Posts Tagged ‘Mann’

Februar 3rd, 2013

Der Mann schrubbt – leider oft vergebens

Männer, auch begabte Sexisten, müssen sich damit abfinden: Die einzige sichere Eigenschaft von Frau ist ihre Widersprüchlichkeit. Da läuft seit gut 30 Jahren unter dem Stichwort “Feminismus” ein riesiger gesellschaftlicher Feldversuch mit dem Ziel der Umerziehung des Mannes zu einem kooperativen, gerechten, sanften, hilfsbereiten Wesen. Und nun das: Ehemänner, die Hausarbeit leisten, verlieren die Lust auf Sex und werden von ihren Frauen als weniger attraktiv eingeschätzt.

Das behauptet Medien zufolge das Center for Advanced Studies am Juan-March-Institut in Madrid. Mittels einer Befragung von 7002 Teilnehmern will es herausgefunden haben, dass insbesondere das Erledigen von Arbeiten, die als typisch weiblich gelten, die Libido beeinträchtigen. Wogegen Männer, die im Garten arbeiten oder Rechnungen bezahlen, gemäß dieser Studie häufiger Tanzkarten verteilen.

Ich gebe zu bedenken: Hinter den meisten Umfragen steckt ein Auftraggeber. Und selbst Professoren sind bestechlich. Einen Geldgeber wird es auch hier gegeben haben, zumal es sich bei diesem bislang völlig unbekannten Institut entweder um eine frische Existenzgründung oder um eine betrügerische Briefkastenfirma handeln könnte. Wer weiß, vielleicht stecken die Baumärkte in der Umsatzkrise und wollen Hornbach-Erotik mit Nachdruck salonfähig machen. Eventuell wollen uns die darbenden Handelskonzerne einbleuen, dass das Abzeichnen von Quittungen ein majestätischer, mega-männlicher Akt ist. Oder die von einbrechenden Verkaufszahlen gebeutelte Autoindustrie wollen den Männern wieder klar machen, dass das Einseifen der verdreckten Karre schärfer macht als das Schrubben der Toilettenschüssel. Zumal Letzteres zwangsläufig den Anteil der Sitzpinkler steigert.

Vielleicht aber leben wir nur in seltsamen Zeiten. Wenn das RTL-Dschungelcamp für einen angesehenen Fernsehpreis nominiert wird, kann es ja sein, dass in unserer Wahrnehmung die Grenzen zwischen blöd und originell verwischen. Was auch für Umfragen gelten könnte.

Zumal es auch andere Studien gibt. Demnach hängt die Zufriedenheit von Frauen in der Ehe stark davon ab, ob und wie stark sich ihre Männer im Haushalt beteiligen. Tja. Frauen sind eben so – unbestimmt. Und für den Mann des 21. Jahrhunderts gilt wohl ein schöner fränkischer Satz. “Wäimers machd, is verkährd.” (Wie man es macht, ist es verkehrt) Und so putzen wir vergebens. Das ist die Tragik des Lebens.

November 21st, 2012

Lothar, Du Sysiphus der Silikonhügel

Liebe Leute, Ihr könnt lästern, schwatzen und flüstern wir ihr wollt. Ich stecke den Sand nicht in den Kopf. Ein Hirndübel lässt sich seine Meinung nicht von der Schwarmintelligenz der Boulevardpresse diktieren. Für mich ist Lothar Matthäus ein Held. Ein tragischer zwar, aber er ist einer. Punkt. Aus. Ende.

Wie jetzt bekannt wurde, ist auch sein Dessous-Model Joanna Tuczynska nach gut eineinhalb Jahren gemeinsamer Zusammengehörigkeit beziehungstechnisch dahingeschieden. So wie vor ihr Ariadne, Liliana, Marijana, Maren, Lolita und Silvia. Wieder war es nix. Und was sagt Loddar dazu? “Wir haben uns einvernehmlich getrennt. Ich hege keinen Groll und wünsche Joanna alles Gute für die Zukunft.”

Genau das ist die dem Franken eigene Größe in Reinkultur. Schauen wir doch einmal herum, wie andere Männer reagieren, wenn sie verlassen werden. Sie randalieren, demolieren Autos,  zertrümmern Wohnungseinrichtungen, brechen die Nasenbeine der Nebenbuhler oder fallen in Suff und Depression. Gute Wünsche für die Ex? Nie und nimmer.

