte nicht der Zug Richtung Gräfenberg die an den Haltestellen wartenden nach Gräfenberg mitnehmen, so dass wir die verlorene Zeit wenigstens im warmen Zug hätten verbringen können anstatt auf dem kalten Bahnsteig zu warten, bis dieser nach Gräfenberg fahrende Zug uns auf seinem Rückweg nach Nürnberg wieder einläd? Aber da wären wir teilweise schwarz gefahren.
Die Verantwortlichen möchten bitte probeweise ein viertel Jahr vom Auto auf den Zug umsteigen, möglichst im im Winter, dann würde sicher so manches organisatorisches Problemchen der Vergangenheit angehören.
Hab zur Gräfenbergbahn einen historischen Link gefunden:
http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?17,4612838
Ich denke mal, Früher lief der Verkehr dort etwas reibungsloser und die Fahrgastkapazitäten waren mit vier (!!!) n-Wagen im Gegensatz zu heute wohl eher großzügig bemessen.
Und hier noch ein Foto, welches sogar vier D-Zug Wagen als Zuggarnitur auf der Gräfenbergbahn zeigt: http://www.nahverkehr-franken.de/rbahn/img_lok/212/212-291_vrc_991116_nesu.jpg
Als regelmässiger Nutzer der Gräfenbergbahn empfinde ich die Erwähnung der Strecke als “Referenz” für blanken Hohn!
Die Störungen häufen sich in den letzten Wochen derart, dass ich mittlerweile wieder öfter aufs Auto zurückgreife.
Auch heute morgen wieder…Ankunft um 7.12 Uhr am Bahnhof Eschenau, eigentlich sollte der Zug in Richtung Gräfenberg schon da sein, aber er ist nicht zu sehen. Na gut, ist bestimmt die Langsamfahrstelle kurz vor Kalchreuth schuld.
7.16 Uhr…eigentlich sollte jetzt Abfahrt in Richtung Nürnberg sein, kein Zug da. Weiter warten (bei -6 Grad, ins Wartehäuschen stellen braucht man sich sowieso nicht, da seit Monaten nur noch an ein oder zwei Seiten Wände vorhanden sind…den Chaoten sei Dank!)
Es wird 7.20 Uhr, noch immer keine Züge da. Durchsage über Lautsprecher? Fehlanzeige! Um 7.25 Uhr hats mir dann gereicht, also ab nach Hause und das Auto aus der Garage geholt.
Dienstag, 5.1.2010 am späten Vormittag fielen einige Züge wegen einer Weichenstörung aus, wenigstens fuhren die Ersatzbusse einigermassen pünktlich.
Vor Weihnachten (den genauen Zeitpunkt weiss ich leider nicht mehr) fuhren vormittags einige Züge nur bis Heroldsberg, da wohl zwischen Nürnberg-NO und Heroldsberg ein Zug wg. technischen Defekts liegengeblieben war. Die Fahrgäste des Zuges Abfahrt 8.45 Uhr Eschenau mussten in Heroldsberg bei etlichen Minusgraden 40 min. auf den Ersatzbus warten.
Der Briefeschreiberin kann man nur zustimmen. Was sich die Bahn auf der Strecke mit ihren Kunden leistet ist eine Sauerei. Kein Wunder, dass viele Leute wieder aufs Auto umsteigen.
Liebe Mitpendler,
auch mir ergeht es seit geraumer Zeit auf der Strecke der Gräfenbergbahn so wie euch und ich habe auch langam die “Schnauze voll davon”. Aufgrund des überraschenden Wintereinbruchs (11. Januar 2010 6:30 Uhr Rüsselbach) , der keineswegs zu erwarten war, verspätete sich dieser Zug in Richtung Nürnberg mal wieder. Als er dann endlich kam, die Finger waren blaugefroren und man sah einem Schneemann zum verwechseln ähnlich, musste ich feststellen, dass die “neuen” alten Waggons die gleichen Mängel aufwiesen, weswegen sie aus dem Verkehr gezogen worden waren. Die Klimaanlage tropfte, was heute zum Glück nicht – kommt aber bestimmt bald – zu einem “technischen Defekt” führen könnte. Leider war durch die grandiose raumgestalterische Konzeption kein Durchkommen nach vorne oder hinten, weswegen die “Kühlwasserdusche” am Morgen doch etwas sehr erfrischend war. Vor allem nach dem Frieren draußen.
Auch ich habe die Gräfenbergbahn schon bei besserer “Gesundheit” erlebt und kann nur sagen, es ist eine Schande, was sich die Deutsche Bahn dabei erlaubt uns solche Züge zuzumuten.
