Posts Tagged ‘Westerwelle’

September 27th, 2011

Putin und Medwedew: Das Prinzip Dick und Doof

Die Zirkus-, Theater-, Film-, Musik-, ja die gesamte Menschheitsgeschichte ist voll von gegensätzlichen und daher (tragi-)komischen Paaren. Denken wir nur an Dick und Doof, Pat und Patachon, Starsky und Hutch, Hänsel und Gretel, Kain und Abel, Dr. Jekyll und Mr. Hyde oder an Don Quichotte und Sancho Pansa.

Sie alle zeigten uns den Facettenreichtum des menschlichen Wesens. Wahlweise nach der Devise “Gemeinsam sind wir unerträglich” oder eben “Gemeinsam sind wir unschlagbar”.

Es war eine Frage der Zeit, bis dieses Prinzip in der Politik erprobt wurde. Nach der Endphase von Helmut Kohl und keinem anderen gaben Gerd und Joschka ein recht schlüssiges Tandem ab. Bei Angela und Philipp klappt das auch ohne Guido nicht so recht.

Ein wahrhaftiges Traumpaar gibt es dafür in Russland. Dort haben der aktuelle Präsident Dmitrij Medwedew und der derzeitige Ministerpräsident Wladimir Putin beschlossen, das Land unter sich aufzuteilen. Da das Volk das Ganze offenbar mitmachen wird, werden zu bestimmten Terminen die Paläste getauscht. Wobei der “lupenreine Demokrat” Putin sehr eindeutig das Krokodil und Medwedew der Kasper ist.

Kann ein solcher ständiger Rollentausch auch bei uns funktionieren? Und falls ja, mit wem? Bitte stimmen Sie ab.

September 16th, 2011

Rösler muss sich scheiden lassen

Kann man sich Philipp Rösler mit dicken Backen und Bauch vorstellen? Schwierig, aber es ist denkbar. Denn in Berlin besteht akute Scheidungsgefahr. Also drohen ihm ein paar neue Pfunde.
Warum? Bisher galt es als ehernes Gesetz, dass Männer nur in festen Beziehungen zunehmen. Weil Frauen, die ihrerseits am Anfang gemeinsamer Lebensabschnitte runder werden, ihren Liebsten gerne füttern. Weil ihnen ein treues Dickerchen letztlich lieber ist als ein schicker Fremdgänger.
Der Wegfall der eigentlichen Ernàhrerin würde demnach, so denkt der Laie, wie eine Diät wirken. Tut es aber nicht. Nach einer Langzeit-Studie der Universität von Ohio nehmen die meisten Männer auch nach einer Scheidung zu. Der wahre Lehrsatz lautet demnach: Wer jemals in einer Beziehung war, wächst an den falschen Stellen. Egal, wie sein Leben läuft.
Soll man also Philipp Rösler zur politischen Scheidung raten? Auf jeden Fall. Denn die Krux der derzeitigen FDP-Führungsriege ist doch, dass sie alle so jung und schlank sind, dass man meint, dass sie wie aufgeputschte Windhunde jedem möglichen Thema hinterherhetzen. Dass sie heute hier und morgen da sind, dass sie unbedingt beachtet werden wollen, aber eigentlich keine Prinzipien.
Das Volk will aber auch Wohlfühl-Minister. Es sucht jemand, dem es vertrauen kann, an dem es sich ankuscheln kann. Das kann ein Brüderle gegen Westerwelle, Lindner und Bahr nicht schaffen. Rösler sollte also weg von Mutti, um dann nach einer ausgiebigen Schlemmerreise durch treudeutsche Schweinebraten-Kneipen im Genschman-Format mit gelbem Pullunder zurückzukehren.
Sie wollen Beweise für den Erfolg dieser Strategie? Schauen Sie doch mal den Gabriel an.

September 13th, 2011

Griechenland-Pleite? Wir hassen die Antike

Man kann sich zur scheinbar unvermeidbaren Staatspleite viele Informationen oder Gerüchte einverleiben. Ich bin heute mal ein gläubiger Mensch. Ich glaube daran, dass dieses Land gerade für all das Leid bestraft wird, da es Menschen wie mir in dessen Jugend angetan hat. Pythagoras, die Zahl Pi – griechische Erfindungen wie diese haben mich einst bis an den Rand einer Therapie gedemütigt. Ich habe lange gebraucht, um neues Selbstbewusstsein aufzubauen. Und jetzt stellt sich raus: Die können selber gar nicht rechnen.