Wir lernen daraus: Lothar Matthäus geht mit verflossener Liebe extrem großzügig um. Er ist eine wahre Diva, gewissermaßen die Zsa Zsa Gabor des Weltfußballs. Nein, dieser Mann glaubt an sich und sein Glück. Er wird nie aufgeben, wird nie zweifeln – und doch immer wieder scheitern. Man könnte ihn auch den Odysseus der Schlauchbootlippen oder den Sysiphus der Silikonhügel nennen. Dieser unverbesserliche Romantiker steht parabelhaft für das Leben und Leiden von uns allen, für unser immerwährendes suchen, finden und verlieren.

Nur eines kann ihn erlösen: Wenn der Sexualtrieb der Altersweisheit weicht. Das dauert noch ein bisschen. Gebt ihm also erstmal einen netten Verein, wie etwa 1860 München. Loddar braucht jetzt Fußball. Denn wie heißt es so schön? Ein Tor würde dem Spiel gut tun.

 

 

 

 

August 14th, 2012

Arme Heidi Klum: Die Krise vermiest uns die Bulimie

Sie ist schon arm dran, unser Germany’s First Top-Model, Heidi Klum. Nicht nur ihr Ehemann, sondern auch scharenweise Fernsehzuschauer sind ihr davongerannt. Und bestimmt fragt sich die gestrenge Modetante: Was ist bloß in diesem Land? Die Antwort kommt aus London. Schuld sind die Griechen, Spanier, Italiener und andere. Denn in der Wirtschaftskrise erstirbt der geheime Charme der Bulimie.

Forscher der Westminister-Universität haben das Phänomen in einer Studie mit dem Titel “The Impact of Psychological Stress on Men’s Judgements of Female Body Size” untersucht. Es geht also darum, wie Psychostress das Beuteschema von Männern verändert. Normalerweise sind Heidis zarte Wesen in ihren Kleidchen in Größe 34 und darunter die Inkarnation des Glamourösen. Entsprechend viele Männer träumten davon, mit einer solchen Begleiterin auf einer Party aufzutauchen. Sie waren bereit, dafür so richtig Geld rauszuhauen.

Doch das gilt nur, wenn ihre Seele  intakt ist und wenn die Zukunftsperspektiven stimmen. Doch heute wirkt die Finanzkrise als purer Stress, die Angst vor Geld- und Jobverlust macht Männer fertig. Dann heißt es:  Ade, schöne Zicke. Hallo, Mama. Im wissenschaftlichen Versuch bedeutete das, dass die unter Stress gesetzten Probanden üppige Frauen auf vorgelegten Fotos attraktiver fanden.

Damit bestätigten die Forscher die Hypothese, dass Menschen wie auch Tiere in Stresssituationen einen erhöhten Bedarf an Sicherheit haben. Evolutionsgeschichtlich gesehen signalisieren rundere weibliche Formen ausreichenden Zugang zu Nahrung, eine bessere Gesundheit und einen stabileren weiblichen Zyklus als dünne Frauenkörper, erläuterten die Forscher.

Und damit drohen Heidi Klum ganz schwere Zeiten. Sie hat das bereits gemerkt, und zu einem der letzten Mittel gegriffen. Sie ließ sich unter den Rock fotografieren und präsentierte lachend ihr mit Photoshop bearbeitetes Hinterteil.

Hilft bloß nix. Denn die Krise wird noch stärker werden. Also, Heidi: Lerne endlich, was es heißt, anständig zu essen. Oder gib deinen  Sendeplatz an ein erfolgversprechenderes Format ab: Tine Wittler und Dirk Bach präsentieren “Germany’s Next  Top-Moppel”.  Wir werden uns auf dem Sofa amüsieren und noch mehr Chips und Nüsse futtern als bisher. Denn das Signal zum unbegrenzten  Zugang zu Nahrung gefällt uns – in diesen schweren Zeiten.

August 10th, 2012

Die Liebe lässt uns mächtig rudern

Wo die Liebe hinfällt, bleibt nicht selten ein Krater zurück. Aber muss man eine Frau dafür bestrafen, dass sie mit einem Deppen zusammen ist? So wie im Rudersport? Und was ist schön daran, jeden Abend Helmut Schmidt zuzuhören? Denken wir darüber nach…

Juni 13th, 2012

Alkohol macht schön!?