Ein weiteres. Die Verspätungen im morgendlichen Verkehr bzw. den Tag über sollen Verständig hingenommen werden. Leider war es heute so, dass die U2 ca. eine Stunde oder mehr (ich Stand nur eine Stunde am Rathenauplatz) “Verspätung” hatte. Nachdem sich die U-Bahnen dann doch endlich erbarmten und weiterfuhren kamen wir um 17:26 Uhr am Nordostbahnhof an, woraufhin einige, wir sind ja jetzt gut erzogene Kunden, zum Zug sprinteten. Den Zug sahen wir jedoch nur noch abfahren, und zwar zur angegebenen Abfahrtszeit. Es ist mir nicht verständlich, wie ein “Zulieferbetrieb” wie die VAG übersehen werden kann, wenn kaum Zugreisende die Gräfenbergbahn benutzen, bzw. warum wir als Kunden die Verspätungen hinzunehmen haben, die Bahn aber nicht warten kann, bis die erste U-Bahn ankommt. Wo bleibt da die Kommunikation zwischen denregionalen Anbietern des ÖPNV. Es hätten 2 Minuten gefehlt, und die Meisten hätten den Zug erwischt. Ist das die neue Strategie der Bahn und der VAG neue Kunden für Automobilhersteller zu gewinnen? Mir scheint es so, denn bei solchen Bedingungen bleibt einem ja nichts anderes übrig als aufs Auto – sofern vorhanden- umzusteigen.
Zuletzt hätte ich noch einen Verbesserungsvorschlag. Sollte es wieder zu erheblichen Verspätungen der VAG bzw. der Gräfenbergbahn im Winter kommen, so wäre zu überlegen, ob die Bahn nicht einen mobilen Kaffee-/Teestand einsetzt, um ähnlich dem THW auf der Autobahn, die Feststeckenden Kunden zu besänftigen, bzw. wieder einen Schritt in Richtung Service zu gehen und sie vor dem drohenden Tod durch Erfrieren zu schützen. Decken und ein “nichtzugiges” Wartehäuschen wären auch angebracht.
Liebe Grüße, und gute Nerven in diesen Tagen,
Rosaroterose
Heute früh…7.14 Uhr am Bahnhof in Eschenau.
Durchsage: “…die Züge der Gräfenbergbahn haben z.Zt. ca. 15-20 min Verspätung…”
na super, und das bei -8 Grad. ![]()
Also wieder nach Hause und das Auto aus der Garage geholt.
Meine Entscheidung ist gefallen:
Bis Ende Oktober läuft mein Firmenabo noch.
Danach werde ich das Abo auf keinen Fall mehr verlängern und wieder auf das Auto umsteigen.
Schon jetzt fahre ich nur noch 2mal die Woche mit dieser Bahn.
D.h. ich probiers zumindest;)
Ich bin die ständigen Störungen der Gräfenbergbahn und der “fahrerlosen U-Bahn” leid.
Und wieder mal eine Weichenstörung…
Dienstag, 16. Februar
Der Zug Abfahrt Gräfenberg 6.21 Uhr fährt wegen einer Weichenstörung nur bis Eschenau und bleibt dort stehen.
Die Fahrgäste müssen auf Ersatzbusse umsteigen.
Der Zug um 6.59 Uhr fällt gleich ganz aus. Danke DB!
Lange mache ich das nicht mehr mit, mein Firmenabo läuft noch bis Ende September…ich glaube nicht, dass ich noch mal verlängern werde.
Servus zusammen,
heute früh mal gab es schon wieder Ausfälle. Mein Zug ab Gräfenberg – 6.21 Uhr – fuhr leider nicht.
Hier die Meldung von http://www.bahn.de:
ca. 20 Minuten später,
Grund: Folge aus Triebfahrzeugstörung an einem anderen Personenzug
Meine Konsequenz: Ab ins Auto und trotzdem eine halbe Stunde eher am Ziel.
Schöne Woche noch!
Vielleicht fährt sie ja morgen (pünktlich). Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Mittwoch, 3. März
Dass inzwischen der Fortschritt in Form einer elektronischen Fahrgastinformation am Bahnhof in Eschenau Einzug gehalten hat, bringt für uns leidgeprüfte Pendler den Vorteil, dass wir bei Verspätungen nicht auf eine Durchsage warten müssen….so wie heute früh: “Die RB 35552, planmässige Abfahrt 7.16 Uhr fährt heute ca. 20 min später ab”.
Also schon vor Erreichen des Bahnsteigs wieder umgedreht und das Auto aus der Garage geholt.
Wie schaffen die es eigentlich, bei einer reinen Fahrzeit von 37-38 min (ohne die Warteminuten in Heroldsberg u. Eschenau) eine Verspätung von 20 min einzufahren??

Bitte nicht beim VGN beschweren, der kann gar nix dafür!
Beschwert euch lieber bei der BEG, denn die ist ja für die Ausschreibungen der Gräfenbergbahn verantwortlich.
Man beachte einmal die BEG-Homepage unter dem Menüpunkt “Aktuelle Projekte”:
Als “Referenzstrecke” wird die Gräfenbergbahn geführt. In der Realität wie, siehe Artikel oben, nur Lug und Trug!
http://www.bayern-takt.de/public_main_modul.php?ses=&page_id=386&document_id=207&unit=4b35411f02cb9
(hoffe der Link geht)