Posts Tagged ‘Pauli’

März 4th, 2012

Wenn Wulff die Gabriele Pauli wäre…

Christian Wulff kriegt also sein Geld. Und wir alle fragen uns, ob das irgendetwas mit Gerechtigkeit zu tun hat.  Schließlich kann kein/e Arbeitnehmer/in jemals in diese Pensionsregionen vordringen. Aber auch innerhalb der politischen Kaste gibt es Ungleichheit. Wie wäre es gewesen, wenn unser Ex-Bundespräsident Gabriele Pauli wäre?

Gabriele Pauli war jene “schöne Landrätin”, die den großen CSU-Zampano Edmund Stoiber quasi im Alleingang demontiert hat. Weitere massive politische “Vergehen” ihrerseits sind nicht überliefert. Die von ihr vorgeschlagene befristete Ehe war ja nur eine Idee. Für Bestechlichkeit ist sie nicht bekannt. Sie hat sich allerdings Latex-Handschuhe angezogen für Fotos, welche sexuell deutlich aufgeladener waren, als sämtliche “Bunte”-Bilderstrecken von Bettina Wulff.

Jedenfalls hat sie im Jahr 2008 ihr Büro im Landkreis Fürth aus freien Stücken geräumt. Im Alter von 50 Jahren. Nach 18-jähriger Amtszeit hat sie einen Anspruch auf eine monatliche Pension von 4000 Euro erworben. Also nicht einmal ein Viertel Ehrensold. Doch ihr Kreistag legte hinter verschlossenen Türen fest, dass die Auszahlung dieser Pension erst im Alter von 62 Jahren beginnen wird. Das war Auslegungssache – und wahrscheinlich auch ein Stück weit Rache.

Auf den Punkt gebracht hat die Angelegenheit der damalige bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) mit folgendem Satz: “Es kriegt niemand eine Rente mit 50 und wir sehen das auch für uns nicht vor.” Mit Blick auf die Wulff’sche Sofortrente drängt sich die Assoziation zu dem berühtem Satz “Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten”, irgendwie auf.

Aber egal. Auf die Frage, was geschehen würde, wenn Christian Wulff Gabriele Pauli wäre, gibt es eine klare Antwort: In Großburgwedel würde bald ein Möbelwagen vorfahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

April 17th, 2011

Philipp Rösler und die Rente mit 100

Ist es gut? Schlecht? So zwischendrin? Unser Leben besteht zu einem großen Teil aus einem “Einerseits – Andererseits” Im Grunde genommen sind wir ständig auf der Suche nach dem kleineren Übel. Nur unverbesserliche Optimisten sehen immer und überall neue Chancen. Den anderen vergeht der Spaß zumindest ab und zu.

Nehmen wir zwei Artikel aus meiner Lieblings-Sonntagszeitung “Sonntagsblitz”. Erstens: “Rösler feilt an seinem Personaltableau”. Tatsächlich, der designierte FDP-Chef hat einiges zu tun. Mit einer neuen Führungsriege soll er das Volk begeistern. Aber wen hat er schon greifbar? Zum Beispiel zwei Herren namens Lindner. Der eine, Martin, ein ondulierter neoliberaler Alleswisser. Der andere, Christian, ein höchbegabter hyperaktiver Klugscheißer.

Bringt’s das? Eigentlich kann es Rösler gelassen sehen. Weiß man doch aus dem Fußball, dass jeder, der eine Mannschaft auf deren Tiefpunkt übernimmt,  immer gut aussieht. Weil es ja nur besser werden kann. Aber noch toller würde es laufen, hätte die FDP auf das Ergebnis meiner Umfrage in Sachen Westerwelle-Nachfolge gehört: 48,39 Prozent plädierten für Sylvie van der Vaart, 41,94 Prozent für Gabriele Pauli. Da fehlte der Mut zur Frau. Andererseits: Philipp Rösler bekam in dieser Umfrage 6,45 Prozent. Seine Partei wäre da schon froh.

Bericht Nummer zwei: “Er wurde 114 Jahre alt.” Es handelte sich um einen Nachruf auf den gerade verstorbenen mutmaßlich ältesten Mann der Welt, den US-Amerikaner Walter Breuning. Auch hier gilt das “Einerseits – Andererseits.” Schade, dass er tot ist. Schön, dass er so lange leben durfte.

