Posts Tagged ‘Merkel’

Februar 17th, 2014

Monstermasten? Schon lauert das Atom

Erinnern wir uns noch an ihn, den Regierungssprecher im blauen Schutzanzug? Vor knapp drei Jahren haben uns die Japaner ein verrücktes Schauspiel geboten. Es hatte eine atomare Katastrophe gegeben, aber die Retter sahen aus wie in einem Godzilla-C-Movie. Trotzdem: Wir alle, unsere Bundeskanzlerin vorneweg, haben schnell erkannt, dass es mit der Kernenergie bei uns nicht mehr weitergehen dürfe. Im Wetterbericht lernten wir die wesentlichen Winde des Pazifischen Ozeans kennen – einstige verbissene Befürworter des Atomstroms drehten sich darin in kürzester Zeit um 180 Grad. Wir wussten: Wenn eine Nation dieser Welt die Energiewende schaffen könnte, dann wir.

Was ist aber ist passiert, um dieses überragende Projekt tatsächlich zu schaffen? So viel doch nicht. Vielleicht haben wir uns eine sparsame Gefriertruhe gekauft. Vielleicht sind wir von unseren Stadtwerken zu einem mutmaßlichen Ökostrom-Anbieter gewechselt. Aber die als Fortschritt gepriesenen Elektroautos lassen uns völlig kalt. Und wenn wir ehrlich sind: So arg hat sich unser jährlicher Stromverbrauch seit Fukushima nicht verringert. Wenn überhaupt.

Somit bewegt uns – in Franken und Bayern – gerade die Frage, ob es wirklich sein muss, die Landschaft zwecks Energiewende mit so genannten “Monster-Trassen” zu durchschneiden. Mit stählernen Giganten, die unsere Felder, Wiesen, Auen und Vorgärten bis ins nächste Jahrtausend hinein mit ihrer Extrem-Verspargelung aufs Elendigste verschandeln würde. Ganz davon abgesehen, dass der durch sie geleitete Braunkohle-Gleichstrom Pflanzen mutieren lassen, Haustiere in Bestien verwandeln und Gesichter zum Vibrieren bringen würde.

All diese Last ist bei uns der CSU aufgebürdet. Die Partei, die vor allem dann für alternative Energien ist, wenn sie aus den Därmen und Blasen von Nutztieren gewonnen wird, sieht sich dem Problem gegenüber, dass viele Kommunalpolitiker gegen die Trassenmonster wettern und dafür Beifall bekommen. Normalerweise lassen aufgebrachte Sozis die Schwarzen kalt. Aber es geht auf die Kommunalwahl zu. Und da ist jeder Rathaus- und Kreistagssitz zu verteidigen.

Also stellt man die bereits beschlossenen Stromautobahnen in Frage. Als wäre man nie dabei gewesen. So gewinnt man Zeit. Oder man schafft sogar die Rückkehr zur Vernunft. Es ging ja ohne superhohe Masten. Man müsste nur die Atomkraftwerke laufen lassen. Seien wir gewiss: e.on wird gerne behilflich sein. Auch lange nach der nächsten Wahl.

 

 

Januar 6th, 2014

Danke, Pofalla! Du gibst uns Hoffnung!

Ist ja wieder mal typisch für diese moderne Gesellschaft: Da wird ein Bösewicht ausgemacht, an den medialen Pranger genagelt – und wird prompt zum Opfer für den Rest der Welt. Das hatten wir beim Limburger Bischof Teebürzel oder so. Jetzt hat es den ehemaligen Kanzleramtsminister Ronald Pofalla erwischt. Er gilt uns als neuester Prototyp für raffgierige Politiker. Wie ich finde, zu Unrecht. Denn dieser Mann macht Hoffnung!

Betrachten wir das Alter. Da ist es einem 54-Jährigen gelungen, seine Anschlussverwendung so zu regeln, dass er hinterher weniger Arbeit, aber mehr Geld hat. Das beweist uns doch, dass das Leben für Menschen dieser Altersgruppe selbst nach einer grandiosen Fehlleistung – vorzeitige Beendigung der NSA-Affäre – nicht vorüber sein muss. Dieser Mann steht auf, er zeigt seinen Kritikern die lange Nase. Zumal er weiß, wie sehr ihn seine Feinde um den neuen Job beneiden.

Außerdem hat Ronald Pofalla zu Protokoll gegeben, dass er sich nach seiner Zeit als Angela Merkels Wachhund verstärkt um seine junge Frau kümmern und eine Familie gründen wolle. Als Vorstand der Deutschen Bahn sollte er eine Schlafwagen-Netzkarte besitzen. Na, ist bei unserem Zorn vielleicht auch Neid im Spiel?

