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Attacke auf Krippen-Esel
Die Figuren stammen immerhin aus den 30er Jahren. Sogar die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg haben sie heil überstanden. Dafür litten Maria und Josef, gekleidet wie im 15. Jahrhundert, sowie Caspar, Melchior und Balthasar und viele andere geschnitzte Darsteller unter dem Bombardement der Besucher. Es ist nämlich guter Brauch, Geld in die Krippe zu werfen. Dabei wurden – gelegentlich auch mutwillig – immer wieder Figuren beschädigt.
Vielleicht war auch der Esel das Ziel von Münzattacken. Obwohl: Seit einigen Jahren schützt ein Netz die Krippendarsteller. Unter den Opfern sind auch Bauern, die von der Heiligen Familie empfangen werden. Doch irgendwie ist dann auch dem Esel ein Ohr abhanden gekommen. Keiner weiß so recht, wie. Auch durch ein Ein-Euro-Stück?
In den vergangenen Wochen haben jedoch die Schausteller veranlasst, dass das Ohr ersetzt wird. “Wir haben es gar nicht gemerkt und wurden erst von Besuchern darauf aufmerksam gemacht”, räumt Chef-Schausteller Lorenz Kalb ein.
Nach intensiver Schnitzerei ist nun das Tier wieder vollständig. Er hat ein neues Ohr bekommen. Nun kann der Christkindlesmarkt kann beginnen.