Anti-Atom-Sex? Die sieben Irrtümer der Charlotte Roche

Christian Wulff - auch in Gummistiefeln kein Mann für Feuchtgebiete.

Christian Wulff - auch in Gummistiefeln kein Mann für Feuchtgebiete.

Diesmal war mir sicher. Ich würde Nein sagen. Und keine Zeile über Charlotte Roche schreiben. Denn plumper kann ein PR-Gag doch gar nicht sein. Den Bundespräsidenten zum Sex einladen, um das Atomgesetz zu stoppen. Lächerlich! Aber dann wurde ihr  „unmoralisches Angebot“ von Claudia Roth und vielen anderen kommentiert. Und wurde somit doch zur großen Politik.

Natürlich hat die  TV-Moderatorin und Schriftstellerin vor allem ihren eigenen Ruhm im Sinn. Gut, sie war in Gorleben mitten unter den Demonstranten. Aber sie weiß natürlich, dass in ihrer Branche vor allem Aufmerksamkeit zählt. Die jedoch hat seit dem unverständlich oft gekauften Buch „Feuchtgebiete“ aber stark nachgelassen.

Mindestens muss man ihr bescheinigen, dass sie dabei ist, wichtige  Erfahrungen der Weltgeschichte auf den Kopf zu stellen. Die alte Griechin Lysistrate organisierte mit durchschlagendem Erfolg einen Sex-Streik von Frauen beiderseits der Front, um den Frieden zwischen Athen und Sparta zu erreichen. Charlotte versucht es andersherum. Womit ihre Irrtümer beginnen.

Irrtum Nummer eins: Sie ist Christian Wulffs Typ. Falsch. Der Bundespräsident steht auf große blonde Frauen.

Irrtum Nummer zwei: Wulff ist ein Mann für Feuchtgebiete. Nö. In Gummistiefeln macht er keine besonders gute Figur. Das war Gerhard Schröder. Aber der ist Geschichte.

Irrtum Nummer drei: Sex mit Wulff beflügelt die Phantasie. Niemals. Wer seine Reden gehört hat, kann sich nicht vorstellen, dass er als  Testostron-Monster über die Matratzen turnt.

Irrtum Nummer vier: Alle Politiker sind immer geil. Keineswegs. Selbst Silvio Berlusconi dürfte bei unserer Windkraft-Kurtisane abwinken. Mit 32 ist sie entschieden zu alt.

Irrtum Nummer fünf: Alle Staatsmänner haben Macht. Quatsch. Man könnte sich zwar denken, dass Schwedenkönig Carl Gustav Charlotte Roche ganz gerne mal als Zwischenmahlzeit mitnehmen würde. Aber er hat in Sachen Atomkraft Null und Nichts zu sagen.

Irrtum Nummer sechs: Sex ist erstrebenswert. Unfug. Die Vorstände der Energiekonzerne jonglieren mit Milliardenbeträgen. Wirklich erotisch ist für sie nur das große Geld.

Irrtum Nummer sieben: Und das ist der Wichtigste: Was Männer versprechen, weil sie Sex wollen, halten sie in den seltensten Fällen. Das sollte eine 32-jährige Frau eigentlich wissen.