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Keine Sorge, die nackten Mädchen wandern nur
So, Haken dahinter: Der internationale Frauentag ist auch wieder geschafft. Jetzt noch amMuttertag Pralinen verschenken. Dann war’s dann wieder mit der Frauenfreundlichkeit, bis zum Valentinstag 2013. Man darf es mit der Gleichberechtigung nicht übertreiben. ZumGlück haben Aktionstage keine Folgen. Ach! Und was ist mit der Revolution bei “Bild”?
Da hat doch Deutschlands größte Boulevard-Zeitung tatsächlich von einem Frauentag auf den anderen das Seite-1-Mädchen abgeschafft. Dabei war doch die Kombination aus nackter Haut und neckischen Texten eines der wichtigsten Kauf- oder zumindest Hinguck-Argumente. Über 5000 Mal waren hüllenlose Schöne zu betrachten. Was haben sich die Herren der Redaktion (die Frauen hatten am 8. März frei) dabei bloß gedacht?
Vielleicht wollten sie beweisen, dass Frauenrechte auch durch Frauenversteher gewährleistet werden können. Wäre das so, könnte man sich die Debatte um Quoten für redaktionelles Führungspersonal sparen. Und kennen wir es nicht auch von Seminaren oder Unternehmensberatungen, dass die besten Ideen meistens “jemand von außen” hat?
Vielleicht plant “Bild” lediglich Brustvergrößerungen. Da auf der Titelseite wegen zurücktretender Bundespräsidenten, fistelstimmiger Castings-Stars, Helden des Sports und sonstigen Katastrophen immer drangvolle Enge herrscht, eröffnet das Verlegen des Nackig-Girls auf Seite 3 neue gestalterische Möglichkeiten. Man kann dann so ein schönes Strapsbild ja auch mal ganz groß bringen.
Vielleicht geht es aber nur ums Geld. Die Verkaufszahl der “Bild”-Zeitung im vierten Quartal ist von 2010 auf 2011 um 6,8 Prozent zurückgegangen. Glaubt man also, dass die Gelegenheitsgaffer zu zahlenden Kunden werden, wenn sie das Blatt am Kiosk in die Hand nehmen und umblättern müssen? (“Lesen verpflichtet zum Kauf”)
Denken wir in Ruhe drüber nach. Sicher dürfte aber sein, dass es sich bei der großen Frauenaktion um Heuchelei handelt. “Bild” ohne nackte Haut und ohne die Sex-Beichten von A- bis F-Promis ist für das breite Publikum so interessant wie ein Fußballspiel ohne Ball und Zalando ohne Schuhe.
Also Männer: Haken dahinter. Die Bild-Zeitung bleibt, wie und was sie ist. Und der nächste Internationale Frauentag kommt ganz bestimmt.
Von der Sex- zur Steuersteuer
Zu den edelsten Rechten der Kommunen zählt das Steuerfindungsrecht. Jede Stadt könnte, wenn sie es denn wollte, eine Abgabe auf Hauskatzen, Papageien oder Goldfische einführen. Bei uns in Nürnberg wäre auch eine Bratwurststeuer ein lukratives Geschäft. Die Stadt Bonn hat nun die Prostituierten als Geldquelle entdeckt.
Die Huren auf dem Straßenstrich müssen künftig vor Arbeitsbeginn ein “Steuerticket” ziehen. Sechs Euro kostet der Zettel, der aus einem umgebauten Parkscheinautomat gezogen wird. Dieser berechtigt die Prostitutierten zu einer “Betriebszeit” von 20.15 bis 6 Uhr.
Selbstverständlich will die Stadt Bonn durch ihre Straßenstrichsteuer niemand schröpfen. Sagt sie. Es gehe vielmehr darum, “Steuergerechtigkeit” herbeizuführen. Schließlich müssten auch stationäre Bordell-Prostituierte Geld abführen. Dass jährliche Einnahmen von 300.000 Euro erwartet werden, ist demnach nur ein netter Nebeneffekt. Ein Gerechtigkeitsbonus, sozusagen.