Letztlich aber beunruhigt er uns. Weil wir wissen, dass sein Altersrekord schon bald überholt werden und seine Lebenserwartung normal werden wird. Was Folgen hat. Wenn man nämlich davon ausgeht, dass die Rente so lange sicher ist, wie sie – wie heute – um die 15 Jahre lang bezahlt wird, bedeutet das ja nichts anderes, als dass irgendwann die Rente mit 100 eingeführt werden muss.

Wollen wir das wirklich? Nein, nicht mal Philipp Rösler will das. Er möchte mit 45 mit der Politik aufhören. Was Walter Breuning dazu sagen würde?

April 13th, 2011

Gabriele Pauli redet göttlich wirres Zeug

Den heutigen Beitrag der allseits beliebten Serie “Was macht eigentlich….?” widmen wir heute unserem vormaligen Politikstar Gabriele Pauli. Die einstige “schöne Landrätin, Stoiber-Vernichterin und Spülhandschuh-Göttin war zuletzt immer mehr in Richtung Esoterik abgedriftet. Nun ist sie dort angekommen. Im Bayerischen Landtag forderte sie in einer reichlich wirren Rede einen “Göttlichen Haushalt”. Franz-Josef Strauß dankt für den Auftrag…
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Juni 5th, 2010

Sonne bei bei Rock im Park. Übler Sommer droht

Sonne und sonnige Gemüter bei "Rock im Park": Foto Distler

Vorneweg: Gabriele Pauli hat die von ihr erschaffene  “Freie Union” im Zorn verlassen. Sie ist nun so frei wie schon lange nicht mehr.

Also können wir uns dem  Gesprächsthema Nummer eins, dem Wetter, widmen. Ich befürchte nämlich, dass uns ein ganz grausliger Sommer droht. Das Vorzeichen hierfür  ist “Rock im Park”.

Dort ist es nämlich irre heiß und scheint die Sonne, was das Zeug hält. Und das ist kein gutes Omen für die nächsten Wochen. Denn die schönsten Sommer hatten wir immer, wenn es auf Nürnbergs lautestem Festival so richtig nass war. Wenn sich Männer so im Schlamm wälzen durften, wie das Männer eben gerne tun. Wenn der Müllsack zum regenfesten Modetrend wurde. Und nicht der nackte Oberkörper, der jetzt das Bild vor den Campingzelten dominiert.

Immer dann, wenn Menschen gezeigt hatten, dass sie für ihre Lieblingsmusik wettertechnisch weder Tod noch Teufel scheuen, wurde es hinterher richtig schön. Und so war das auch im Jahr 2006, als nach einem zunächst total verregneten Rock-im-Park-Start mit Franz Beckenbauers Hilfe der wunderbarste Fußballsommer aller Zeiten ausbrach.

Sollte sich das Wetter wie so oft in den letzten Jahren erneut ins Gegenteil verkehren, sieht es für die Fußball-WM schlecht aus. Die durchnässten Fähnchen werden schlaff an den Autodächern hängen, und niemand streif sich zum Public Viewing einen Müllsack über, wenn er befürchten muss, dass er unterwegs einen Nachbarn oder Arbeitskollegen trifft. Die Stimmung wird mies sein, über die “Bild”-Schlagzeile “Jubel trotz Schweiniwetter” wird niemand lachen können.

Die Erfahrung spricht dafür, dass es so kommt. Es sei denn, die brandaktuellen Gerüchte über eine Wende zugunsten des Verdächtigen im Fall Kachelmann bestätigen sich. Denn eines stimmt doch auch: Verrückt ist das Wetter, seit der Wettermann in U-Haft sitzt.

Juni 2nd, 2010

Gabriele Pauli soll der neue Horst werden. Oder doch nicht?

Die richtigen Leute kennt sie schon mal: Gabriele Pauli (re.) mit Ex-Kandidatin Gesine Schwan.

Heute beim Mittagessen: Drei Journalisten sitzen zusammen, lästern über die deutsche Politik. Bis einer meint: Hat die Pauli eigentlich schon kandidiert? Gelächter am Tisch, ein Stück Semmelkloß rutscht von der Gabel und knallt fleckenbringend in die Soße. Doch es ist wahr. Heute, kurz vor 15 Uhr, hat die “Freie Union” offiziell bekanntgegeben, dass sie Gabriele Pauli als zukünftige Bundespräsidentin ins Rennen schickt. Wenig später gab`s ein Dementi.