Aber dieser Mann macht auch Hoffnung für viele junge Menschen. Nicht nur, dass er als Sohn einer Putzfrau und eines Feldarbeiters sowieso weit gebracht hat. Nein, wegen seiner Ausbildung. Viele Eltern flehen ihren Nachwuchs an, doch bitteschön etwas Solides zu lernen und nicht irgendeiner brotlosen Kunst zu verfallen. Also nicht Geisteswissenschaftler zu werden, um schließlich Pils zu zapfen oder mit schwarzer Hornbrille “irgendwas mit Medien” zu machen.

Oder – fast noch schlimmer – Sozialpädagoge zu werden, um sich für 35.000 Euro Jahresbrutto alles Leid dieser Welt aufzuladen. Nicht so Ronald Pofalla:  Er hat sich zum Sozialpädagogen ausbilden lassen. Aber bringt es voraussichtlich auf 1,3 Millionen. Auch pro Jahr.

Dieser Mann zeigt uns: In diesem Leben ist nichts zementiert. Es gibt großartige Karrieren, auch wenn sie nicht leicht zu begreifen sind. Diese Botschaft brauchen wir alle. Deshalb sprühen wir’s an jede Wand: Danke, Pofi! Dich braucht das Land!

 

 

Dezember 21st, 2013

Die Krise beim Fliegen

Der beste Freund des Menschen ist…??? Natürlich, es ist nicht mehr der Hund. Es ist das Smartphone, unser  treuer Begleiter, der uns immer in Kontakt mit der Welt hält, der uns die Zeit vertreibt und uns zuverlässig mit nutzlosen Informationen versorgt. Falls nicht der Akku leer ist. Oder falls wir nicht abheben.

Tatsächlich, im Flugzeug ist alles anders. Hier verblasst die Flatrate zugunsten des Flugmodus. Viele Menschen sind in diesen Tagen über den Wolken unterwegs. Aber ist die Freiheit wirklich grenzenlos, wenn die Luftaufsichtsbaracke außer Sichtweite kommt? Wahrscheinlich  ist es genau andersrum. Falls Professor Dr. Tilmann Allert richtig liegt.

Der Frankfurter Soziologe hat gründlich über Flugreisen nachgedacht. Er kam zur Erkenntnis, dass es für den Menschen gar nicht so einfach ist, in einem Jet zu sitzen. Als Passagier habe dieser seine raumzeitliche Verortung verlassen. In seiner transitorischen Krise entwickle er unterschiedliche Strategien, um sich damit zu arrangieren, dass er zur Untätigkeit verdammt in einer Gruppe von wildfremden Leuten sitzen muss.

Wir kennen diese Airbus-Nebenleute (und uns selbst). Da gibt es die scheinbar Tiefenentspannten, die mit geschlossenen Augen ihren Tagträumen nachhängen. Da ist der meckernde Querulant.  Vielleicht noch schlimmer sind diejenigen, die ihre Zwangslage mit übertriebener Geschwätzigkeit. Die dir das Du anbieten, sobald nach dem Start das Anschnallzeichen ausgeschaltet wird.

Andere lassen ihren schlechten Manieren freien Lauf, pöbeln herum und saufen literweise  holländisches Industriebier anstatt Tomatensaft. Wieder andere kaufen auf ihrem Fernflug den Bordshop leer. Und schließlich gibt es, so unser Professor, die Gruppe, die wirklich Panik hat. Ihre Flugangast sieht er als Sehnsucht nach Verortung.

Es gibt aber noch einen Aspekt. Einen, der dieses Land noch massiv verändern könnte. Zum Wesen des Fliegens gehört, so Allert, “der scharfe Kontrast zwischen maximaler Überwindung von Raumgrenzen und dem Minimum an Eigenanstrengung. Kann es demnach sein, dass das böse Wort vom “anstrengungslosen Wohlstand” während eines transitorischen Tagtraumes entstanden ist? Wie wäre die Bundestagswahl ausgegangen, wenn Guido Westwelle nicht vielfliegender Außen-, sondern Justizminister gewesen wäre? Und wie viel weniger hätte die NSA über Angela Merkel erfahren, wenn sie neben Smartphones auch Hunde lieben würde?

Das Reisen in großer Höhe erscheint uns selbstverständlich. Und doch steckt es voller tiefgründiger Fragen. Wo, bitte, war nochmal der Notausgang?

 

Dezember 18th, 2013

GroKo und die weiß-blauen Bettvorleger

Als Löwen gesprungen, als Bettvorleger gelandet. Dieses Schicksal hat gerade die CSU ereilt. In der neuen Großen Koalition ist sie die neue FDP, also weitgehend überflüssig.

Vor einigen Wochen hatte das noch ganz anders ausgesehen. Absolute Mehrheit in Bayern zurückerobert, Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einem blendenden Wahlergebnis zwischen Main und Zugspitze in die Nähe derselben gebracht. Horst Seehofer und die Seinen schwelgten im Glück, sie konnten vor Kraft nicht laufen.

