Der deutschen Einheit fehlt der Kuschelfaktor (mit Karaoke-Hymne)

„Hach! Früher war doch alles besser!“ Dieser Ruf erklingt jetzt gerade wieder besonders laut. Weil vor 20 Jahren der Vertrag zur deutschen Wiedervereinigung unterschrieben wurde, melden sich diejenigen zu Wort, die die alten Zustände wieder haben möchten. Und die gibt es auf beiden Seiten der früheren Todesstreifen.

Die deutsche Einheit wirkt auf eine paradoxe Art. Vor allem sollte sie ein Zugewinn an Heimat sein. Doch zugleich fehlt ihr der Kuschelfaktor. Was klein und niedlich ist, ist unwichtig geworden. Mäßig bedeutende Ereignisse lassen sich nicht mehr auf ein identitätsstiftendes Format aufblasen.

Wir im Westen spüren das, wenn es um die Politik geht. Weiter lesen