“Ich liebe dieses Griechenland überall. Es trägt die Farbe meines Herzens.” Für Schwärmereien wie diese des Dichters Hölderlin ist zurzeit überhaupt keine Zeit. Wir sind sauer auf die Hellenen. Und diese fangen gerade an, uns so richtig schön zu verachten. Es hört ja auch niemand gerne, dass die harte Arbeit, die er ein Leben lang geleistet hat, in anderen Ländern eigentlich nur als Kostenfaktor gesehen wird. Es kann auch niemand begreifen, dass er nur noch sparen soll. Man mag sich gar nicht ausmalen, was bei uns los wäre, wenn wir von unserer Regierung ein ähnliches Streichprogramm vorgesetzt bekämen.

Warum aber heizt jetzt der FDP-Vorsitzende Rösler die Anti-Hellas-Stimmung an? Ja, vielleicht ist es tatsächlich eine tief sitzende Abneigung der jungen Liberalen gegen die Antike. Guido Westerwelle hatte seine Abscheu über die spätrömische Dekadenz hinausposaunt. Aber waren die Griechen – bei allem Schönen und Guten, was sie uns gebracht haben – nicht auch dekadent im Quadrat?

Das soll hier nicht vertieft werden. Jedenfalls hatte ich, hatten wir eine Rechnung offen. Die wird in diesen Tagen verbal beglichen. Aber jetzt muss es auch wieder gut sein. Pythagoras wird durch die Drachme nicht besser. Liebe Griechen, ich verzeihe Euch. Wir schaffen es!

September 5th, 2011

Keiner mag ihn. Keiner traut ihm. Es ist Guido.

Lach nur, Guido. Dich mag trotzdem keiner.

Lach nur, Guido. Dich mag trotzdem keiner.

Also, jetzt muss doch mal Schluss sein. Es kann nicht so weitergehen, dass der gesamte, in diesem Land vorhandene Hass auf die Politik auf eine einzige Person projiziert wird. Ist aber so: Guido Westerwelle ist der Giga-Mega-Anti-Typ schlechthin.

Als Moderator eines Politik-Frühschoppens habe ich das am Sonntag live erlebt. Da wurden sämtliche Aussagen von Abgeordneten von fünf Parteien gelassen zur Kenntnis genommen. Aber schon die Erwähnung des Namens Westerwelle brachte das Blut der Zuhörer in Wallung. Und als ihn FDP-Landtagsvizepräsident Jörg Rohde als “den besten Außenminister seit Genscher” bezeichnete, gab es höhnische bis wütende Proteste.

Kein Zweifel, dieser Mann kann tun was immer er will. In den Augen der Menschen macht er es falsch. Er hat das eigentlich für höchste Popularitätswerte bekannte Amt des Außenministers im öffentlichen Ansehen derart heruntergewirtschaftet, dass er in der Beliebtheitsskala ganz unten herumkrebst. Aus dem einstigen Überflieger der Liberalen ist der Maulwurf der Nation geworden. Zu seinem beiden linken Händen kommen mindestens zwei linke Füße.

Ist es gerecht? Zunächst: So schlecht kann er seine Arbeit gar nicht machen, als dass die Komplett-Ablehnung der Menschen gerechtfertigt wäre. Aber Guido Westerwelle ist eben so ein Typ, der wahrscheinlich schon als Kind keine Spielgefährten gefunden hat. Ein Großmaul mit Hang zur übertriebenen Selbstdarstellung. Ob er nun 18-Prozent auf seine Schuhsohlen malte, im Big-Brother-Container auftauchte oder mit einem Gaga-Mobil auf Wahlkampftour ging oder das blödsinnige Wort von der “spätrömischen Dekadenz” in die Welt setzte.

Keiner mag ihn. Keiner will ihn mehr. Keiner findet ihn gut. Der ehemalige CSU-Halbgott Franz-Josef Strauß meinte mal: “Everybody’s darling is everybody’s Rindviech”. Mancher schafft Letzteres, ohne jemals Darling gewesen zu sein.

Für Interessierte hab ich das noch: http://www.istwesterwellenochimamt.de/
und die von mir gegründete Facobook-Gruppe “Schickt Guido Westerwelle auf die Alm”. http://www.facebook.com/groups/257545684265515/

August 1st, 2011

Die Welt riecht besser – aber früher war sie cooler

Als James Dean qualmte, galt rauchen noch als cool.

Als James Dean qualmte, galt rauchen noch als cool.