Etwas überraschend kam die Mail des stellvertretenden FU-Bundesvorsitzenden Holger Kruse schon. Schließlich hatte die ehemalige schönste Landrätin der Welt, Stoiber-Zerstörerin, Spülhandschuh-Diva und bayerische Landtagsabgeordnete erst vor sechs Tagen den Vorsitz der von ihr gegründeten Partei “Freie Union” “mit lieben Grüßen” abgegeben. Kennt diese Partei also keinen Groll?

Doch, aber der galt zweieinhalb Stunden nach Bekanntgabe der Kandidatur dem Urheber der Nachricht. Partei-Bundesgeschäftsführer Bastian Saffer telefonierte ab zirka 17.30 Uhr wie ein Irrer durch die Gegend.  Die Geschichte mit der Kandidatur sei gar nicht wahr, versicherte er allen Redaktionen, die er erreichen konnte. Gabriele Pauli wisse von überhaupt nichts. Parteivize Kruse habe einen Alleingang gestartet, für den dieser umgehend von seinem Amt zurücktreten müsse.

Tja, wem also glauben? Von Gabriele Pauli selbst gab es zunächst keine Verlautbarung. Nun gilt Bastian Saffer als Vertrauter der Abgeordneten, so dass seine Version wahrscheinlicher ist. Andererseits ist Holger Krause in der Partei-Hierarchie – so es denn bei der FU eine gibt -höher angesiedelte.

Und er verneigte sich in seiner Ankündigung tiefstmöglich vor der Ex-Chefin. Der O-Ton: “Dr. Gabriele Pauli spiegelt als Mensch und Politikerin wie keine zweite die verschiedenen Strömungen in unserer Gesellschaft wider. Sie ist fest in der Gesellschaft verankert. Ihr politischer Werdegang in Amt und Würden, durch verschiedene Parteien mit Höhen und Tiefen prädestiniert sie geradezu für das höchste Amt in unserem Staat. Die Bundesrepublik Deutschland befindet sich in der schwersten wirtschaftlichen Krise. Nun folgt der Euro-Schwäche, mit dem Rücktritt des Bundespräsidenten Horst Köhler, die politische Krise. Die alten Rezepte sind gescheitert. In dieser schweren Zeit können nur neue Gedanken und Ideen Hoffnung auf eine gute Zukunft bieten.”

Gabriele Pauli lebe dieses neue Denken: “Weg vom Suchen nach Schuldigen, hin zum Finden von Lösungen!” Sollten sie und ihre Parteifreunde klären, wer in der Freien Union wirklich etwas zu sagen hat, wäre das schon mal keine schlechte  Lösung.

P.S.: “Wir finden Lösungen” war früher der Slogan der inzwischen stillgelegten Schwabacher Sondermüllanlage. Gabriele Pauli zählte dort zum politischen Spitzenpersonal. Aber das ist wohl wirklich eine ganz andere Geschichte.

Mai 31st, 2010

Horst Köhler geht. Wer soll kommen?

Ich schwöre: Ich war entschlossen, in die allgemeine Lena-Glückseligkeit einen Beitrag zu bringen, in den an tragisch gescheiterte Menschen erinnert wird. Ich hatte die einstige Polit-Ikone Gabriele Pauli auf der Rechnung. Doch dann kam  Horst Köhler (siehe Video).

Der Bundespräsident ist zurückgetreten. Weil er wegen seiner Äußerung, wonach es beim Afghanistan-Einsatz auch um Wirtschaftsinteressen gehe, Kritik bekommen habe, die den notwendigen Respekt vor dem Amt habe vermissen lassen. Sein Auftritt kam überraschend, er wirkte irgendwie absurd.

Tja, Äußerungen von Horst Köhler. Hierzu ist zu sagen, dass dieser Bundespräsident vieles war, aber ganz bestimmt kein großer Redner. Er kam langweilig rüber und war immer in der Gefahr von falschen Betonungen. Aber Köhler war auch geradlinig und ehrlich – und wurde insofern als bürgernah angesehen. Er traute sich auch, der jeweiligen Bundesregierung zu widersprechen. Er war für diese kein einfacher Partner.

Was Konservative und Liberale angeht, entwickelt sich die deutsche Politik immer mehr zu einem Trauerspiel. Wer Ecken und Kanten oder Mut zur eigenen Meinung hat, ergreift die Flucht. Zurück bleiben handelnde Personen, von denen immer weniger Menschen glauben, dass sie Probleme lösen können.

