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November 27th, 2009

Shit happens…

HundekotWissen Sie, was das drängendste Problem der großen und kleinen Nürnberger ist? Bei jeder Bürger- und Kinderversammlung kommt es hundertprozentig zur Sprache. Das Thema wird mit Entrüstung und Ekel in der Stimme vorgetragen, die Stadtoberen werden zum Handeln aufgefordert — vergeblich!

Sie ahnen es vielleicht: Es geht um Hundescheiße. Unappetitlicher geht nicht! Die Tretminen liegen überall, nicht nur in Grünanlagen, sondern auch auf Spielplätzen und Gehwegen. Wer hatte nicht schon mal Kot an den Schuhen und weiß, wie unglaublich das haftet und stinkt?

Den vorläufigen Höhepunkt der Sauerei bildet ein Vorfall, den uns eine 16-jährige Fachoberschülerin übermittelt hat. Sie war auf dem Weg von ihrer Praktikumsstelle in der Rosenau zur Englisch-Nachhilfe in der Innenstadt. Gemeinsam mit einer Schulfreundin steuerte sie, ins Gespräch vertieft, am Plärrer die U-Bahn an. Nur mit einem halben Auge sah sie auf der Treppe ins Zwischengeschoss etwas Gelbliches liegen und dachte sich, es sei ein Blatt.  Sie trat drauf, rutschte aus, stürzte und fiel rein in die weiche Masse. Schuhe, Jeans und Rucksack waren besudelt. Die Glieder waren zwar zum Glück heil geblieben, doch die Seele war tief verletzt und die Tränen liefen.

In der U-Bahn-Toilette hat das Mädchen  sich dann notdürftig sauber gemacht. Sie hat sich geschämt, mit dem ihr anhaftenden Geruch in öffentlichen Verkehrsmitteln heimfahren zu müssen. So ein Erlebnis ist fast schon traumatisch zu nennen.

Ob sich das der Hundehalter, der seinen Fifi mitten auf der Treppe kacken ließ, auch nur annähernd  ausgemalt hat? Vermutlich nicht. Welch unglaubliche Dreistigkeit gehört doch dazu, den Haufen an der Stelle einfach liegen zu lassen.   Nicht auszudenken, was alles hätte passieren können — etwa wenn ein älterer Mensch ausrutscht und sich etwas bricht.  So viel Gewissenlosigkeit gehört bestraft — nur leider erwischt man die Übeltäter eben nur selten.