Welcher einsame Großstadt-Wolf  kennt das nicht? Er sitzt an der Bar. Irgendwie hormonell aufgeladen, aber angesichts der anwesenden Ladys nicht übermäßig motiviert. Er trinkt was, und schließlich wird der Wolf zum Jäger. Er reißt seine Beute, erlebt eine heiße Nacht – und erschrickt beim Aufwachen. Wie kommt einer wie er zu dieser hässlichen Frau?

So stellen wir uns gemeinhin den Akt und die Folgen des Schönsaufens vor. Der pirschende Mann trübt seine Sinne, damit sie ihm Attraktivität vorgaukelt, wo gar keine ist.

 Bloß: So stimmt das nicht. Durch Alkohol wird nämlich der Wolf sexy. Französische Wissenschaftler wollen dies in einer Studie mit dem Titel “Die Schönheit liegt im Auge des Biertrinkers” herausgefunden haben. Demnach ist der verklemmte und/oder verschüchterte  Nachtschwärmer, der sich ansonsten schon dann erotisch wähnt, wenn er auf Facebook mit zitternden Fingern auf “Anstupsen” drückt , zunächst hilflos. Männer haben ja Probleme, Lustsignale von Frauen zu empfangen und zutreffend zu bewerten.

Der Alkohol jedoch fließt nicht nur in die Leber, sondern offenbar auch ins Rückgrat. Unser Jäger strafft sich und beginnt, sich selbst immer attraktiver zu finden. Schön, wie er sich nunmehr fühlt, ist er bereit zum zielführenden Gespräch.

Soweit die Forscher. Nicht untersucht haben sie allerdings, wie sich die Attraktivität eines zunehmend besoffenen Menschen in der Wahrnehmung der Umgebung verändert. Es liegt sicher am Ausmaß des Saufens und am Mundgeruchfaktor des jeweiligen Getränkes. Wodka oder Wein haben da bestimmt eine bessere Prognose als fränkisches Landbier.

Zwei Probleme aber bleiben: Auf jeden Rausch folgt der Kater. Und jeder Depp bleibt Depp. Ohne Alkohol leben, aber über lange Strecken einsam sein, ist alles in allem gesünder. Man nennt es auch Marathonlauf. 

Februar 14th, 2012

Hurra, die Liebe bricht herein!

Geldbeutel raus! Heute muss alles weg! Es ist doch schön, dass es in all dem Leid, in all dem Stress, der auf dieser Welt ist,  Tage gibt, an denen die Liebe dramatisch über uns hereinbricht. So auch heute. Es ist Valentinstag. Überall werden die Sendboten der Innigkeit zu Bündeln verschnürt und in Papier oder Folie verpackt.

Man kann am Sinn dieses Tages zweifeln. Mann sowieso, denn ein solches Ereignis bringt die eigene Routine völlig durcheinander. Schließlich muss  zu Arbeitsplatz, Heimweg, Sofa, Abendessen und Champions League ein Abstecher zum Floristen hinzugefügt werden. Immerhin, man leistet etwas für ärmere Regionen. 30 Prozent der in Deutschland verkauften Schnittblumen kommen aus Entwicklungsländern. Das findet Dirk Niebel gut, den im Pestiziddampf arbeitenden Frauen und Kindern hilft es wenigstens zum Teil.

Ein weiteres Gegenargument: Blumen schenken hat etwas vom Jahr der Behinderten oder vom Jahr der Frau. Man(n) geht, besorgt etwas, bringt es durch Schnee und Matsch nach Hause. Frau freut sich. Aber dann muss es auch wieder gut sein. Bis zum Muttertag. 

Auf jeden Fall sollten Schenkende die Sprache der Blumen kennen. Es hat eine bittere Ironie wenn der Sofahocker, der jeden Abend nach dem dritten Bier vergisst, dass er nicht alleine lebt, mit roten Rosen daherkommt. Die damit signalisierte Leidenschaft ist vermutlich schwer einzulösen, weshalb die Beschenkte dazu neigen könnte, ein schlechtes Gewissen zu vermuten. Nelken sind modern, werden aber auch gerne  für Trauerkränze benutzt. Das kann falsch verstanden werden.

