Freitag, Juni 20th, 2008

Man rückt zusammen, als Pendler

pendlersonnenuntergang.jpgJeder Pendler spürt es: Die Züge werden voller. Teures Benzin treibt die Leute in die öffentlichen Verkehrsmittel. Wenn die Tankfüllung über 60 Euro kostet, lohnt sich ein Blick auf den Preis für die Monats- oder Jahreskarte.

Die weniger gut gefüllten Züge sind jetzt voller, die ohnehin vollen Wagen reichen fast nicht mehr aus, alle Fahrgäste sitzend aufzunehmen. Man rückt näher, als Pendler. (Und betrachtet beim Blick auf dem Fenster den Sonnenuntergang zwischen Baiersdorf und Forchheim – siehe Foto)

Vor zehn Jahren, daran sei erinnert, wurden diejenigen durch den politischen Dreck gezogen, die einen Spritpreis von 5 Mark pro Liter forderten. Heute stehen wir annähernd bei 3,20 Mark. Ein Wagen, der sieben Liter verbraucht, nur um das mal etwas plastisch zu machen, verpulvert auf 100 Kilometer mal so eben schlappe 22, 40 Mark. Und auf 100 KM täglich kommt so mancher Pendler. Das sind in der Woche 112 Mark. In Mark klingt es halt so schön greifbar, gell.

Und was macht die Bundesregierung, was macht die Autoindustrie? Die einen schonen die anderen, weil Letztere jammern: Unsere schönen großen Autos! Die verbrauchen halt nun mal so viel und stoßen dabei halt leider auch ein bisschen viel CO2 in die Luft. Schon klar, ich habe dafür Verständnis. Wie soll sich die Autoindustrie aber auch auf verbrauchsärmere, umweltfreundlichere Autos einstellen, wenn erst seit 30 Jahren weltweit über den Zusammenhang zwischen dem Ausstoß von Treibhausgasen und dem Klimawandel geredet wird? In der Zwischenzeit wurde ja nicht schlecht verdient mit den großen Karossen.

Und, nicht wahr, hat nicht erst kürzlich wieder der Hubers Erwin davon gesprochen, die Deutschen seien schließlich kein Volk der Kleinwagenfahrer?  Recht so, Erwin, dem Klimawandel werden wir in Bayern schon auf die Sprünge helfen.  Mit der Wiedereinführung der Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer nämlich. Damit es wieder billiger wird, mit dem Auto zur Arbeit zu brettern.

Jetzt bin ich nur noch gespannt, wie der Riesenstaatsmann Huber die Energiepreise senkt.


Kategorie: Grundsätzliches
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2 Kommentare

Juni 21, 2008

1 Euro sind nicht gleich 2 DM.

DM gibt es schon ganz lange nicht mehr; ich finde es furchtbar antiquiert, dass da immer noch so umgerechnet wird.

Als ob sich das Währungsgefüge seit damals nicht verändert hätte und die Kurse noch dieselben wären, das ist doch Augenwischerei.

Ich muss da echt mal meinen Bruder interviewen, der ist Bänker und sollte sowas RICHTIG schätzen können.

Langsam sollte man sich doch an den Euro gewöhnt haben!


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