Seit einer kreativen Sternstunde des Sängers Elton John wissen wir, dass “Sorry” das härteste Wort der Welt ist. Wir tun uns schwer, einfach so mal zuzugeben, dass wir auf dem falschen Dampfer waren. Heute ist für mich der Tag dieser Demutsgeste gekommen: Das Rauchverbot in Bayern war nicht völlig falsch.

Fast drei Jahre hatte bei uns ein Glaubenskrieg getobt. Seit genau einem Jahr nun gibt es die vom gesundheitsbewussten Teil des Volkes gewollten strikten Regeln. Und es hat sich viel verändert. Die Raucher sind – der billigen Schmuggelware sei Dank – zwar noch nicht zur völlig unbedeutenden Randgruppe geworden. Aber sie sind netter und rücksichtsvoller als noch vor ein paar Jahren. Sie stellen sich zum Beispiel in die Rauchfrei-Quadrate auf den Bahnhöfen und nehmen mit bewundernswertem Gleichmut in Kauf, wie bescheuert das aussieht.

Und doch fehlt etwas. Nämlich diese mit Unbelehrbarkeit und Krebsverachtung gepaarte Lässigkeit der Raucher. Es fehlen die Qualmer, die in ihrer Stammkneipe beim Abfackeln ihres Tabaks den Gang der Dinge analysierten, kreativ-sarkastisch in die Zukunft schauten, dabei ordentlich becherten und am nächsten Tag mit einem schweren Kopf und dunklen Augenringen aufwachten. Oder die sich bei einem Glas Rotwein an kubanischen Pralinen verlustierten. Menschen, die anders waren, als die heute so sehr als Vorbild gepriesenen Marathonläufer.

Kurzum, die Welt riecht besser – aber früher war sie cooler. Die Zeiten für Dichter und Denker sind schwierig geworden. Aber in einem Land, in dem sich die Leute freiwillig von Merkel, Westerwelle und Seehofer regieren lassen, muss das vielleicht so sein.

April 5th, 2011

Philipp, Sylvie, Gabi? Wen braucht die FDP?

Schon lustig, diese FDP. Jetzt haben sie ihren „Igitt-Faktor-Mann“ Guido Westerwelle weg – und wissen nicht mehr weiter. Also helfen wir. Suchen wir den/die ideale/n Nachfolger/in.

Offenbar läuft alles auf Philipp Rösler zu. Für ihn spricht, dass er alles Leid dieser Welt mit asiatischer Gelassenheit kommentieren kann. Außerdem erinnert er stark an Harry Potter, spricht also belesene junge Frauen an. Und Lord Voldemort alias Wolfgang Schäuble ist auch ruhiger geworden.

Heiße Kandidatin Nummer 2: Sylvie van der Vaart. Die FDP war Spaßpartei immer am angenehmsten. Und außerdem
feierte sie große Erfolge, wenn sie hübsche, aber politisch unbedarfte Frauen ins Rennen schickte. Wie zuletzt mit “Katja” in Hamburg.

Rainer Brüderle darf nicht vergessen werden. Ein Politiker, der für alle Gelegenheiten eine Kiste Wein im Schreibtisch hat, ist überall gerne gesehen. Außerdem steht er als schwatzhafter Geselle für eine Öffnung der Partei.

Arnulf Baring wäre der Gegenentwurf zu Sylvie van der Vaart. Aufgrund seines Alters ein Übergangskandidat, glänzt er durch notorische Empörung. Als gut trainierter und viel gebuchter Talk-Show-Gast ist er attraktiv.

Schließlich Gabriele Pauli: Ist als brave bayerische Landtagsabgeordnete in Vergessenheit geraten. Ist aber immer bereit, wenn ein heikler Führungsjob zu vergeben ist. Ihre Esoterik-Erfahrung sollte der richtunglosen FDP beim geistig-moralischen Neuanfang helfen.

März 19th, 2011

Guido Westerwelle – konsequent inkonsequent

Gerade Politiker(innen) der derzeitigen Bundesregierung reden gerne davon, wie wichtig Werte für Individuum und Gesellschaft sind.  Worum es sich dabei handelt, haben wir als Kinder so gelernt: In vergleichbaren Situationen verhalten sich andere Menschen (speziell unsere Eltern)  nach übersichtlichen Regeln. Enttäuscht hat uns hingegen, wenn Versprechen nicht eingelöst oder Ankündigungen heiße Luft waren.