Und nun? Der neue Verkehrsminister heißt Alexander Dobrindt. Der Experte für überflüssiges Getöse und schiefe Sprachbilder darf also beweisen, dass er sowohl Pkw-Maut als auch Berliner Flughafen hinbekommt. Sein Kollege Gerd Müller führt das Entwicklungshilfeministerium, dessen Existenzberechtigung ja durchaus umstritten ist.Den großartigsten Abstieg aber hat Hans-Peter  Friedrich hingelegt. Der ehemalige Innenminister, der dem Großen Verbündeten USA so mutig die Stirn geboten hat, darf in Zukunft gemeinsam mit den Imkern gegen die Verbreitung der Varroa-Milbe kämpfen und sich an der Seite des EU-Bürokratenschrecks Edmund Stoiber für den freien Verkauf krummer Salatgurken einsetzen. Da Verbraucherschutz nicht mehr zu seinem Ressort gehört, wird er sich mit seinem Staatssekretär heftig um den Posteingang balgen.

Wie aber konnte das passieren? Wer, bitteschön, hat unsere CSU geschrumpft? Antwort: Es war der Horst. Man darf davon ausgehen, dass Parteichef Seehofer die Bundespolitik egal ist. Sinnstiftend für die CSU ist die absolute Mehrheit im schönen Bayern. Und dann ist es gut, wenn man mit den wirklich kontroversen oder schmerzhaften Themen nichts zu tun hat. Eurorettung? Macht der Mann im Rollstuhl. Energiewende? Schaut Leute, der irre Gabriel schröpft die Bürger. Pflegenotstand? Den regelt der Gröhe mit der lustigen Frisur. Gäbe es ein Bundesministerium für Bedeutungslosigkeit – die CSU hätte es genommen.

Denn was immer auch in Berlin passiert: Schuld sind die anderen. Man kann das als taktisch versiert ansehen. Tatsächlich zeigt es eine feige Gesinnung. Manche Bettvorleger haben ihr Schicksal verdient…

Dezember 2nd, 2013

Große Männer und die böse blonde Frau

Unfassbar, diese impertinente Person! So hätte man früher über die Fernsehjournalistin Marietta Slomka geschimpft. Unternahm sie doch den Versuch, den kommenden Vizekanzler Sigmar Gabriel am Nasenring durchs öffentlich-rechtliche Fernsehen zu führen. Mit der Frage, ob der von ihm ausgerufene SPD-Mitgliederentscheid zur Großen Koalition ein, pointiert ausgedrückt, Anschlag auf die Verfassung sei.

Stimmt schon, die Fragestellung war abseitig. Aber das erklärt nicht die irre Aufregung um das ZDF-Interview. Ich meine, es steckt mehr dahinter. Nämlich die Angst der großen Männer vor der bösen Frau.

Es hätte sich doch niemand aufgeregt, wenn ein Siegmund Gottlieb den SPD-Chef mit den identischen Fragen gemartert hätte. Man hätte “Typisch für die schwarze Föhnwelle” gesagt und das Interview abgehakt. Aber eine Frau mit stahlblauen Augen, die einen angehenden Groß-Staatenlenker vorführt? Das geht nicht. Da hebt selbst CSU-Chef Horst Seehofer schützend die bayerische Pranke über den Konkurrenten von der Magenta-Fraktion. Politiker dürften nicht wie Schulbuben dastehen, zürnt er. Wobei er sich den Hinweis, dass die oder der Slomka in Bayern fürderhin ausschließlich als Verlierer in der Arroganz-Arena gern gesehen sei, erstaunlicherweise verkniffen hat.

Die Angst funktioniert frei nach Sokrates, der seinerzeit erklärte: “Eine Frau, gleichgestellt, wird überlegen.” Und das gilt es zu vermeiden. Also ruhig mal einschüchtern, die Dame.

Und bei alldem wird übersehen, dass etwas anderes lebhafte Ablehnung verdient, nämlich komplett inhaltsleere, langweilige Interviews. Sie wissen, um wen es geht? Mag sein. Aber diese Frau M. hat ihren Sokrates längst hinter sich. Sie ist überlegen. An sie traut sich kein noch so großer Mann heran.

November 26th, 2013

Große Koalition? Lasst es Liebe sein!

Mit Liebesheiraten ist es so eine Sache. Paare streifen sich die Ringe über, während sie hoch oben in der Gefühls-Stratosphäre schweben. Alles ist gut. Doch dann kommt der raue Alltag und das junge Glück landet beim Scheidungsanwalt. Ist es demnach vielleicht sogar gut, wenn sich Menschen aneinander binden, die sich gar nicht leiden können? Ist die Zweckehe überlegen? Ist die Große Koalition, anders als die als Traumehe gestartete schwarz-gelbe Beziehung, das Beste für dieses Land?

