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Platzhirsche & Jazzstatuen – die wahren Helden beim Bardentreffen
Mögen im offiziellen Programm auch 60 Gruppen auf den sieben großen Podien um die Ohren der geneigten Zuhörer wetteifern: Die einzig echte und wahre Konkurrenz findet an diesen drei tollen Tagen auf dem weitläufigen Pflaster der Altstadt statt. 250 Straßenmusiker wurden diesmal von der Stadt gezählt. Bedenkt man den dichten Sound-Dschungel, den all die Trommler, Dudelsackbläser, Zupfgeiger, Leierkastendreher, Rock‘n‘Roller und Bob-Dylan-Epigonen allein am Samstagabend rund um die Lorenzkirche fabrizierten, muss man konstatieren: Es müssen weit mehr gewesen sein!
Qualitativ gab es natürlich enorme Unterschiede. Folglich wurde der ein oder andere Möchtegernbarde mit Missachtungbestraft.Andererseits lauerten in lauschigen Nebenstraßen-Nischen wunderschöne Liebeslieder oder vor der IHK-Zentrale drei Abende fast nonstop die Straßenshow von „La Boum“. Die heißen Platzhirsche zeigten einmal mehr, wie mitreißend ihr rein akustisch gespielter Folk-Ska-Indie-Mix ist!
Sehr poetisch war auch der Blues am Rand des Andrei-Sacharow-Platzes samt Verbeugung vor der früheren Bardenbühne in der Unteren Talgasse. Doch den Vogel schossen die drei Jazzstatuen ab, die kurz vor Mitternacht die Karolinenstraße zum Swingen brachten. Schlicht genial!