Natürlich: Konsequentes Verhalten kann der schwierigere Weg sein. Wer sich anpasst, anstatt den eigenen Standpunkt zu vertreten, hat es oft leichter. Wer mit den Wölfen heult, hat weniger gefährliche Feinde. Wer Konflikten aus dem Weg geht, lebt sicherer.

Viele glauben das und leben danach. Aber manchmal macht man damit eine ganz schlechte Figur. So wie Außenminister Guido Westerwelle mit seiner Enthaltung bei der Abstimmung des UN-Sicherheitsrates über eine Flugverbotszone über Libyen.

März 14th, 2011

Merkels Weg: Vom Aussitzen zum Aussetzen

In früheren Zeiten galt das “Aussetzen” allgemein als unmoralische Handlung. Man verwendete dieses Wort in Zusammenhang mit Haustieren, die zum Beispiel auf Parkplätzen ihrem Schicksal überlassen wurden. Die Gesellschaft war sich einig in der Ablehnung dieser Unsitte. Allen war klar: Wer aussetzt, hat einen schlechten Charakter.

Bis Angela Merkel kam. Seitdem sie Guido Westerwelle an ihrer Seite hat, ist das Aussetzen zur Grundlinie der deutschen Politik geworden. Wehrpflicht? Ausgesetzt. Steuersenkungen? Zunächst ausgesetzt. Gesundheitsreform? Entscheidung ausgesetzt.

Und nun also das Prinzip bei der Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke. Gut, es war klar, dass angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen so etwas kommen musste. Aber es ist nicht logisch. Denn gerade vor dem Beschluss, die “Brückentechnologie” viele Jahre länger zu nutzen, hätte es eine genaueste Überprüfung der Sicherheit geben müssen. Das war wohl nicht der Fall.

Und wie war es früher? Angela Merkels Vor-Vorgänger Helmut Kohl hatte auch seinen eigenen Politikstil. Den nannte man “Aussitzen”. Ist demnach in der konservativen Politik seit 1998 lediglich ein Vokal nach vorne gerutscht? Und kommt in einigen weiteren Jahren dann logischerweise das “Aussatzen”? Das klingt schon mal unappetitlich. Wir sollten es nicht wollen.

Ein kleiner Hinweis sei der Kanzlerin gegönnt. Wer bei Gesellschaftsspielen aussetzt, wird meistens abgehängt.

Januar 20th, 2011

Der Triumph des Aufschwunggrinsers

Unser Leben könnte so schön sein – wenn nur unser Misstrauen nicht so arg an unseren Seelen nagen würde. Da sind wir in Scharen zur FDP übergelaufen, weil wir die Aussicht auf “Mehr Netto vom Brutto” so toll fanden. Dann hat das nicht gleich geklappt, wir haben auf der Stelle den Glauben verloren und sind woanders hin. Doch jetzt zeigt sich: Die Partei von Guido Westerwelle hält Wort. Steuerzahlern winken – und zwar kurzfristig ! – bis zu drei Euro im Monat.

Januar 18th, 2011

“Alternativlos” steht für Denkverbote

Leute, denkt und redet doch, was Ihr wollt. Sammelt Unterschriften und geht demonstrieren. Das ist egal: So, wie die Obrigkeit sagt, wird es gemacht. Denn so ist es “alternativlos”. Das müsst Ihr verblendeten “Wutbürger” wissen.

Eigentlich kommt das neue “Unwort des Jahres” harmlos daher. Schließlich ist jedem klar, dass man bei manchen Sachen doch nichts ändern kann. Das war schon immer so. Zum Modewort wurde “alternativlos” allerdings erst im vergangenen Jahr. Und zwar in Zusammenhang mit dem Euro-Rettungsschirm.

Dezember 20th, 2010

Fast drei Prozent: Guido darf von Bord

Wie lange bleibt er? Wann fällt er um? Es scheint so, als habe ganz Deutschland einstimmig beschlossen, dass Guido Westerwelle unverzüglich abzuservieren ist. Obwohl für seine Partei die Abkürzungs-Variante “fast drei Prozent”  wahr zu werden scheint, hält der FDP-Vorsitzende  dagegen. Er streckt trotzig das Kreuz durch und verkündet mit fester Stimme: “Ich verlasse das Deck nicht, wenn es stürmt”.