Fragen wir nach, was uns Paarbeziehungsexperten raten. Lehrsatz 1: “Was auch kommen mag. Ziehen Sie immer an einem Strang.” Vordergründig betrachtet, könnte man an dieser Stelle einen Schlussstrich ziehen. Denn wie sollte Schwarzen und Roten diese Übung gelingen? Jedoch, es ist möglich. Die Großkoalitionäre werden bestimmt an einem Strang ziehen. Wenn auch nur selten am selben Ende. Erfolgschance also 50:50

Beziehungs-Hinweis Nummer 2: “Sich ab und an zu streiten, gehört zum Lieben dazu. Aber vergessen Sie nie, dabei fair zu bleiben.” Die Prognose fällt leicht, dass unsere Spitzenpolitiker/-innen das mit dem gelegentlichen Zank sicher hinbekommen werden. Fair wird es nicht immer zugehen. Erfolgschance 50:50.

Dritter Tipp: “Verlernen Sie nicht, auch mal allein zu sein.” Dafür gibt es Parteitage, Regionalkonferenzen und Ortsvereinssitzungen. Klappt also zu 100:0 Prozent.

Vierter Tipp: “Die richtigen Worte, eine kleine Geste und Leidenschaft. Verlernen Sie nicht, sich zu überraschen.” Überraschungen wird es geben, manchmal sogar mit den richtigen Worten. Aber Angela Merkel und Leidenschaft? Sagen wir 30:70.

Fünfter Tipp: “Macken, Hobby, Eigenschaften: Tolerieren Sie weiterhin, was sie zu Beginn entzückend fanden.” Macken gibt es, wie die soziale Gerechtigkeit bei der SPD oder die Pkw-Maut bei der CSU. Allerdings hat noch niemand von der Gegenseite diese Geschichten als entzückend empfunden. Und: Alexander Dobrindt am Kabinettstisch ist für niemand tolerierbar. Erfolgschance 10:90.

Hinweis Nummer 6: “Zusammen lachen, Spaß haben, Blödsinn machen. Seien Sie manchmal unvernünftig.” Für gemeinsame Späße scheinen die Groß-Koalitionäre nicht geschaffen. Den Witz, den Andrea Nahles Horst Seehofer erzählen würde, gibt es nicht. Das gemeinsame Produzieren von Blödsinn auf der Basis unvernünftiger Beschlüsse sollte allerdings problemlos gelingen. 80:20 für die Große Koalition.

Und die siebte Kostbarkeit der Liebe: “Verlernen Sie nicht, den anderen jeden Tag aufs Neue für etwas zu bewundern.” Sicher ist, dass  erfolgreiche Politiker/-innen zuallererst und ausschließlich sich selbst bewundern. Es mag auch vorkommen, dass man am Todfeind reizvollere Eigenschaften erkennt als am Parteifreund. Aber bewundern geht kaum bis gar nicht. Erfolgschance 10:90.

Die Prognose für eine gelingende Partnerschaft liegt somit bei 330:370. Also bitte, quält uns nicht und verzichtet. Lasst es Liebe sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

November 14th, 2013

Große Koalition ist großer Krampf

Hollerplotz, sie haben es gemerkt! Kurz vor Toresschluss ist bis an die SPD-Spitze durchgedrungen, dass es eine Alternative zur Großen Koalition gibt. Und zwar gemeinsam mit den Bösen, den Linken. Aber werden sie sich trauen?

“Opposition ist Mist”, meinte einst der Meister des Verbal-Twitterns, Franz Müntefering. Stimmt zwar, aber Große Koalition ist es auch. Wenn die Diskussion unter den großen demokratischen Parteien zwecks gemeinsamen Regierens entfällt, hilft das vor allem seltsamen Gestalten an den Rändern. Eine AfD etwa wird für ihre europafeindlichen Thesen noch mehr Gehör finden.

Die Große Koalition ist zudem die ideale Plattform für Merkel’sche Alternativlosigkeit. Über noch weniger Themen als bisher wird diskutiert oder gar gestritten werden. Man braucht sich schließlich, im Bund und in den Ländern. Schon die Koalitionsverhandlungen zeigen doch, was uns erwartet. Weitgehend ergebnisloses Gerede mit einer Chefin, die sich fein diskret im Hintergrund hält, so dass am Ende nur diejenigen dumm aussehen, die überhaupt etwas gesagt oder versprochen haben. Es gilt die Mikado-Politik: Wer sich bewegt, hat verloren.

Es muss doch inzwischen selbst dem ministeramts-strebsamsten Sozialdemokraten klar geworden sein, dass es die Kanzlerin blendend versteht, nichts zu sagen oder zu tun, aber den Verdruss darüber an sich vorbeirauschen zu lassen.

Alsdenn, liebe SPD: Macht den Krampf nicht mit. Wenn Euch Rot-Rot-Grün zu heikel ist, dann lasst die Union regieren und stimmt von Fall zu Fall zu. Oder eben nicht. Ansonsten wird es in Zukunft heißen: Herzlichen Glückwunsch, zu etwas mehr als zwanzig Prozent.