Wenn also in den Twitter- und Facebook-Communities heftig darüber gewitzelt wird, ob Stefan Raab ein Bundespräsidenten-Casting organisieren oder den Job selbst machen soll, dann hat das einen bitteren Hintergrund. Man glaubt nicht mehr, dass eine gute Personalentscheidung auf normalem Weg gelingt.

Alsdenn: Wer soll es werden, wer kann es richten?

August 27th, 2009

Gysis Reichtum passt gut zu Gabriele Pauli

Wunderbar: Herr Gysi verspricht allen alles

Wunderbar: Herr Gysi verspricht allen alles

Endlich hat`s ein Politiker kapiert. Gregor Gysi lässt jenen Wahlslogan plakatieren, auf den wir alle miteinander insgeheim gewartet haben: Er verspricht “Reichtum für alle”.  Wer wollte dem widersprechen?

Die Konkurrenz  ist über den Linken hergefallen. Unseriös sei das. Auch deshalb, weil es die gleiche Forderung von Horst Schlämmer gibt. Dabei ist es doch verdienstvoll, wenn ein Hauch von Ironie und Esprit in den Wahlkampf gebracht wird.

Und die anderen hatten das Thema ja auch schon auf dem Plakat. A”Wohlstand für alle” war mal ein CDU-Slogan, mit “Mehr Netto für alle” versuchte die FDP zu punkten. Ziemlich platte Aussagen, die aber besser klingen als ein früherer SPD-Slogan: “Er will Astronaut werden und nicht arbeitslos.” Den ehrlichsten Slogan aller Zeiten hat eh ein Kandidat der “Guten” in Nürnberg auf die Straße gestellt:  “Wählt mich, ich tu`s doch auch”.

Als Gast bei „Hart aber fair“ erklärte Gysi am Mittwochabend, was er sich bei seinem Spruch genau gedacht hat. Es gehe ja auch um „Reichtum an Bildung“. Tatsächlich unterscheidet ihn von den Zielen der Union, dass „Wohlstand“ immer materiell ist, während „Reichtum“ auch etwas Höherwertiges sein kann. Siehe Goethe: „Der größe Reichtum des Menschen ist das Gemüt, das groß genug ist, keinen Reichtum mehr zu verlangen.“

Es geht also den Linken um Glück, und damit sind wir wieder bei Gabriele Pauli, die hja Glück zum Mittelpunkt ihres Wahlprogramms gemacht hatte. Leider darf sie nirgends mitmachen. Ganz aktuell ist die Kandidatur der „Freien Union“ an der Landtagswahl in Schleswig-Holstein gescheitert. Dort dürfen nämlich nur Parteien mit mindestens 50 stimmberechtigten Mitglieder im Land haben. Hat die Pauli-Partei aber nicht.

Sicher ist zweierlei: Die vormalige Rebellin tritt am Donnerstag, 27. August, um 18 Uhr in der Schwaimer Hütte auf dem Karpfhammer Volksfest auf und veranstaltet am Sonntag einen Bundesparteitag in Fürth.

Jede(r) kommt also dorthin, wo er/sie es verdient. Und Gregor Gysi? Keine Sorge, der hat genug Geld. Er ist Privstpatient.

August 16th, 2009

Es gibt ein Leben ohne Internet!

Zurück aus dem Urlaub, muss ich einen Beitrag von twitterscher Qualität abgeben. Also kurz und uninteressant.

Jedenfalls: Es gibt ein Leben ohne Internet! Und das fühlt sich zwischendrin ganz gut an.

Ich schreibe das, um jene Menschen zu trösten, die glauben, dass zum Beispiel ein Urlaubsort ohne Internetcafé die Hölle sein muss. Weil das nicht stimmt. Einerseits.

Andererseits möchte ich auch einen Tipp für virtuelles Heilfasten geben. Ausdauerndes Holz sägen, Kartoffeln klauben sowie Herumliegen an einem Strand ohne Infrastruktur, alles in Verbindung mit einem Handy mit kaputtem Akku, wirkt enorm befreiend.

Ich habe im Moment keine große Ahnung, was zuletzt in Deutschland los war. Ich habe aber mitbekommen, dass meine hochverehrte Gabriele Pauli bei der Bundestagswahl nicht mitmachen darf. Hierzu stelle ich dieses fest:

1. Es gibt ein Leben ohne Politik.

2. Die nächste Wahl kommt bestimmt.

3. Für die Präsidentinnenschafts-Bewerbung in Afghanistan ist es allerdings zu spät.

August 1st, 2009

Gabriele Pauli: “Der Wahlkampf hat begonnen!”