Nun könnte man fragen, ob eine Stadt, die sich an der Prostitution bereichert, nicht selbst zur Zuhälterin wird. Aber das ist Quatsch. Wer Kindergärten, Schulen und Sportplätze finanzieren will, muss eben dort hinlangen, wo etwas läuft. Auf dem Volksfest mit der Biersteuer, bei Starbucks mit der Kaffeesteuer, in der Schnapsbar mit der Branntweinsteuer, in Wäldern und auf Wiesen mit der Jagd- und Fischereisteuer, an unseren Arbeitsplätzen mit der Vergnügungssteuer, in den Werbeagenturen mit der Drei-Tage-Bart-Steuer, in den Stadien mit der Jubelsteuer, in den Dixie-Klos mit der Urinsteuer, in Vorgärten mit der Spatzensteuer und in Kirchen mit der Leuchtmittelsteuer auf Kerzen.
Sie finden, das alles geht zu weit? Quatsch, alle diese Abgaben gibt es oder hat es so oder so ähnlich schon irgendwann gegeben.
Sie sind deshalb froh, dass es das schlimmste fiskalische Folterinstrument nicht gibt, die Steuersteuer auf alles, was Steuern kostet? Auch Quatsch. Auch die gibt es, sie heißt nur eleganter Mehrwertsteuer. Aber die kriegen Bund und Länder. Da sind die Kommunen nicht schuld. Ausnahmsweise.
Die Saftschubse verleiht den Hormonen Flügel
So allmählich müsste doch auch dem schlimmsten Betonkopf klar sein, dass es keine Frage des Geschlechts ist, ob jemand Spitzenleistungen bringt oder auf der ganzen Linie versagt. Die Weltpolitik etwa hat sich doch nicht wirklich verändert, seit immer mehr Frauen am Ruder sind. Außer vielleicht, dass in immer mehr Ländern das Haushaltsgeld fehlt.
Aber die Männer haben diese Erkenntnis geistig-moralisch noch nicht vollzogen. Dies beweist gerade eine neue Umfrage zum Thema „Welche Frauenberufe finden Männer sexy?“.
Hier zeigt sich, dass es den Herren völlig ausreicht, wenn sie die Chefin daheim haben. „Managerin“ kommt in den Top Ten nämlich nicht vor. Dafür beflügelt das Gesundheitswesen die Phantasie der Männer. Wobei das erotische Wesen besser als Krankenschwester (Platz 4) denn als Ärztin (Platz 7) daherkommt. Die Sekretärin (Platz 6) landet erstaunlicherweise hinter der Pilotin.
Naheliegend war die Einschätzung der Umfrage-Teilnehmer, dass Hostessen meistens sexy sind (Platz3). Auf dem zweiten Platz sind die Fitnesstrainerinnen gelandet.
Aber dann, die Siegerinnen: Stewardessen! Da überlegt man sich doch, was so unfassbar scharf ist an Frauen, die gestenreich die Notausgänge erklären, immer den kürzesten Weg zum Klo zeigen können und kistenweise Tomatensaft durch die Gegend fahren.
Ich weiß es nicht. Und finde das Umfrage-Ergebnis sowieso tragisch. Denn wir Männer finden uns damit ab, dass die die tollsten Frauen in 10.000 Metern Höhe herumschweben. Ach, wer verleiht uns Flügel?
Die böse Fünf bedroht uns alle
Traditionell gilt die 13 als Unglückszahl. Die wahre Bedrohung ist jedoch die Fünf. Vieles, was schlimm ist, hat mit dieser Zahl zu tun. Trunksucht, Mobbing, Burnout, Fasching…
Das Geheimnis der “Heißen Füße”
Eigentlich ist der 7. April ein wunderbares Datum. Es ist der Weltgesundheitstag. Also ein Tag, an dem wir uns darüber freuen sollten, dass wir gesund sind. Bloß, wir sind es nicht. Das sagen uns Listen mit Selbsthilfeguppen.
Selbstverständlich ist es wunderbar, wenn sich Menschen gegenseitig unterstützen. Geht man allerdings danach, wen diese Vereinigungen nach eigenen Angaben aus der Not retten wollen, läge die Bevölkerungszahl in Deutschland deutlich über 300 Millionen. Schließlich widmet sich jede dieser Gruppen immer auch einer “Dunkelziffer” nicht geouteter Leidender. Erst recht dann, wenn Selbsthilfe von der Pharmaindustrie initiiert wurde, weil es ein neues Medikament gegen noch nicht entdeckte Krankheiten gibt.
