26. April 2012 von Roland Englisch

Gewusst? Die Brust betritt zuerst den Raum

Heute liefere ich Euch gleich zwei Zitate der Woche. Und ich weiß nicht, welches mir besser gefällt.

Erwin Huber, einstmals CSU-Generalsekretär, CSU-Wirtschaftsminister, CSU-Vorsitzender und heute vor allem CSU, räumt im Landtag mit einem jahrtausendealten Irrtum auf, das da lautet: Pecunia non olet. Es tut es doch. “Mit fremdem Geld”, hat er festgestellt, “ist gut Stinken.” Quod erat licet iovi oder so ähnlich.

Eine wesentlich wichtigere Erkenntnis verdanken wir aber der staatstragenden Nachrichtenagentur dpa. “Die Brust betritt zuerst den Raum”, hat sie getitelt. Ein aus männlicher Sicht auf den ersten Blick durchaus begrüßenswerter ...weiter lesen

20. April 2012 von Roland Englisch

Ein Rechen ohne Zinken

Es sei an dieser Stelle lobend eine andere Großstadt erwähnt. Frankfurt. Dort sitzt einer, dem ist die fränkische Seele offenbar wesentlich vertrauter als den Zentralisten in München. Und deshalb werde ich an dieser Stelle mal schweigen. Und ihn reden lassen:

http://www.faz.net/aktuell/politik/franken-fahnen-im-freistaat-11723475.html

 

Weil er nämlich was hat? Richtig, weil er recht hat.

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12. April 2012 von Roland Englisch

Zu viel Sex – da ruft er die Polizei

Es ist vielleicht der Traum so manchen Mannes. Für ihn hier war es der Alptraum. In einer Kneipe hatte der Münchener eine Frau kennen gelernt. Sie erwies sich als übraus willig, ließ sich nicht lange bitten und nahm ihn mit in ihre Wohnung.

Er hätte gewarnt sein können – so leicht wie das ging. Er war es nicht. Und am Ende um eine Erfahrung reicher. Denn die vier Jahre ältere Frau wollte. Sie wollte viel, sie wollte alles und noch ein bisschen mehr. Mehrere Nummern hat er durchgestanden, berichtet die Polizei. Dann hat es ihm gereicht. Er wollte nicht mehr, wollte nur noch gehen, nach Hause, in die Kneipe, wohin auch immer.

Sie aber wollte. Wollte ihn noch lange ...weiter lesen

4. April 2012 von Roland Englisch

Die Grünen, die Kaninchen und die Affäre

Facebook ist  tückisch. Einen lustigen Kommentar geschrieben, einmal den „Daumen hoch“-Knopf gedrückt – und schon ist sie draußen in der virtuellen Welt, die Nachricht, die später noch so bitter werden kann.
Immerhin, sie kann einem zu ein wenig Popularität verhelfen. Oder doch zumindest zu öffentlicher Aufmerksamkeit. Nikolaus Hoenning zum Beispiel. Den kennt selbst in München ...weiter lesen

15. Februar 2012 von Roland Englisch

Selbsterkenntnis – das Zitat des Tages

Respekt. Die Landtagsabgeordnete Petra Dettenhöfer aus der Nähe von Weiden sitzt seit 2008 für die CSU im Landtag, und sie hat nach nur vier Jahren schon verstanden, wie Politik funktioniert. “Ich bin froh”, hat sie vorhin im Hochschulausschuss des Landtags festgestellt, “dass der Sachverstand entschieden hat. Und nicht wir.” Wenn sich ...weiter lesen

12. Januar 2012 von Roland Englisch

Von Goldfischen, Sofas und Raketen

Im Englischen Garten zu München gibt es Teiche, jede Menge Teiche, der größte so groß, dass er sich schon See nennen darf. Andere wiederum bleiben wohl für immer namenlos, weil sie kaum größer als eine Pfütze sind.

So klein sie sind, zum Lebensraum taugen sie dennoch. Irgend jemand hat in einer dieser Pfützen ein paar Goldfische ausgesetzt. Die fühlen sich wohl, treiben im Schwarm dahin, vermehren sich, ernähren sich, von was auch immer. Und bereichern den Alltag, obwohl sie sind, wo sie nicht hingehören.