Blöder geht`s nimmer, oder? Ich hatte ja hier schon einmal darüber geschrieben, dass manche Menschen auf eine völlig blöde Art und Weise von uns gehen. Und im übertragenen Sinne – ein Tod auf der politischen Bühne – hat es Gabriele Pauli jetzt scheinbar auf die doofe Art erwischt. Sie darf mit ihrer “Freien Union” nicht einmal in Bayern antreten, weil auf den Unterlagen für den Landeswahlleiter ihre Unterschrift gefehlt hat.

Das ist doch jetzt Slapstick, der Inspektor aus dem “Rosaroten Panther” hätte es nicht besser hingekriegt. Denkt man, und sagt sich dann noch: “Adieu, Gabi. Es war schön mit Dir.”

Aber wer das glaubt, kennt diese Frau nicht. Kaum war die Ablehnung des Wahlvorschlags beschlossen, fand ich in meinem Postfach folgende Pauli-Erklärung:

“Der Landesverband Bayern der FREIEN UNION hat den Wahlvorschlag mit allen Anlagen 5 Minuten vor Ende der Frist beim Landeswahlleiter eingereicht. Dabei wurde festgestellt, dass auf dem als Anlage beizufügendem Wahlprotokoll über die Kandidatenaufstellung die Unterschrift der Versammlungsleiterin, Dr. Pauli fehlte. In einem unverzüglichen Telefonat mit Frau Dr. Pauli ermächtigte diese den Landesvorsitzenden Oliver Schmidl das Protokoll vor den Augen der Mitarbeiter des Landeswahlleiters zu unterschreiben.

Die Bundesvorsitzende der FREIEN UNION erachtet die Ablehnung des Wahlvorschlags wegen eines Formfehlers in einer Anlage zum Wahlvorschlag als unverhältnismäßig. Die FREIE UNION hat deshalb Rechtsmittel eingelegt und wird die Überprüfung der Entscheidung des Landeswahlleiters durch den Bundeswahlleiter beantragen.

Der formale Fehler war im Vorfeld nicht erkannt worden, weil der mit der Einreichung des Wahlvorschlags betreute Schriftführer des Landesverbands Bayern, Heimo Grebenstein gegenüber dem Landesvorsitzenden Oliver Schmidl auf mehrmaliges Nachfragen hin stets beteuert hat, dass alle Unterlagen vollständig und korrekt ausgefüllt vorbereitet seien.”

Heute um 0.10 Uhr landete dieser Text bei mir:

“Der Wahlkampf hat begonnen
Mit einer Tour durch Brandenburg will die Bundesvorsitzende der FREIEN UNION, Dr. Gabriele Pauli, MdL den Bundestagswahlkampf des Landesvorsitzenden von Brandenburg, Harald Klingenberg pressewirksam unterstützen.
Im Rahmen der Tour und darüber hinaus sind folgende Stopps geplant:
2.August, 14:00 Uhr in Frankfurt/Oder
2.August, 17:00 Cottbus – Wahlveranstaltung
3.August, 17:00 Uhr Potsdam – Wahlveranstaltung
4.August, 10:00 Uhr Sächsischer Landtag, Wahlveranstaltung anschließend Pressekonferenz
4.August ,17:00 Uhr Leipzig-Gohlis, Mückenschloß Wahlveranstaltung anschl. Pressekonferenz
5.August, 17:00 Uhr Lübeck, Unterstützerunterschriften,
Wahlveranstaltung anschl. Pressekonferenz”.

Und um 0.16 Uhr kam dies:

i”Im Auftrag der Bundesvorsitzenden der FREIEN UNION, Frau Dr. Gabriele Pauli, MdL darf ich Sie für Sonntag 2. August 2009 zu einer Pressekonferenz einladen.

Termin: Sonntag, 2. August 2009, 12:00 Uhr.
Ort: Hotel Palais am See, 15526 Bad Saarow, Karl-Marx-Damm 23

Frau Dr. Pauli wird hierbei die Ziele und auf den weiteren geplanten Weg der FREIEN UNION in der Bundespolitik erläutern. Fragen sind herzlich willkommen. Über eine zahlreiche Teilnahme würde ich mich sehr freuen. Fernsehteams und Bildberichterstatter sind herzlich willkommen.”

Mal sehen, wer kommt. Ich mache jetzt erst einmal Urlaub in Berlusconi-Land. Wenn ich 14 Tagen zurück bin, weiß man ja vielleicht Genaueres.