 

 

Oktober 28th, 2013

Obama – unser großer Irrtum

Hiermit stelle ich Folgendes fest: Berti Vogts versteht mehr von Fußball als Pep Guardiola. Ja, ich spüre ihn, Euren Aufschrei. Rund 101 Prozent meiner Leser/-innen fragen soeben, ob ich über’s Wochenende irre geworden bin oder eine Drogenkarriere begonnen habe. Nein, keineswegs. Mir geht es um etwas anderes. Wir neigen dazu, uns in anderen Erdbewohnern zu täuschen. Und leiden an der Wahrheit.

Nehmen wir die Erdmännchen. In jedem Tiergarten gehören sie zu den Stars. Weil sie so süß, so irgendwie menschlich sind. Wenn sie durch die Gegend wuseln und sich wachsam aufrichten, denkt keiner daran, dass es sich um Raubtiere handelt, die bei passender Gelegenheit kräftig zubeißen. Oder Eisbärenbabys. Das so genannte Kindchenschema verführt uns dazu, dass wir gegenüber diesen weißen Knäueln Eltern-Gefühle entwickeln. Würde uns nicht unser Resthirn davon abhalten, wir würden die Streichelhand auch einem erwachsenen Eisbären entgegenstrecken – und nach dieser Begegnung allenfalls froh sein, dass die ungeschicktere der beiden Hände weg ist.

Womit wir bei Barack Obama wären. Was haben wir nicht in diesen Mann hineinprojeziert? Schon als Kandidat war er für uns das andere Amerika. Der perfekte Gegenentwurf zum tumben George W. Bush. Dunkelhäutig, jung, lässig, rhetorisch hochbegabt, zudem Ernährer einer Musterfamilie. Ein Bill Cosby der Weltpolitik, bei dem nur noch gefehlt hat, dass bei seinen launigen Reden an den richtigen Stellen die Lacher eingeblendet werden. Wer nach seiner Vereidigung mahnte, dass auch dieser US-Präsident nicht über’s Wasser gehen könne, galt als schlecht gelaunter Miesmacher. Stattdessen hat man ihm den Nobelpreis verliehen.

Was aber haben wir gelernt? Dieser Barack Obama ist kein Erdmännchen, wie wir es gerne hätten. Er ist ein Machtpolitiker, der weder Tod noch Teufel kennt, wenn es darum geht, seiner Nation Vorteile zu verschaffen. Der US-Präsident tut all das, was wir eigentlich vom skrupellosen Russen Wladimir Putin erwarten. Was stören könnte, wird ausgehorcht.

Tja, es gibt eben auch das wohlmeinende Vorurteil. Genauso wie das andere. War Guardiola jemals Europameister? Man sieht, auch im Fußball wird gerne überschätzt.

Oktober 25th, 2013

Merkelgate? Die Leiden des NSA-Manns

Abhängig Beschäftigte wissen es: Nichts beschleunigt Veränderungen mehr, als wenn auch Chef oder Chefin betroffen sind. Somit können wir sicher davon ausgehen, dass nach dem Anzapfskandal um Angela Merkels Handy das Thema Datenschutz mit Macht auf die politische Agenda kommt. Bis hin zum Verbot von Smartphones – man denke an Fukushima – scheint derzeit alles möglich zu sein. Schließlich leben wir in einem Land, dem das Abhören befreundeter Mächte ganz und gar fremd ist. Das macht kein BND nicht, oder????

Aber hier geht es um etwas anderes, nämlich um Mitgefühl. Der NSA-Skandal sollte uns auch an jene Menschen denken lassen, die diesen dreckigen Job erledigen. Da wird also dieser kurzgeschorene Jüngling, den Sie bei den Marines wegen einer Bandscheibenverkrümmung aussortiert haben, an seinen neuen Arbeitsplatz geführt. Der Dschennerell ruft ihn und bellt: “Constable, are you ready to attack Germany?” “Sir, yes, sir, yes!” “Are you ready to späh out the migthiest women of this world?” “Sir, yes, sir, yes.” “So do it!” “Sir, yes, Sir, yes!”.

Und dann geht es los. Da hört dieser junge Mann 26 Mal pro Tag den Satz “Deutschland geht es gut”. Oder diesen: “Man kann sich nicht darauf verlassen, dass, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt, und wir müssen damit rechnen, dass sich das in verschiedenen Weisen wiederholen kann.” Oder: “Insofern werden wir Wege finden, die parlamentarische Mitbestimmung so zu gestalten, dass sie trotzdem auch marktkonform ist, also dass sich auf den Märkten die entsprechenden Signale ergeben.” Oder: “Die Beschäftigung mit nicht vorrangigen Dingen darf aber kein Ersatz dafür sein, dass wir auf die eigentlich bedrängenden Fragen keine Antwort haben.” Oder: “Seehofer ist ein Arsch.”