Die Gerbera sieht hübsch aus, ist aber eine Blume, die man völlig leidenschaftslos auch an die eigene Oma verschenken kann. Recht clever ist es, die Iris in den Valentinstag-Strauß einzubauen. Sie steht für echte Liebe, worunter man ja durchaus auch den gemeinsamen Kartoffelchips – und Erdnussverzehr verstehen kann. Wer aber ganz sicher nichts verkehrt machen will, sollte zur Kamille greifen. Diese Blume steht für Hoffnung. Die können alle brauchen, Mann und Frau, zu jeder Zeit, an jedem Ort.

Wie dem auch sei: Ich war, Stand heute, 13.30 Uhr, noch nicht im Blumenladen. Aber ich werde tun, was ein Mann tun muss. Und vielleicht werde ich sogar überrascht, wenn Bier und Chips schon bereitstehen. Das ist dann mein schönes Geschenk. Bis zum Vatertag.

November 5th, 2011

Die Männer und ihr unverstandener Gedenktag

Es ist tragisch. In diesen wirren Zeiten gibt es sogar unverstandene Gedenktage. Der Weltmännertag gehört dazu. Und das liegt – unter anderem – an Deppen wie mir.

Am Donnerstag stand dieser Spezialtag im Kalender. Ich habe mir da einen witzig-emanzipatorischen Akt eingebildet. Einen Tag, an dem es den Männer erlaubt wäre, sich auf dem Sofa fläzend am ganz persönlichen Lagerfeuer zu wärmen und in die weite Steppe deiner Seele zu schauen. Ohne dass dich eine wohlvertraute Stimme fragt: “Schatz, geht’s Dir nicht gut?”

Ich hatte an eine Art Vatertag auf höherem intellektuellen Niveau gedacht. An einen Tag, an dem es kein Problem wäre, mit einem SUV auf die Jagd nach etwas Unbestimmtem zu gehen. An dem ungesundes Essen eine Freude sein und schlechte Manieren toleriert würden. Mit anderen Worten: Ich träumte von 24 Stunden der evolutionsgerechten sinnvollen Verortung des Mannes in dieser Gesellschaft. Und aus all diesen Gründen hielt ich die Wahl von Markus Söder zum bayerischen Finanzminister für ein starkes Signal der CSU zu diesem Anlass. Mehr Testosteron hat ja keiner.

Aber es ist ganz anders: Der Weltmännertag soll das Bewusstsein der Männer im gesundheitlichen Bereich erweitern. Das sagt sein Erfinder, Michail Gorbatschow. Jawoll, jener Gorbatschow, der das große russische Reich in den Untergang getrieben hätte, wenn Putin nicht gekommen wäre. Wir sollen weniger Wodka oder Bier saufen, sollen stattdessen mehr auf unseren Körper achten – und uns so in Sachen Lebenserwartung Zug um Zug an die Frauen heranpirschen.

Ich frage: Ist das wirklich die richtige Reaktion auf den wackeligen Zustand der Sozialsystems im Allgemeinen sowie der Rentenkassen im Besonderen? Ich bin skeptisch. Genauso, wie ich skeptisch bin, was der Erfolg des Weltmännertages angeht.

Ich denke da an den Weltfrauentag. Dieser hat jede Menge Forderungen, mit denen sich die Welt verbessern ließe. Bloß: Am Muttertag ist trotzdem viel mehr los.

Oktober 7th, 2011

Ein Leben als Frau? Lieber nicht!

Franz Beckenbauer redet davon, dass er sich vorstellen könnte, als Frau wiedergeboren zu werden. Ich sage: Hier irrt die Lichtgestalt. Denn das Leben der Frau ist viel zu kompliziert und viel zu ungerecht.

September 2nd, 2011

Frau am Steuer – einfach unsexy

Völlig unverständlich: Männer finden Taxifahrerinnen unsexy.

Völlig unverständlich: Männer finden Taxifahrerinnen unsexy.