Aber zur Sache: Was gibt es überhaupt? Die offizielle Liste der mittelfränkischen Selbsthilfegruppen listet 619 Autosupportteams auf. So etwa die Gruppe “Absolute Beginners”. Sie kümmert sich um “Menschen ohne Beziehungserfahrung”. Im Fernsehen nennt sich das “Bauer sucht Frau”.
Interessant auch die Frauengruppe für “Offensives Altern”. Wenn dort das trainiert wird, was ich mir so vorstelle, dann ist das eine Kaderschmiede für solche Seniorinnen, die wir im Supermarkt und am Strand so fürchten. Laut, extrem gut gelaunt – also sozusagen Fälle für die Gruppe Hyperaktivität “Struwwelpeter”.
Etwas rätselhaft begegnet uns die Gruppe “Zwänge Bayern”. Auf ihrer Homepage gibt es Klicks zu folgenden Themen: Computer, Arbeit, Jahreswagen, Englisch lernen, günstige kredite, spiel spiele, film school,
email account, mba, karriere. So viel Zwang war nie. Vor allem vor “mba” kann ich nur warnen.
Und während sich zwei mittelfränkische Gruppen für “verlassene Eltern” durchaus einer regen Anfrage erfreuen dürften, ist der Gründer der Selbsthgilfegruppe “Heiße Füße Nürnberg” bislang ein Einzelbetroffener.
Was sagt uns all dies? Mit der Gesundheit ist es genauso wie mit dem Glück. Sie ist schon da, aber nie so ganz. Und Gesundheit ist wie das Leben überhaupt. Es kommt immer was dazwischen. Gottseidank ist Hilfe niemals weit.
Ein alter Depp wird nie mehr schlau
In dieser bösen Welt der irren Diktatoren, streikenden Lokführer und raubkopierenden Minister sehnt sich unser Herz heftig nach Menschen, die uns diebische Freude bereiten, ohne Schaden anzurichten. Zum Glück, es gibt sie. Nämlich alte Männer, die sich wegen junger Frauen zum Deppen machen. So wie Richard Lugner.
Der verknitterte österreiche Baulöwe führt uns den klassischen Verlauf eines Niedergangs vor.
Kinderlos im Duft der Rosen
Da war er also wieder, der „Tag der Liebenden“. Massenhaft sind sich Menschen im Gedenken an Bischof Valentin im Duft der im Pestiziddunst gepflückten Rosen in die Arme gefallen. Aber ob das gegen die Überalterung dieser Gesellschaft wirklich etwas hilft? Eher mal nicht. Die Geburtenquote wird wegen den Blumensträußen nicht explodieren.
Sage keiner, die Regierung habe es nicht probiert. Ursula von der Leyen hat mächtig Geld herbeigeschaufelt, um die Zeugungs- und Gebärfreude im Land zu fördern. Ihre Nachfolgerin Kristina Schröder geht sogar höchstpersönlich mit gutem Beispiel voran. Und stürzt sich ins Abenteuer Elternschaft, obwohl Sie und ihr Ehemann von läppischen knapp 20.000 Euro brutto im Monat leben müssen.
Aber was lässt die Menschen so sehr verzagen, was treibt sie in die Windelphobie?
Grüß die Elche, Carl Gustav!
Das hätte sich der Schwedenkönig so gedacht. Zuerst werden ungeheuerlichste Vorgänge in ungeheuerlichsten Sexclubs enthüllt. Dann tritt dieser Carl Gustav am Freitag gemeinsam mit der betrogenen Königin bei einer Benefizveranstaltung namens “World Child and Youth Forum” auf. Weil er meint, dass ein kurzes “Schwamm drüber” reicht? Nein, nein, Majestät. Jetzt wird abgerechnet.