Juli 26th, 2009

Und wenn`s Prügel sind: Wo Gabriele Pauli ist, ist Leidenschaft

Der Delegierte tobt, Frau Pauli deeskaliert.

Der Delegierte tobt, Frau Pauli deeskaliert.

Immer wieder Gabriele Pauli… Klar doch, es müsste ja auch noch andere Themen geben. Aber sie schafft es halt immer wieder. Und zeigt uns: Wo Pauli ist, ist Leidenschaft.

Gerade hatte ich darüber philosphiert, ob uns die Chefin der Freien Union italienische Verhältnisse bringen will. Seit dem gestrigen Sonderparteitag ihrer neuen Partei gibt es ein Indiz mehr.  Die Meinungsverschiedenheiten zwischen ihren Anhhängern und ihren Kritikern entluden sich in Beinahe-Handgreiflichkeiten.

Das können die Italiener noch besser. Im Palrament in Rom geben sich die ehrenwerten Volksvertreter gelegentlich vor laufender Kamera kräftig eins auf die Mütze. In Celle stürzte ein Delegierter mit Geschrei und bedrohlichen Gesten zum Podium. Gabriele Pauli wirkte – wie das Foto zeigt – deeskalierend. Sie blickte ins Leere.

Worum es bei dem Streit ging? Zwei ehemalige Vorstandsmitglieder warfen Pauli einen undemokratischen Führungsstil vor, zudem hielten sie den Bundesparteitag für rechtswidrig. Die Mehrheit der Mitglieder – knapp 200 Menschen waren zum Parteitag gekommen – stützte Pauli jedoch.  Die 52-Jährige wurde nach ihren eigenen Angaben mit 93 Prozent der Stimmen wieder zur Bundesvorsitzenden gewählt. Journalisten konnten die Wahl teils nicht mitverfolgen, sie wurden einige Zeit von der Versammlung ausgesperrt.

Aber was interessieren die Inhalte? Die Freie Union wird bei der Bundestagswahl mangels Unterstützer-Unterschriften wohl nur in Bayern antreten müssen. Da kommt ins gesamt nicht viel rüber. Eigentlich nicht berichtenswert.

Womit bewiesen wäre: Wo Pauli ist, sind die Journalisten.

Nächstes Thema.

Juli 15th, 2009

Kader Loth – ein großer Coup

Kader Loth, die perfekte Frauenbeauftragte

Kader Loth, zweifellos die perfekte Frauenbeauftragte

Jetzt geht`s los! Der Bundestags-Wahlkampf wird unterhaltsam. Und dies schafft – wer sonst? – Gabriele Pauli. Sie hat die ehemalige “Miss Penthouse” Kader Loth zur Frauenbeauftragten ihrer Partei “Freie Union” gemacht.

Da sagt man(n) doch erstmal ganz arg “Danke”. Schließlich waren wir eingestellt auf eher dröge Rededuelle der Kanzlerin und ihres Stellvertreters. Zweier Menschen, die Konkurrenten sind, aber zuvor eigentlich alles gemeinsam geregelt hatten.  Außerdem war mit einer hyperventilierenden Nervensäge Guido Westerwelle zu rechnen. So kurz vor der Machtübernahme. Aber jetzt kommt Farbe ins Spiel.

Kader Loth könnte man als die intelligentere Ausgabe von Tatjana Gsell bezeichnen. Lippen wie Schlauchboote und eine im Laufe ihres Lebens zusehends gewachsene Oberweite sind ein Aspekt. So wurde sie vor zehn Jahren “Pet of the Year” der “Penthouse”-Leser. Andererseits hat sie auf “Tier TV” eine Literatursendung moderiert und hat bei der Schwachsinns-Reality “Die Alm” das Publikum auch  deshalb begeistert, weil sie den Männern die Zähne gezeigt hat.

Sie also hat sich dem Landesverband Berlin der Freien Union “aus freien Stücken” angeboten , wie Gabriele Pauli ihr Büro verlautbaren lässt. Dort sei sie ehrenamtlich als Leiterin des Arbeitskreises Frauenrechte in Abstimmung mit dem Berliner Arbeitskreiskoordinator und dem Landesvorstand Berlin tätig. Es handle sich somit “um eine rein Berliner Angelegenheit”.

