Donnerstag, Februar 10th, 2011 von Jo Seuss

Goho auf der Überholspur

Ein Beispiel für Goho: das Signet für die Gostenhofer Galerie- und Ateliertage.

An die 700 Jahre hat Gostenhof mittlerweile auf dem Buckel. Und wer es nicht weiß: Das einstige Straßendorf liegt auf 315 Metern Höhe, wurde am 1.10.1825 von Nürnberg eingemeindet und verdankt seine großstädtische Entwicklung nicht zuletzt der ersten deutschen Eisenbahn und jüdischen Hopfenhändlern. Viel ließe sich noch sagen über „Gost‘nhuf“ — und wer den Namen bei der Internetsuchmaschine Google eingibt, stößt auf rund 264000 Ergebnisse.

Das klingt eindrucksvoll und ist mehr als siebenmal so viel wie bei Wöhrd, aber fast die Hälfte von Ziegelstein. Trotzdem brauchen die Gostenhofer keine Minderwertigkeitskomplexe kriegen, denn schließlich hat das Multikulti- & Künstlerviertel seit den 80er Jahren den Szene-Namen Goho, zu dem damals vor allem der Hipster-Stadtteil Soho in London bzw. New York inspiriert hatte.

Und siehe da: Wer bei Google nach Goho suchen lässt, landet satte 716000 Treffer! Und beim Durchklicken tauchen nicht nur die Atelier- und Werkstatttage auf, die Initiative „Goho bewegt sich“, der in-Goho-Guide und das neue Stadthäuser-Projekt. Vielmehr ist das Kürzel überregional bis weltweit anzutreffen: Neben Punkband und Naturholzprodukt schmeißt ein „Goho Girls“-Frauen-Frisbee-Team in Stuttgart mit Plastiktellern um sich, während an der US-Ostküste in Virginia Beach eine Firma für erlesenen Autosound sorgt.

Wir sehen: Goho ist zwischen Hopfen und Malz, Eisenbahn und Internet schnurstracks auf der Überholspur. Wohl bekomm‘s!


Sie können den Kommentaren zu diesem Posting über diesen RSS 2.0-Feed folgen. Sie können einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback von Ihrer eigenen Seite setzen.

1 Kommentar

10. Mai 2011
eric

Das Goho seit den 80ern benutzt wird ist falsch, es wurde für die Atelier und Werkstatttage eingeführt allerdings tatsächlich von den Namen des Szeneviertel in NY inspiriert.



  • − 4 = 2

    Spam Protection by WP-SpamFree