Was will er uns damit sagen? Zunächst einmal ist sicher, dass sich Westerwelle zum Montagsauto unter den deutschen Außenministern entwickelt hat. Es ist schon eine hohe Kunst, ständig den Mächtigsten der Mächtigen die Hände zu schütteln, das globale Geschehen ein Stück weit mitzulenken, und trotzdem unbeliebter zu sein als Gregor Gysi oder Horst Seehofer. Dramatische Fehlbesetzung, würde man im Theater sagen.

November 29th, 2010

Vergesst den Spiegel! “Dübelleaks” hat alles schon enthüllt.

Gut, jetzt ist es raus: Ich bin ein Staatsfeind! Denn wenn ich mir die Aufregung um den Super-Geheimpapier-Skandal mit den von Wikileaks geklauten Dokumenten sehe, wird mir ganz schwummrig. Ich habe das alles nämlich schon selber geschrieben. Dübelleaks war den Amis und damit der globalen Zeitrechnung weit voraus.

Als wahrhaftige Alternative zum Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” will ich nur einige Beispiele zum Nachlesen anbieten. Am 30. August dieses Jahres nannte ich Angela Merkel die Chefin im Wartehaeuschen. Bereits am 10. Juli hatte ich einen Draufhau-Tisch für Mutti gesucht. Und am 24. März 2009 (1) hatte ich gefragt wieviel Langweile seitens der Kanzlerin zu ertragen ist.

Horst Seehofer habe ich mit dem Beitrag “Der Umfragewerte-Konservative” am 9. August 2010 hinreichend beschrieben. Und dass Guido Westerwelle gelegentlich der Gaul durchgeht stand am 9. Februar 2010 im Beitrag über “anstrengungslosen Wohlstand”.

Was lernen wir aus dem aktuellen “Skandal”? Zum Beispiel, dass es in der Menschheit offenbar eine grenzenlose Naivität gibt. Es ist doch völlig klar, dass Außenministerien die Politiker anderer Länder bewerten. Und es ist auch klar, dass dabei nicht alle gut wegkommen. Den/die perfekte Staatsmann/Staatsfrau gibt es ja nicht.

Wir lernen weiter, dass es eine himmelschreiende Ungerechtigkeit ist, dass nicht ich, sondern der Irokesen-Gockel Sascha Lobo zu Anne Will eingeladen wurde.

Und wir lernen, dass es scheinbar keine echten Skandale gibt, wenn der Wikileaks-Krampf derart hohe Wellen schlägt. Ich finde, man sollte das Sparpaket der Bundesregierung genauer anschauen. Da steckt viel mehr Stoff drin, als in einem Diplomaten-Gekritzel…

Oktober 29th, 2010

Die Alufolie ist viel wichtiger als Merkel

Einer der schlimmsten Vorwürfe gegenüber der Politik ist der Satz, dass das ganze Geschehen im Raumschiff Berlin nichts, aber auch gar nichts, mit der Wirklichkeit zu tun habe. Die Menschen da draußen hätten doch ganz andere Probleme als die Politikerinnen und Politiker. Aber sind die vereinigten Staatenlenker überhaupt so bedeutsam, so unverzichtbar für uns? Versuchen wir eine Antwort anhand zweier aktueller Jubiläen: Ein Jahr schwarz-gelbe Koalition und 100 Jahre Alufolie.

Nun wird Frau Merkel und Freunden von vielen Menschen vorgeworfen, sehr schlecht gestartet zu sein und nach einem kurzzeitigen “Herbst der Entscheidungen” ähnlich schwach weiterzumachen. Aber: Hunderttausende Menschen sehen dank der Beschlüsse der Bundesregierung einer besseren Zukunft entgegen.

August 30th, 2010

Angela Merkel: Die Chefin im Wartehäuschen

Wenn es aufwärts geht, ist alles gut. Wenn die Kurve nach unten zeigt, sind Chef oder Chefin schuld. So stellt man sich das derzeit mit Blick auf die Bundesregierung vor. Angela Merkel hat seit einem Jahr kaum eine Kurve gekriegt. Es kommt scheinbar immer anders, als sie es gerne hätte.

Juni 17th, 2010

Mixa, Gsell und Knöllchen-Horst: Hier gibt es nur Verlierer

Nach 516 Beiträgen in diesem Blog muss es auch einmal erlaubt sein, zu jammern. Das tue ich hiermit. Aber warum? Weil ich ständig über gescheiterte Menschen schreiben muss. Individuen, die abstürzen und einfach nicht mehr hochkommen. Oder die sich als noch dümmer erweisen, als man allgemein gedacht hatte. Meint hier jemand, das macht auf Dauer Spaß?