Unsere Natur ist längst nicht mehr jene, die sie einst war. Rotwangenschildkröten im harmloseren, Schnappschildkröten im härteren Fall tummeln sich in den Seen, ...weiter lesen

22. Dezember 2011 von Roland Englisch

Immer der Nase nach

Es ist, sehen wir den Dingen mal ins Auge, die bittere Wahrheit: Wir sind kleine, fremdbestimmte Würstchen. Unsere Instinkte steuern uns, sie, die wir vermeintlich längst abgelegt haben als Relikte aus der tierischen Vergangenheit. Die ist uns weit näher, als wir wahrhaben.

Männer zum Beispiel. Dass sie Frauen erst auf und dann in die Augen schauen – sie können nichts dafür. Reine Biologie, Zwangssteuerung von innen. Dient dem Fortbestand der Art. Oder Frauen. Finden jedes Baby süß, egal wie hässlich es  ist. Dient auch dem Fortbestand der Art. Selbst die schmerzhafte Erkenntnis ändert nichts, dass die süßen Kleinen zwingend zu nervenden Pubertisten mutieren werden. ...weiter lesen

23. September 2011 von Roland Englisch

Ein Lob der Haxe

Das Leben in München kann schön sein, sogar für einen Franken. Wenn ich aus meinem Büro schaue, blicke ich auf die Isar, auf Enten und gelegentlich auf einen Schwan. Kulinarisch ist es erträglich hier. Um die Ecke ein passabler Inder, ein Franzose, mehrere Italiener und einige weitere Lokale, die sich regional nicht klar eingrenzen lassen.

Aber die wahren kulinarischen Genüsse verdanke ich der CSU,  tatsächlich.

Es kommt nicht allzu häufig vor, dass wir an dieser Stelle eine Partei loben. Doch diesmal muss es sein. Denn einmal im Jahr reist die CSU-Fraktion nach Kloster Banz, für drei Tage. Und während oben im Kloster in dieser wunderbar weichen fränkischen Landschaft ...weiter lesen

20. Mai 2011 von Roland Englisch

Der Selbstmord der Melonen

Ach ja, das Essen. Keine andere Nation in Europa geht derart lieblos damit um. Wir sparen uns die Qualität, stehen auf Junk Food, auf Convenience, auf Retortenmist.

Wir haben unsere Kühe auf Turbo gestilt und ihnen Euter angezüchtet, dass sie kaum noch laufen können. Puten und Hühner in den Mastbetrieben sind so sehr auf Muskelmasse getrimmt, dass sie im Leben nicht fliegen könnten. Wenigstens ersparen wir ihnen die Erkenntnis und sperren sie in so enge Ställe, dass sie es ohnehin nicht könnten.

Schweine mit 32 Rippen sind inzwischen Standard. Dabei hat die Natur nur zwei Dutzend Rippen vorgesehen. Doch die gewinnoptimierte Sau trägt acht Zusatz-Koteletts mit sich herum. ...weiter lesen

Wie verliert frau zwei Tonnen Stahl?

Weg ist schnell was. Der Ring, flutsch, vom Finger, ab in den Gulli und fort. Der Schlüssel, eben noch da, auf einmal unauffindbar. Das Handy, eigentlich garantiert in der Handtasche. Doch da klingelt es nicht. Dinge verlegen sich, verschwinden an unmögliche Orte.

Jeder kennt das Phänomen. Es wäre eine Untersuchung wert, wie viel Lebenszeit der Mensch suchend verbringt. Nicht nach dem Sinn des Lebens oder der einen wahren Liebe. Sondern nach Sachen, einfachen Dingen des Alltags. Früher gab es mal den Keyfinder. Ein Pfiff. Und das Teil piepte los. Oder auch nicht. Auch so eine Frage – gibt es den noch?

Die Fundbüros sind voll mit solchem Krempel. Und jedes Jahr im ...weiter lesen