Wir wollen dem Leben dieses Mannes nicht grundsätzlich eine gewisse Tragik absprechen. Da repräsentiert sich einer durch die Weltgeschichte, genau wissend, dass ihn eigentlich niemand braucht. Nicht jeder Vertreter des Adels wird schließlich Verteidigungsminister. Was also soll der oberste Feingeborene des “Konungariket Sverigie” (Königreich Schweden) tun, als sich dramatisch zu langweilen?
Schwer hat er es wegen seines Namens: Die Bedeutung von Karl ist nicht genau geklärt. Erklärungsversuche sind „Mann, Ehemann“ (aus dem Althochdeutschen abgeleitet) oder „freier Mann“ (nach dem mittelniederdeutschen kerle). Das ist, mit Verlaub, ein Widerspruch in sich beziehungsweise eine völlige Unmöglichkeit. Vielleicht hat er sich aber auch an seinem Zweitnamen “Gustav” orientiert.
Und hat die altschwedische Übersetzung – “Stab Gottes” – so verstanden, dass es zu seinem Job gehören würde, gelegentlich ein paar Mädels durchzunudeln? Kann ja eh nicht so schlimm sein. Erstens ist Schweden ein mega-tolerantes Land. Zweitens war es lange genug sowieso ein Qualitätsmerkmal eines respektierten Herrschers, dass er sich jederzeit und in jeder Hinsicht als potent zu erweisen wusste. Hätte sich im 18. Jahrhundert irgendjemand über die Fremdgängerei des Herrschers beschwert? Niemals. Man hätte ihn als tollen Hecht angesehen. Das wäre wahre Tradition!
Alles erklärt und entschuldigt, somit? Nein! Denn da hat einer “unsere” Silvia betrogen. Also erwarten wir Wiedergutmachung.
Die deutschgeborene Königin sollte sich scheiden lassen. Da es sich bei ihrer Hochzeit mit Carl Gustav um eine Liebesheirat gehandelt haben soll, müssten die beiden in einer Zugewinngemeinschaft leben. Somit stünde Silvia im Falle einer Trennung ein erheblicher Teil Schwedens zu, welcher umgehend nach Deutschland eingegliedert werden sollte. Mit unserer Königin als Ministerpräsidentin auf Lebenszeit.
Schweden ist um ein gutes Viertel größer als Deutschland, kann also was hergeben. Vorschlag zur Güte: Wir nehmen den Süden mit schönen Städten wie Malmö oder Helsingborg. Was die Hauptstadt Stockholm und den menschenleeren Norden angeht, wollen wir mal nicht so sein. Grüß die Elche, Carl Gustav!
Anti-Atom-Sex? Die sieben Irrtümer der Charlotte Roche
Diesmal war mir sicher. Ich würde Nein sagen. Und keine Zeile über Charlotte Roche schreiben. Denn plumper kann ein PR-Gag doch gar nicht sein. Den Bundespräsidenten zum Sex einladen, um das Atomgesetz zu stoppen. Lächerlich! Aber dann wurde ihr “unmoralisches Angebot” von Claudia Roth und vielen anderen kommentiert. Und wurde somit doch zur großen Politik.
Natürlich hat die TV-Moderatorin und Schriftstellerin vor allem ihren eigenen Ruhm im Sinn. Gut, sie war in Gorleben mitten unter den Demonstranten. Aber sie weiß natürlich, dass in ihrer Branche vor allem Aufmerksamkeit zählt. Die jedoch hat seit dem unverständlich oft gekauften Buch “Feuchtgebiete” aber stark nachgelassen.
Mindestens muss man ihr bescheinigen, dass sie dabei ist, wichtige Erfahrungen der Weltgeschichte auf den Kopf zu stellen. Die alte Griechin Lysistrate organisierte mit durchschlagendem Erfolg einen Sex-Streik von Frauen beiderseits der Front, um den Frieden zwischen Athen und Sparta zu erreichen. Charlotte versucht es andersherum. Womit ihre Irrtümer beginnen.
Irrtum Nummer eins: Sie ist Christian Wulffs Typ. Falsch. Der Bundespräsident steht auf große blonde Frauen.
Irrtum Nummer zwei: Wulff ist ein Mann für Feuchtgebiete. Nö. In Gummistiefeln macht er keine besonders gute Figur. Das war Gerhard Schröder. Aber der ist Geschichte.