Am Abend schließlich muss der kurzgeschorene Ex-Marine zum Chef. Er soll die aktuellen weltpolitischen Pläne Deutschlands erklären, aber er wird sich fühlen wie Maybritt Illner, Anne Will, Peter Klöppel und Stefan Raab zusammen. Auf die entscheidende Frage seines Chefs wird er sagen. “Sir, sorry, Sir. I don’t know. And who the fuck is Seehofer?”

Wie der BND soeben meldet, hat sich ein NSA-Mitarbeiter freiwillig für Guantanamo gemeldet. Als Häftling.

Oktober 23rd, 2013

Wo Respekt ein Fremdwort ist

Kennen Sie das? Respekt? Es ist ein Wesenszug, der unserer Gesellschaft mehr und mehr abhanden kommt. Besonders deutlich zeigt sich das in der Wirtschaft.
Wenn Angela Merkel die Hände vor den Kanzlerinnen-Nabel legt, spricht sie auch gerne von der sozialen Marktwirtschaft. Abhängig beschäftigte Menschen seien den Ausbeutern nicht hilflos ausgeliefert. Dies sei in vielen Jahrzehnten Demokratie erreicht worden.
Stimmt schon, bloß: Bei uns wird die Uhr zurückgedreht. Es war doch die Verheißung eines humanen Wirtschaftens, dass Arbeitnehmer/-innen keine Zukunftsangst haben müssten. Wer sich in seinem Betrieb etabliert hatte, konnte davon ausgehen, dass seine Treue geschätzt und er seinen „wohlverdienten Ruhestand“ mit einer auskömmlichen Rente verbringen konnte. Die Grundbotschaft lautete „Du bist Dein Geld wert“.
Da hat sich der Tonfall grundlegend geändert. Wer arbeitet, ist für viele Arbeitgeber in erster Linie ein Kostenfaktor, der minimiert beziehungsweise prekarisiert werden muss. Wer eine faire Bezahlung fordert, muss zumindest ein schlechtes Gewissen haben, weil er damit seine Firma ruinieren könnte. Die Botschaft 2013 lautet: „Du bist Dein Geld nicht wert. Jedenfalls nicht jetzt.“
Unter diesem Motto ist eine neue Währung entstanden, nämlich die Aussicht auf späteren Ruhm. Daran kann mit Gratis-Praktika bei öffentlichen Einrichtungen wie Kulturbüros oder bei namhaften Architekten gearbeitet werden. Oder auch mit freier Mitarbeit in der Medienbranche.
Ein gutes aktuelles Beispiel ist die gerade gestartete deutsche Ausgabe der „Huffington Post“. Diese Internet-Zeitung war in den USA entstanden, um George W. Bush und seinen konservativen Medienjüngern als Fackel der Freiheit Paroli zu bieten. Bei uns wird sie vom konservativen Burda-Verlag herausgebracht. Wobei dieser nicht die Welt verbessern, sondern möglichst schnell Geld verdienen möchte.
Das Geschäftsmodell funktioniert aus Verlagssicht so: Du gibst uns Deine Texte und Bilder gratis. Wir bekommen die Vermarktungsrechte. Falls es mit einem Text rechtliche Probleme gibt, musst Du das selber regeln. Als Gegenleistung versprechen wir, dass Dich so viele Menschen lesen werden, wie nie zuvor in Deinem Leben. Was Du schreibst, ist uns nicht so wichtig.
Ist das Respekt? Sicher nicht, denn dieser drückt sich auch dadurch aus, dass arbeitende Menschen an der Wertschöpfung ihrer Firma beteiligt werden.
Jedoch, dass das Gegenmodell funktioniert, liegt auch in unserer Natur. „Aus Angst, mit Wenigem auskommen zu müssen, läßt sich der Durchschnittsmensch zu Taten hinreißen, die seine Angst erst recht vermehren“, formulierte schon der griechische Philosoph Epikur. Womit wir auch lernen: Wer keine Achtung vor sich selbst hat, wer alles mitmacht, ist des Ausbeuters bester Freund. Wir brauchen Respekt!

Oktober 20th, 2013

Die Politik wird ohne Mut gemacht

Man kann die Eigenschaften der Bundespolitik auf vielerlei Art beschreiben. Ein Wort passt aber ganz bestimmt nicht: Mut. Das zeigt der bisherige Verlauf der Koalitionsverhandlungen.

Es soll also so kommen, wie es zuletzt fast alle erwartet haben. Die SPD ist bereit, sich aus Verantwortung für das Land für das große Ganze aufzuopfern und sich an der Seite von Angela Merkel dauerhaft im 25-Prozent-Ghetto einzurichten. Denn es wird doch niemand glauben, dass es den Sozialdemokraten gelingen wird, sich an der Seite der Schwarzen Witwe als eigenständige politische Kraft zu profilieren. Das bisschen Mindestlohn wird dazu nicht reichen, zumal es wichtige Branchen gibt, die sich lautstark dagegen wehren. Weshalb die SPD bei der Gewerkschaft ver.di sondiert hat, ob man die Sache mit den Achtfünfzig für die Zeitungszusteller irgendwie anders regeln könnte.