Heißt das, das Pauli die Personalie peinlich wäre? Glaub’ ich nicht, weiß aber nicht genau, was sie sich dabei denkt. Eine Überlegung wäre, dass die Ex-Landrätin längst ins kabarettistische Fach gewechselt ist. Sie will nur Spaß machen und lacht sich insgeheim darüber tot, dass es immer noch Menschen gibt, die ihre Arbeit für Politik halten.

Oder sie kopiert ein überragend erfolgreiches Politikmodell – nämlich Silvio Berlusconi. Der ist ja irgendwo ein Clown und hat es im vergangenen Jahr gewagt, das schön Ex-Nackt-Model Maria Rosaria Carfagna zur Frauenministerin zu machen. Wir erinnern uns. Ergebnis: Er ist der mit Abstand beliebteste Politiker Italiens.

Sollte Gabriele Pauli vorhaben, die Lufthoheit über die Stammtische gewinnen wollen, ist ihr ein großer Coup gelungen. Überzeugende weitere Personalien sind nach unseren Informationen in Vorbeitung: In Paulis Schattenkabinett sollen Lukas Podolski als Bildungs- und Franjo Pooth als Finanzminister fest eingeplant sein…

Juli 10th, 2009

Obacht! Frau Paulis Frei-Unioner sind mitten unter uns!

Sie alle wollen das Land erneuern...

Sie alle wollen das Land erneuern...

Trommelwirbel, Tusch – jetzt ist sie da, Gabriele Paulis neue Partei. Im Tucherbräu am Opernhaus hat die Freie Union ihren Bezirksverband für unsere Region gegründet.

Sein Chef heißt Peter Herrmann. Er war am Donnerstag das erste von 27 Gründungsmitgliedern, das sich eine Wortmeldung zugetraut hatte.

Das Programm kommentiere ich jetzt mal nicht. Ich bringe ein Bild meines Kollegen Stefan Hippel. Und ich frage völlig wertfrei: Sind wir sicher, dass es diesen Menschen gelingen wird,  unser Land zu erneuern?

Lassen Sie das Bild auf sich wirken und geben Sie ggf. Bescheid.

Juni 16th, 2009

Arme Gabi Pauli: Der Hubert hat`s getan

Oh Drama, oh furchtbar. Hubert Aiwanger hat es getan: Er hat dafür gesorgt, dass Gabriele Pauli aus der Landtagsfraktion der Freien Wähler ausgeschlossen wird. Sowas von dumm.

Freuen wird sich vor allem Günther Beckstein. Denn damit verliert seine Ex-Helferin beim Stoiber-Sturz den Vorsitz im Innenausschuss, seinem früheren Kompetenzzentrum Nummer eins. Die Gefahr, dass ausgerechnet sie ihm das Wort erteilt, ist gebannt.

Wie es nun weitergeht, ist die große Frage. Ich habe bloß so eine böse Ahnung, wie die morgige Titelseite der taz aussehen könnte…

Juni 15th, 2009

Schöne Frauen machen Männer dumm (2): Hubert Aiwanger

dpa

Sie werden kein Traumpaar mehr: Hubert Aiwanger und seine schöne Gabi. Foto: dpa

Klar doch, es wäre dringend notwendig, dem iranischen Pressefeind Mahmud Ahmadinedschad ordentlich eine vor den Latz zu knallen. Wobei man dem großen Präsidenten ganz nebenbei darlegen könnte, dass Politiker, die die Medien unterdrücken, eigentlich nur zeigen, dass sie Angst haben.  Aber mein  angekündigtes Thema lautet ja: “Schöne Frauen machen dumm”.

Reden wir also über Hubert Oiwonger und Gabriele Pauli. Gut, eigentlich heißt der Landesvorsitzende der Freien Wähler Aiwanger. Aber weil er das “A” gar so konsequent als “O” ausspricht, darf eine lautmalerische Schreibweise seines Namens als gerade noch seriös gelten. So klingt es halt, in seiner Heimat Rottenburg an der Laaber.

Ein Freund von Gabriele Pauli war er noch nie. Was auch einleuchtet: Freie Wähler sind von ihrem Ursprung her die Klempner und Schreiner der Kommunalpolitik. In Stadt- und Gemeinderäten sowie in Kreistagen stellen sie die Fraktion der unbedingten Pragmatiker. In den heilen Ecken der FW-Welt sind sie als angesehene Handwerker, Landwirte, Vereinsvorsitzende oder Feuerwehrkommandanten zu Freizeitpolitikern geworden. Selbstdarstellung ist ihnen zuwider, ein schöner Auftrag oder eine frühzeitige Information über künftige Baugebiete werden dagegen gerne entgegengenommen.