Irrtum Nummer drei: Sex mit Wulff beflügelt die Phantasie. Niemals. Wer seine Reden gehört hat, kann sich nicht vorstellen, dass er als Testostron-Monster über die Matratzen turnt.
Irrtum Nummer vier: Alle Politiker sind immer geil. Keineswegs. Selbst Silvio Berlusconi dürfte bei unserer Windkraft-Kurtisane abwinken. Mit 32 ist sie entschieden zu alt.
Irrtum Nummer fünf: Alle Staatsmänner haben Macht. Quatsch. Man könnte sich zwar denken, dass Schwedenkönig Carl Gustav Charlotte Roche ganz gerne mal als Zwischenmahlzeit mitnehmen würde. Aber er hat in Sachen Atomkraft Null und Nichts zu sagen.
Irrtum Nummer sechs: Sex ist erstrebenswert. Unfug. Die Vorstände der Energiekonzerne jonglieren mit Milliardenbeträgen. Wirklich erotisch ist für sie nur das große Geld.
Irrtum Nummer sieben: Und das ist der Wichtigste: Was Männer versprechen, weil sie Sex wollen, halten sie in den seltensten Fällen. Das sollte eine 32-jährige Frau eigentlich wissen.
Kristina S., die Schutzheilige der Männer!
Und wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. Ja, so ist es im Leben. Da war ich quasi gerade fertig mit meiner Betrachtung zum gesellschaftlichen und sonstigen Abstieg des männlichen Geschlechts, da schüttet eine wahrhaftige Ministerin ein Füllhorn voller Trost über uns aus. Indem sie der Welt mitteilt, dass es normal ist, wenn Frauen unten liegen. Und dass diese selber schuld seien, wenn sie nicht hochkommen.
Nachdem Frau Schröder îm Juli den monatlichen Treff der Nürnberger Twittergemeinde besucht hatte (siehe hier), waren die Kommentare der Anwesenden geteilt. Sie, die den selbst ernanntenKinderporno-Fahnder Jörg Tauss von Platz 1 der einflussreichsten Twitter-Politiker verdrängt hat, wurde als nett, putzig oder auch als ein bisschen doof erlebt. Keinesfalls aber als Staatenlenkerin, die anderen Menschen nachhaltig Orientierung geben könnte.
Das hat sich jetzt geändert: Es ist nicht überliefert, dass sich vor ihr eine Ministerin oder ein Minister in einer derart schonunglosen Offenheit zum Thema Geschlechtsverkehr geäußert hätte. „Zum Beispiel, dass der heterosexuelle Geschlechtsverkehr kaum möglich sei ohne die Unterwerfung der Frau. Da kann ich nur sagen: Sorry, das ist falsch”, lautete eine ihrer Anmerkung, mit der sie sich scharf von der langjährigen Chef-Feministin Alice Schwarzer abgrenzte. Denn es sei absurd, wenn etwas, das für die Menschheit und deren Fortbestand grundlegend sei, per se als Unterwerfung definiert werde.
“Gut gesprochen”, sagt man da als Mann. Auch wenn man Alice Schwarzer ohnehin nicht unterwerfen möchte und irgendwo schon einmal gelesen hat, dass in einem indischen Buch namens Kamasutra auch unterwerfungsfreie Möglichkeiten der Fortpflanzung bestehen. Aber dieses Wissen des Ostens ist im Wesentlichen nur unter Angehörigen der Esoterik-Fraktion der Stuttgart-21-Gegner verbreitet.
Aber Kristina Schröder salbte die Männer-Seele zusätzlich. Eine Frauenquote im Berufsleben sei Quatsch. Zumal die Damen selbst schuld seien: „Die Wahrheit sieht doch so aus: Viele Frauen studieren gern Germanistik und Geisteswissenschaften, Männer dagegen Elektrotechnik – und das hat eben auch Konsequenzen beim Gehalt. Wir können den Unternehmen nicht verbieten, Elektrotechniker besser zu bezahlen als Germanisten.“
Unsere Ministerin ist Doktorin der Soziologie. Wie also kam sie zum gutbezahlten Job? Mit Glück? Per Zufall? Denken wir mal nach…
Die Dicken sind die Helden der Nation
Dieses Thema bleibt ein Ewigliches: Wie viel persönliches Versagen, wie viel mangelnde Fitness, wie viel Krankheit kann diese Gesellschaft ertragen? Meine Antwort: Mehr als viele denken. Denn die Dicken zählen zu den Helden der Nation.