Mit Mut ginge es anders. Etwa dann, wenn die Grünen über das Stöckchen gesprungen wären, das ihnen Angela Merkel und Horst Seehofer hingehalten haben. Aber die Verhandler/-innen der Ökopartei waren offenbar davon überrascht, wie offen ihnen die Union begegnet ist. Dabei hätten sie wissen müssen, wie leicht die Kanzlerin und/oder der CSU-Chef eigene Positionen aufgeben, wenn sie ihrem Machterhalt nutzt. Diese Koalition wäre ein interessanter Versuch gewesen, zumal ihr – anders als bei der Großen Koalition – eine einigermaßen starke, zur Kontrolle der Regierung fähige Opposition gegenüber gestanden hätte.

Doch die deutsche Politik hält es lieber mit dem alten Adenauer und sagt “Keine Experimente”. Und die SPD muss darauf hoffen, dass Mietpreisbremse, Angleichung der Renten in Ost und West sowie eine Finanztransaktionssteuer dereinst als ihre großen Errungenschaften in den Geschichtsbüchern stehen werden.

Zumindest soll niemand bei der SPD behaupten, sie könne den Kanzler auf gar keinen Fall selbst stellen. Rot-Rot-Grün kommt als Koalitionsoption irgendwann so oder so. Aber diesmal gilt als Richtschnur Merkels großer Satz “Sie kennen mich”. Wer kann da noch widerstehen.

September 29th, 2013

Wer hüpft ins Bett der schwarzen Witwe?

Es muss ja nicht gleich Elfriede Blauensteiner sein. Jene Österreicherin, die am Ende des vergangenen Jahrtausends mindestens drei Menschen ins Jenseits befördert haben soll und seitdem als „Schwarze Witwe“ die Kriminalgeschichte ihres Landes bereichert. Uns reicht schon Angela Merkel. Auch von ihr ist bekannt, dass ihre männlichen Parteifreunde und sonstigen politischen Lebensabschnittsgefährten gefährlich leben. Traut sich trotzdem jemand in ihre Nähe?
Ich habe Angela Merkel auch schon als “die wahre Femme Fatale” dargestellt. Aber so prophetisch dieses Video aus heutiger Sicht ist, so unpassend ist der Vergleich am Ende. Frauen dieser Kategorie haben ihre Opfer bevorzugt mit Erotik ins Verderben gelockt. Angela Merkel ködert mit Macht, sie ist somit ein eher männlicher Gegenentwurf zur unwiderstehlichen Sexbombe.
Schwarze Witwe passt besser. Es darf als feministischer Urtraum vermutet werden, einen Sexpartner für dessen fahrlässig ausgeführte Penetration mit einem verheerenden Biss in den Nacken zu bestrafen. Die Frauenforschungsstelle Münster hat sich vielleicht auch deshalb bei ihrer Gründung nach der Mörderspinne benannt.
Nun ist die Zahl der Opfer Merkels geradezu unmenschlich hoch. Kohl, Merz, Westerwelle, Koch, Rösler, Steinmeier, Müntefering, etc., etc., etc. Außerdem ist die Bundeskanzlerin tatsächlich frisch verwitwet – und wie bei den Spinnen sind die potenziellen Männchen deutlich kleiner als sie selbst.
Womit wir doch wieder bei Elfriede Blauensteiner angekommen sind. Auch sie ließ die Erotik beiseite und suchte lieber nach pflegebedürftigen Männern und Frauen, die wirtschaftlich etwas zu bieten hatten. Auch die SPD sehnt sich danach, aufgepäppelt zu werden, wobei sie einige Inhalte mitbringt, die im Laufe der Jahre sicher zum Programm der Union werden dürften.
Vor Gericht auf das überraschende Ableben ihrer Klienten angesprochen zitierte die Blauensteiner Pontius Pilatus: „Ich wasche meine Hände in Unschuld“. Hat sich Angela Merkel in der Fernseh-Elefantenrunde zum Ableben der FDP nicht ganz ähnlich geäußert?
Alsdenn, wer springt in Angies Bett? Die Sozialdemokraten sollten sich zumindest vorsehen…

Hier das Video: http://blog.nn-online.de/hirnduebel/2011/06/30/die-wahre-femme-fatale/

September 23rd, 2013

Aliens sind unsere Hoffnung

Weltsensation! Die Bild-Zeitung, die gerade mit einer Sonderausgabe zur Bundestagswahl 41 Millionen Haushalten die Altpapiertonnen verstopft hat, meldet also außerirdisches Leben in unserer Stratosphäre. Es handle sich um Einzeller, deren DNA-Struktur einer irdischen Algenart gleiche. Liebe Leute, warum wundert uns das? Es muss extraterristrisches Spezies geben. Alles andere wäre ein dramatisches Versagen der Evolution.

