Gewusst? Die Brust betritt zuerst den Raum

Heute liefere ich Euch gleich zwei Zitate der Woche. Und ich weiß nicht, welches mir besser gefällt.

Erwin Huber, einstmals CSU-Generalsekretär, CSU-Wirtschaftsminister, CSU-Vorsitzender und heute vor allem CSU, räumt im Landtag mit einem jahrtausendealten Irrtum auf, das da lautet: Pecunia non olet. Es tut es doch. „Mit fremdem Geld“, hat er festgestellt, „ist gut Stinken.“ Quod erat licet iovi oder so ähnlich.

Eine wesentlich wichtigere Erkenntnis verdanken wir aber der staatstragenden Nachrichtenagentur dpa. „Die Brust betritt zuerst den Raum“, hat sie getitelt. Ein aus männlicher Sicht auf den ersten Blick durchaus begrüßenswerter Ansatz, besonders weil es um Stöckelschuhe tragende Frauen geht.

Aber, sorry, liebe dpa-Kollegen, auf den zweiten Blick allerdings ist die Vorstellung dann doch irgendwie absonderlich verstörend. Fragen drängens ich auf, und Bilder, die wir, fürchte ich, nicht mehr loswerden. Wie macht das so eine Brust? Was macht in der Zwischenzeit die zweite? Geht sie mit dem Körper einen Kaffee trinken? Wie sieht der eigentlich aus, entbrüstet, wie er ist? Und ist das nicht gefährlich für die Brust, wenn sie, zwar auf hohen Schuhen, aber doch immer noch auf Wadenhöhe in den Raum kommt? So eine Brust ist schnell übersehen. Und dann? Nach dem Desaster mit den französischen Silikonkissen wollen wir uns die Konsequenzen lieber nicht vorstellen.

Das einzig Beruhigende an der Geschichte ist: Sie spielt in München. Die Fränkinnen sind offensichtlich cleverer als ihre Münchener Kolleginnen. So weit erinnerlich, betreten sie noch immer im Ganzen den Raum und schicken nicht ihre unschuldige Brust vor. Sieht auch besser aus. Egal, ob nun auf Highheels oder in Turnschuhen. Ehrlich, Mädels!