Da hat also die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) festgestellt, dass in Deutschland bereits jeder zweite Bürger übergewichtig sei.
Sex heute: Deutschland massiert sich weg
Weiter und weiter rätseln die Experten, warum es in Deutschland trotz Uschi von der Leyens Familiengeld nicht so recht klappen will, mit der explosiven Steigerung der Geburtenrate. Dabei liegt die Erklärung so nah. Sie findet sich in jeder anständigen Regionalzeitung: Es wird zu viel massiert in diesem Land.
Schaut man nämlich in die Anzeigenteile,
Tatjana Gsell zeigt alles – der Plastinator lauert schon
Kunstprodukt , Society-Lady, Prinzgemahlin, Party-Stargast, Pornonudel: Tatjana Gsells Karriere verläuft genauso geradlinig, wie in diesem Blog mehrfach beschrieben. Sie gebe nun das allerletzte Hemd, heißt es in der Überschrift in einem derzeit wieder sehr gefragten Beitrag vom 26. Oktober 2008. Aber bei ihr geht es immer noch ein bisschen schlimmer.




Wo kein Weib, ist immerhin noch Wein
Wenn das keine Verheißung war: „Wer nicht liebt Wein, Weib, Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang“. Dies erklärte unser großer Reformator Martin Luther und machte so der katholischen Lustfeindlichkeit ein Ende. Vor allem aber vermittelte er damit das Bild, dass das alles zusammengehöre. Männliche Fruchtfliegen können da nur süß-sauer lächeln.
Aber zurück zum Motto: Der galante Wiener Walzerkönig Johann Strauß machte den Wahlspruch zum Titel eines seiner Werke. Damals war die Welt von Mann und Frau offenbar noch wohlgeordnet. Als aber ein gewisser Ian Dury 1977 seine Punk-Folk-Version unter dem Titel “Sex and Drugs and Rock´n Roll” herausbrachte, konnte man schon den Eindruck haben, dass alles zusammen schwer erreichbar sein könnte. Der Mann war einfach zu hässlich und hatte auch noch richtig schlechte Zähne.
Außerdem hatten Udo Jürgens mit “Griechischer Wein” und Peter Alexander mit “Die kleine Kneipe” schon 1974 und 1975 davon gesungen, dass Saufen auch mit anderen, ernsteren Themen zu tun haben könnte.
Das Thema “Ersatzbefriedigung” rückt seitdem mehr und mehr in den Blickpunkt der Gelehrten. Womit wir bei der Fruchtfliege wären. Forscher der University of California haben nämlich herausgefunden, dass sich männliche Fruchtfliegen mit Alkohol trösten, wenn sie keinen Sex bekommen. Sie hatten im Labor männliche Fliegen mit Weibchen zusammengebracht, die sich zuvor gepaart und folglich kein Interesse mehr an Sex hatten.
Die zurückgewiesenen Männchen hatten im Anschluss die Wahl zwischen normalem und Ethanol-haltigem Futter. Sie stürzten sich auf den Alkohol.
Nun versprechen sich die Forscher von ihrer Studie neue Erkenntnisse über das Suchtverhalten beim Menschen. Mit Verlaub: Ich mag daran nicht glauben. Dazu ist sie einfach zu unvollständig. So wurde den Fruchtfliegen als Alternative weder Halbmarathon, Harley-Davidson, Bundesliga-Dauerkarte noch eine Mitgliedschaft im Golfverein vorgeschlagen.
Und es fehlen Hinweise auf die geheimen Gelüste verschmähter Fruchtflieginnen. Unser singender Menschenkenner und -freund Udo Jürgens hatte dafür im Jahr 1976 eine Idee. Torte – “Aber bitte mit Sahne!”.