Stellen wir uns doch bloß mal vor, es wäre der Endpunkt der Schöpfung, dass Bild, RTL 2 und Bunte nebeneinander existieren können. Stellen wir uns vor, Gott würde mit Wohlgefallen auf den Euro-Rettungsschirm und auf das deutsche Steuerrecht in seiner Gesamtheit schauen. Er würde sagen, dass beides so blendend aufgebaut sei, als wäre es direkt vom Baum der Erkenntnis gepflückt.

Stellen wir uns weiter vor, dass es galaxieweit keine Spezies gäbe, die erkannt hätte, dass Telefon-Flatrates mit angegliedertem Schrottservice zu überwinden sind. Und dass es so genannte Führungs-Nationen gäbe, in denen eine Angela Merkel an der absoluten Mehrheit kratzt.

Nein, es wäre eine Tragik des universalen Lebens, wenn es keine klügere Lebewesen als uns Menschen gäbe. Wenn Wahlkämpfe der SPD und der Grünen den Standard für andere Planenten setzen würden. Wenn die die AfD auf dem Mars die Abschaffung des Sonnendollars fordern könnte.

Nein, Aliens sind keine Bedrohung. Sie sind unsere Hoffnung. Aber wer weiß, vielleicht hat das Aufräumen schon begonnen. Die FDP wurde am Wahlsonntag eindrucksvoll eliminiert. Wie? Sie meinen, das kann nicht das Werk von Aliens sein, weil die doch bestenfalls in der Stratosphäre sitzen? Tja, aber war da nicht dieser Irre, der aus größter Höhe abgesprungen ist? Ja, er hat sie mitgebracht. Red Bull verleiht der Evolution Flügel. Sie sind da. Herzlich willkommen!

September 19th, 2013

Geh wählen! Hier ist der allerbeste Spot

Ich gestehe, dass ich Fan von Wahlwerbespots bin. Wann sonst erfährt man, was die Partei Bibeltreuer Christen im Programm hat? Die handverwackelten Videos der Kleinparteien sind allemal lustiger als die geradezu klinisch Filme der Großen. Aber das hier ist für mich der ultimative Spot. Gemacht von der IG Metall, temporeich, witzig und aufrüttelnd. Anschauen lohnt sich!

http://www.youtube.com/watch?v=qorPt1dxxWY

September 14th, 2013

Mit Stinkefinger und Valium-Drohne

Stinkefinger? So geht's richtig.

Stinkefinger? So geht's richtig. Foto: Wikipedia

Dauernd frage ich mich in den aktuellen Wahlkämpfen: Geht’s noch dümmer? Es gäbe wirklich einiges Wichtiges zu debattieren. Doch worüber diskutieren wir? Über den Stinkefinger von Peer Steinbrück.

Hosianna! Wenn es wirklich möglich ist, dass ein ungewöhnliches Magazin-Foto eines Spitzenpolitikers die gesamte Republik als herausragendes Thema bewegt, dann habe ich hierfür zwei Erklärungen: Entweder sind wir mit richtiger Politik überfordert und lassen uns deshalb gerne von der Bild-Zeitung mit trivalem Mist zutexten (woraufhin die anderen Medien zuverlässig folgen). Oder es ist eine im Auftrag der Kanzlerin ausgesprühte Valium-Wolke über’s Land gezogen, so dass wir dem unvermeidlichen Wahltag halb ohnmächtig entgegen dämmern. Wer weiß es schon. Vielleicht testen unsere Rüstungskonzerne gerade neuartige Ritalin-Drohnen, welche dafür sorgen, dass auch erfolglose Regierende bis hin zum Despoten als nett und vertrauenswürdig wahrgenommen werden.

Peer Steinbrück hat sein Foto, das kurioserweise ausgerechnet  die Behelfs-Kabarettisten von der FDP geschmacklos finden, in den Umfragen nicht geschadet. Vielleicht schlägt Angela Merkel ja zurück. Indem sie einen Putzfrauen-Kittel anzieht und dem Mindestlohn den Vogel zeigt.

Was  den Konkurrenten zur Höchst-Provokation veranlassen würde, indem er auf seinem finalen Plakat genussvoll in der Nase bohrt. Das würde ihn vermutlich ruinieren – wenngleich er mit 96 Prozent der autofahrenden Männer auf einer Linie läge.

Warten wir einfach ab. Das wahre Wort zum Thema kommt indes aus dem Senegal. Dort sagt ein Sprichwort dieses: “Ohne die Finger wäre die Hand ein Löffel.” Das sollten wir nie vergessen.