“Tomatensaft bitte!” Kürzlich hatte eine Umfrage aufgedeckt, dass diese Aufforderung bei vielen Männern mit einer hohen Testosteron-Ausschüttung einhergeht. Kurz gesagt, Stewardess gilt den Herren in Deutschland als erotischter Beruf. Es war klar, dass die Gegenfrage kommen musste. Welcher Beruf ist unsexy? Die Antwort: Es ist die Frau am Steuer.

Aber der Reihe nach: Wir erfahren zum Beispiel, dass laut Umfrage die Restaurantwirtin auf dem zehnten Platz des Unsexy-Rankings liegt. Also fragt man sich doch, warum ein Frau, die Pils zapft und Schnitzel serviert, langweiliger ist, als eine Frau, die in einem Flugzeug Kaffee ausschenkt. Rätselhaft. Die Erotik-Studie ist auch eine klare Absage an “Mädchen in Männerberufen”. Handwerkerinnen und Kfz-Mechanikerinnen landen auf den Plätzen 9 und 8. Na gut, hier ist wohl die natürliche Autorität des Durchschnittsmannes tangiert.

Erstaunlich hingegen ist der siebtletzte Platz der Verkäuferinnen. Das kann eigentlich nur daran liegen, dass Männer zu selten sehenden Auges zu Douglas oder in Schuhgeschäfte gehen. Hormontechnisch unbedeutend sind ebenfalls Schaffnerinnen und Büroangestellte, die keine Sekretärinnen sind.

Dass Macht und gegebenfalls Klugheit Frauen nicht sexy machen zeigen die Plätze vier bis zwei: Sie gehen an Programmiererinnen, Beamtinnen und Politikerinnen.

Die Anti-Sex-Frau schlechthin ist jedoch die Taxifahrerin. Logisch: Sie dringt in die Männerdomäne des Fahrens ein, trägt ausschließlich bequeme Kleidung, muss nicht mal nach dem Weg fragen, soll möglichst nicht zu sehr vollgequatscht werden und verlangt für ihre Dienstleistung in aller Regel viel zu viel Geld. Schlechte Papiere. Allerdings geht es den Herren am Steuer nicht besser. Auch Frauen gilt der Taxifahrer als besonders unsexy.

Ich stelle also abschließend fest, dass ich Liebesbeziehungen von Taxifahrerinnen und -fahrern für sehr wahrscheinlich halte. Sonst will sie ja keiner.

August 3rd, 2011

Die Saftschubse verleiht den Hormonen Flügel

Bei diesem Anblick werden Männer schwach.

Bei diesem Anblick werden Männer schwach.

Immer wieder wird mir zwischendrin klar, dass es besser ist, keine Frau zu sein. Denn Frauen sind eine Problemgruppe. Kriegen Sie Kinder, versauen sie sich entweder die Karriere oder sind Rabenmütter. Wollen sie Karriere machen, laufen sie gegen Wände oder treten zu männlich auf. Also fordere ich hiermit feierlich und mit allem Nachdruck: Führt die Frauenquote für Chefpositionen ein. Und zwar Rucki-Zucki.

So allmählich müsste doch auch dem schlimmsten Betonkopf klar sein, dass es keine Frage des Geschlechts ist, ob jemand Spitzenleistungen bringt oder auf der ganzen Linie versagt. Die Weltpolitik etwa hat sich doch nicht wirklich verändert, seit immer mehr Frauen am Ruder sind. Außer vielleicht, dass in immer mehr Ländern das Haushaltsgeld fehlt.

Aber die Männer haben diese Erkenntnis geistig-moralisch noch nicht vollzogen. Dies beweist gerade eine neue Umfrage zum Thema „Welche Frauenberufe finden Männer sexy?“.

Hier zeigt sich, dass es den Herren völlig ausreicht, wenn sie die Chefin daheim haben. „Managerin“ kommt in den Top Ten nämlich nicht vor. Dafür beflügelt das Gesundheitswesen die Phantasie der Männer. Wobei das erotische Wesen besser als Krankenschwester (Platz 4) denn als Ärztin (Platz 7) daherkommt. Die Sekretärin (Platz 6) landet erstaunlicherweise hinter der Pilotin.

Naheliegend war die Einschätzung der Umfrage-Teilnehmer, dass Hostessen meistens sexy sind (Platz3). Auf dem zweiten Platz sind die Fitnesstrainerinnen gelandet.