Auf der anderen Seite steht Gabriele Pauli. Sie ist ein schöne Frau. Das weiß sie, und das ist ein Teil ihres Problems. Mit ihrem ausgeprägten Selbstdarstellungsdrang nervt sie biedere Politik-Klempner. Andererseits: 10,2 Prozent und 21 Sitze bei der Landtagswahl 1998 hatten auch mit ihr zu tun. Und die 6,7 Prozent bei der Europawahl im Freistaat sind auch nicht von schlechten Eltern. 1,7 Prozent auf Bundesebene sind zwar weit weg von der Fünf-Prozent-Hürde. Wenn man dieses Ergebnis jedoch in Wahlkampfkostenerstattung umrechnet, so hat Gabriele Pauli ihren Freien Wählern mit ihrem Ein-Frau-Wahlkampf einige hunderttausend Euro verdient.

Warum also fällt es Hubert Aiwanger - anders als dem früheren FW-Landeschef  und heutigen Bundesvorsitzenden Armin Grein – so schwer, ihr ein “Vergelt`s Gott” zu sagen? Und warum ist gleich ”das Tischtuch zerschnitten”, falls sie zur Bundestagswahl eine neue Partei gründen sollte? Bedrückt es ihn, dass er mit seinem 38 Jahren älter wirkt als die fast 52-Jährige? Hat er Angst, gilt ihm die “Gobi” als eine allzu Wüste?

Gescheit wäre es, wenn sie Aiwanger einfach machen ließe. In der sicheren Erkenntnis, dass Pauli ruhiger werden muss, wenn sie alle politischen Ebenen durchkandidiert hat. Eine Konkurrenzpartei  kann sie ja eh nicht aufmachen, weil die Freien Wähler nach ihren eigenen Beteuerungen ja keine Partei sind.

Man sieht es also wieder: Schöne Frauen machen Männer dumm.

Juni 14th, 2009

Schöne Frauen machen Männer dumm(1): Boris Becker

dpa

Boris und Lilly - ein schönes Paar. Aber wer ist der Mann, der zwischen den beiden steht? Foto: dpa

Gerade war es die Top-Nachricht: Schöne Frauen machen Männer dümmer — zumindest zeitweise. Mit dieser  Erkenntnis haben Forscher ihre katholische Universität in Nijmegen in den Niederlanden auf einen Schlag weltberühmt gemacht.

Herausgefunden wurde das so:  Die  Wissenschaftler beobachteten die intellektuelle Leistungsfähigkeit von Studenten, nachdem diese mit beson­ders attraktiven Kommilitoninnen zusammentrafen. Fazit: Ein Mann kann während und kurz nach so einer Begegnung nicht mehr klar denken. Für Frauen galt das nicht. Die Män­ner seien „stark damit beschäftigt gewesen, Eindruck zu schinden“. Das habe ihre Denkfähigkeit reduziert.

Das ist jetzt tatsächlich ein Thema, das mit einem Beitrag nicht abgehandelt werden kann. Weil aber glossierende Texte ja immer davon leben, dass man die Dinge von einer anderen Seite betrachtet, beginnen wir nicht mit Horst Seehofer, sondern mit Boris Becker.

Er hat ja gerade die schöne Lilly Kerssenberg geheiratet. Was aber nichts an ihm geändert hat. Boris Becker wirkte doch eigentlich immer dumm. Gerade seine ersten Interviews klangen so, als wäre da ein Gesandter des Planeten Wimbledonia in übler Eroberungsabsicht zur Erde hinabgestiegen. Hat er ja geschafft, nachhaltig war sein Erfolg aber nicht. Die meisten Aliens sind eben einseitig begabt.

Was aber, falls der Effekt der Frauen auch umgekehrt funktioniert? Dan möchte man doch dieses wissen: Wie hässlich müsste eine Frau sein, damit Boris Becker gescheit wird? Und: Was passiert mit Frauen, wenn sie einen hässlichen Mann wie Boris Becker heiraten? Obwohl sie wissen, wie sein Kind vermutlich aussehen wird?

Darüber sollten wir nachdenken. Für Boris Becker scheint seine Ehe nach den ersten Eindrücken keine schlechte Entscheidung gewesen zu sein. Die nächste notwendige Betrachtung kündige ich schon mal an: Es geht um Hubert Oiwonger (Freie Wähler) und Gabriele Pauli.