Esst Fleisch. Salat macht Bäuche dick

Worüber soll man bloß schreiben, in diesen potenziellen Vor-Trump-Zeiten? Wir sind gelähmt, selbst der Dax zittert angstvoll im Angesicht des Milliardärs. Krisenstimmung herrscht – und dazu passt diese Nachricht: Pflanzenfressene Säugetiere haben dickere Bäuche als Fleischfresser.

Das sägt an tragenden Säulen unseres Weltbildes. Hatten wir doch die Hoffnung, dass wir, wenn alle Diäten versagt haben, immer noch Veganer werden können. Dann, so unsere Vorstellung, würden die Pfunde einfach so dahinschmelzen.

Freunde von Currywurst und Bier stellen sich ja Veganer immer auffallend schlank, hohlwangig und schulterknochig vor, chronisch unterernährt eben. Dicke Menschen bringen sie mit Kohlrabi und Spinat niemals in Verbindung.

Aber die Wahrheit ist eine andere. Wie Forscher aus Berlin und Zürich herausgefunden haben, ist pflanzliche Kost vergleichsweise schwer verdaulich. Deshalb braucht das Essen größere Zwischenlager im Körper. In der Tierwelt führt das dazu, dass Vegetarier in der Regel nicht nur dicker, sondern auch deutlich größer sind als Fleischfresser. Schlimm für den, der, wie so viele, eh schon untergroß ist.

Vielleicht passt die Tier-Studie aber nicht zum modernen Menschen. Denn wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben, dass wir viel zu vegetarisch leben. Wir sitzen herum, schauen in die Fernseh-Landschaft und kauen ohne Pause. So wie es Pflanzenfresser tun.Vom Leben der Raubtiere, die schlank sind, weil sie der Beute nachrennen müssen, ist bei uns nicht mehr viel übrig. Am Einkaufswagen verbrennt man keine Kalorien.

Was aber hat das alles mit Donald Trump zu tun? Gemäß der Studie gilt die Bauch-Regel nicht bei den Dinosauriern. Da waren Fleisch- und Pflanzenfresser von Natur aus gleich dick. Und ein 70-jähriger Jobbewerber kann schon so gesehen werden.