Aber dann, die Siegerinnen: Stewardessen! Da überlegt man sich doch, was so unfassbar scharf ist an Frauen, die gestenreich die Notausgänge erklären, immer den kürzesten Weg zum Klo zeigen können und kistenweise Tomatensaft durch die Gegend fahren.

Ich weiß es nicht. Und finde das Umfrage-Ergebnis sowieso tragisch. Denn wir Männer finden uns damit ab, dass die die tollsten Frauen in 10.000 Metern Höhe herumschweben. Ach, wer verleiht uns Flügel?

Mai 22nd, 2011

Liebe Männer: Finger weg von Teilzeit!

Zwei Typen von Menschen verursachen mir Pickel auf der Seele: Vorneweg notorische Lächler, die anderen Leuten genauestens erklären, was “Glück” ist und wie man dahin kommt. Und außerdem Experten, die behaupten, dass sie die Zukunft kennen.

Eine solche Einrichtung ist die Bertelsmann-Stiftung. Diese beschäftigt sich damit, die Gesellschaft zu erforschen und den Spitzen der Politik Entscheidungshilfen für Themen zu geben, von denen diese nichts verstehen. Zu Fragen von Familie und Kindererziehung zum Beispiel. Politiker/-innen sind ja selten daheim.

Diese mächtige Stiftung hat also eine Umfrage in Auftrag gegeben. Und siehe da: Für sechs von zehn Deutschen ist der männliche Alleinverdiener in der Familie ein Auslaufmodell. Wobei das für mehr als 30 Prozent der Befragten mit dem gesellschaftlichen Fortschritt zu tun hat. Frauen seien grundsätzlich berufstätig und sollten in Gesellschaft und Beruf gleichberechtigt sein, meint diese Gruppe. Der Aussage, dass es wichtig sei, dass auch Frauen Karriere machen könnten, stimmen dann allerdings nur noch 17 Prozent in Ostdeutschland und äußerst magere fünf Prozent im Westen zu.

Wenn das mit dem Auslaufmodell “Papa Dagobert” stimmen sollte, würde das allerdings bedeuten, dass es in Zukunft immer mehr Teilzeit-Männer gäbe. Und da muss ich leider warnen und deutlich sagen: Liebe Männer, Finger weg! Lasst es bleiben!

Unsere Wirtschaft ist nämlich noch weit weg von dieser Zukunft. Frauen, die zuerst in die Familienpause gehen und danach Teilzeit arbeiten, können froh sein, wenn sie das Karriereniveau aus der Zeit vor der Geburt ihres Kindes erhalten können. Eine berufliche Förderung von Teilzeitkräften gibt es selten, weil zumeist männliche Chefs ihre Mitarbeiter/-innen ausschließlich anhand ihres eigenen Verhalten bewerten. Was bedeutet: Karriere wird durch ständige Präsenz, also im Grunde genommen mit dem Gesäß gemacht. Wer seltener da ist, arbeitet zwar meistens effektiver, verschwindet aber vom Aufstiegs-Radar.

Der wahre Grund, warum sich die Gesellschaft weg vom Alleinverdiener entwickelt, ist doch, dass dann Geld und Sicherheit nicht reichen. Es wäre reizvoll und wichtig, wenn Väter eine Chance hätte, ihre Kinder zu betreuen oder wenigstens zu kennen. Aber dafür müsste sich unsere Wirtschaft gewaltig ändern.

Und wann wird das sein? Da halt ich mich an den Dichter George Bernhard Shaw: “Prognosen sind schwierig. Vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.”

Mai 5th, 2011

Wenn Frauen zu viel reden

Ab sofort gibt es die Einblicke in meine Gehirnwindungen auch in verfilmter Form. Zum Start geht es um ein “weiches Thema”, um das Wunder der Kommunikation zwischen Mann und Frau. Wenn’s die Leute mögen, soll es alle 14 Tage ein neues Hirndübel-Video geben. Viel Spaß!

Januar 23rd, 2011

Schönheit? (2) Junge Frauen helfen alten Männern nicht

Ich möchte einen Gedanken aus meinem vorherigen Blogbeitrag aufgreifen: Um das Thema Schönheit ranken sich viele Legenden. Aber auch weit verbreitete Irrtümer. Zum Beispiel diesen, dass es einem Mann in den Augen der anderen gut tut, wenn er mit einer deutlich jüngeren Frau auf Partys rennt. Falsch: Er sieht erst recht alt aus.

November 7th, 2010

Kristina S., die Schutzheilige der Männer!

Frau Schröder sagt: "Männer, bleibt wie Ihr seid!"

Frau Schröder sagt: "Männer, bleibt wie Ihr seid!"

Und wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. Ja, so ist es im Leben. Da war ich quasi gerade fertig mit meiner Betrachtung zum gesellschaftlichen und sonstigen Abstieg des männlichen Geschlechts, da schüttet eine wahrhaftige Ministerin ein Füllhorn voller Trost über uns aus. Indem sie der Welt mitteilt, dass es normal ist, wenn Frauen unten liegen. Und dass diese selber schuld seien, wenn sie nicht hochkommen.

Nachdem Frau Schröder îm Juli den monatlichen Treff der Nürnberger Twittergemeinde besucht hatte (siehe hier), waren die Kommentare der Anwesenden geteilt. Sie, die den selbst ernanntenKinderporno-Fahnder Jörg Tauss von Platz 1 der einflussreichsten Twitter-Politiker verdrängt hat, wurde als nett, putzig oder auch als ein bisschen doof erlebt. Keinesfalls aber als Staatenlenkerin, die anderen Menschen nachhaltig Orientierung geben könnte.

Das hat sich jetzt geändert: Es ist nicht überliefert, dass sich vor ihr eine Ministerin oder ein Minister in einer derart schonunglosen Offenheit zum Thema Geschlechtsverkehr geäußert hätte. „Zum Beispiel, dass der heterosexuelle Geschlechtsverkehr kaum möglich sei ohne die Unterwerfung der Frau. Da kann ich nur sagen: Sorry, das ist falsch”, lautete eine ihrer Anmerkung, mit der sie sich scharf von der langjährigen Chef-Feministin Alice Schwarzer abgrenzte. Denn es sei absurd, wenn etwas, das für die Menschheit und deren Fortbestand grundlegend sei, per se als Unterwerfung definiert werde.

“Gut gesprochen”, sagt man da als Mann. Auch wenn man Alice Schwarzer ohnehin nicht unterwerfen möchte und irgendwo schon einmal gelesen hat, dass in einem indischen Buch namens Kamasutra auch unterwerfungsfreie Möglichkeiten der Fortpflanzung bestehen. Aber dieses Wissen des Ostens ist im Wesentlichen nur unter Angehörigen der Esoterik-Fraktion der Stuttgart-21-Gegner verbreitet.

Aber Kristina Schröder salbte die Männer-Seele zusätzlich. Eine Frauenquote im Berufsleben sei Quatsch. Zumal die Damen selbst schuld seien: „Die Wahrheit sieht doch so aus: Viele Frauen studieren gern Germanistik und Geisteswissenschaften, Männer dagegen Elektrotechnik – und das hat eben auch Konsequenzen beim Gehalt. Wir können den Unternehmen nicht verbieten, Elektrotechniker besser zu bezahlen als Germanisten.“

Unsere Ministerin ist Doktorin der Soziologie. Wie also kam sie zum gutbezahlten Job? Mit Glück? Per Zufall? Denken wir mal nach…

November 5th, 2010

Männer, wacht auf! Sonst seid Ihr vergessen!

Diese Zeiten sind grausam. Für Männer. Auch bei mir zeigt sich das mit voller Wucht. Seit zirka 50 Stunden will ich über den Welttag des Mannes schreiben. Aber ich komme nicht dazu. Dabei gäb`s so viel mitzuteilen.

Zum Beispiel, dass wir zum vergessenen Geschlecht geworden sind. Die Frauen, deren weltweite Unterdrückung sich aus Männersicht außerordentlich gut bewährt hatte, sind zumindest in Europa und in den USA aufgewacht. Sie brauchen uns nicht mehr. Man denke nur an die Gesten, mit denen Kanzlerin Angela Merkel Worte des Vorsitzenden Horst Seehofer zu begleiten pflegt.

Was aber macht der fortschreitende Bedeutungsverlust mit uns Männern? Wir verstecken uns, werden träge und fett.