Der Mann schrubbt – leider oft vergebens

Männer, auch begabte Sexisten, müssen sich damit abfinden: Die einzige sichere Eigenschaft von Frau ist ihre Widersprüchlichkeit. Da läuft seit gut 30 Jahren unter dem Stichwort “Feminismus” ein riesiger gesellschaftlicher Feldversuch mit dem Ziel der Umerziehung des Mannes zu einem kooperativen, gerechten, sanften, hilfsbereiten Wesen. Und nun das: Ehemänner, die Hausarbeit leisten, verlieren die Lust auf Sex und werden von ihren Frauen als weniger attraktiv eingeschätzt.

Das behauptet Medien zufolge das Center for Advanced Studies am Juan-March-Institut in Madrid. Mittels einer Befragung von 7002 Teilnehmern will es herausgefunden haben, dass insbesondere das Erledigen von Arbeiten, die als typisch weiblich gelten, die Libido beeinträchtigen. Wogegen Männer, die im Garten arbeiten oder Rechnungen bezahlen, gemäß dieser Studie häufiger Tanzkarten verteilen.

Ich gebe zu bedenken: Hinter den meisten Umfragen steckt ein Auftraggeber. Und selbst Professoren sind bestechlich. Einen Geldgeber wird es auch hier gegeben haben, zumal es sich bei diesem bislang völlig unbekannten Institut entweder um eine frische Existenzgründung oder um eine betrügerische Briefkastenfirma handeln könnte. Wer weiß, vielleicht stecken die Baumärkte in der Umsatzkrise und wollen Hornbach-Erotik mit Nachdruck salonfähig machen. Eventuell wollen uns die darbenden Handelskonzerne einbleuen, dass das Abzeichnen von Quittungen ein majestätischer, mega-männlicher Akt ist. Oder die von einbrechenden Verkaufszahlen gebeutelte Autoindustrie wollen den Männern wieder klar machen, dass das Einseifen der verdreckten Karre schärfer macht als das Schrubben der Toilettenschüssel. Zumal Letzteres zwangsläufig den Anteil der Sitzpinkler steigert.

Vielleicht aber leben wir nur in seltsamen Zeiten. Wenn das RTL-Dschungelcamp für einen angesehenen Fernsehpreis nominiert wird, kann es ja sein, dass in unserer Wahrnehmung die Grenzen zwischen blöd und originell verwischen. Was auch für Umfragen gelten könnte.

Zumal es auch andere Studien gibt. Demnach hängt die Zufriedenheit von Frauen in der Ehe stark davon ab, ob und wie stark sich ihre Männer im Haushalt beteiligen. Tja. Frauen sind eben so – unbestimmt. Und für den Mann des 21. Jahrhunderts gilt wohl ein schöner fränkischer Satz. “Wäimers machd, is verkährd.” (Wie man es macht, ist es verkehrt) Und so putzen wir vergebens. Das ist die Tragik des Lebens.

Glamour in Großburgwedel

Es ist so furchtbar: Abschied, Trennung, Niedergang, Phantomschmerz, wohin das Auge blickt. Barbie van der Vaart trennt sich von ihrem Fußballer, die FDP in Kürze von Philipp Rösler und Bettina Wulff vom früheren Bundes-Christian. Das Weibliche verstößt das Männliche.

Gerade bei letzterer Trennung frage ich mich, warum das überhaupt jemand interessiert. Angeblich – so wurde es zumindest über die Medien transportiert – handelt es sich bei den beiden um ein “Glamour-Paar”. Was bitte? Christian Wulff, der Mann mit der Kermit-Stimme, verstrahlt so viel Glanz wie eine Milchglasscheibe im sanften Gegenlicht. Manches wäre mir zu ihm eingefallen. Aber Glamour?

Hierbei handelt es sich laut Wikipedia um eine spezielle Attraktivität beziehungsweise ein Faszinosum. Zum Beispiel also ein besonders prunkvolles oder elegantes Auftreten in der Öffentlichkeit, welches sich von Alltag und Durchschnitt abhebt.

Nun mag seine verflossene Bettina, je nach Geschmack des Betrachters, eine hübsche Frau sein. Mehr aber doch nicht. Die glamourösesten Aspekte an ihr sind die Gerüchte über ihr Vorleben oder ihre Tätowierung.  Aber eigentlich würde sie nicht mal auf einem fränkischen Opernball  sonderlich auffallen.

Dieses Paar wird trotzdem glamourös genannt. Weil die interessierte Guckloch-Presse eine Bezeichnung braucht, die nach etwas Besonderem klingt. Ich bleibe lieber sachlich, und stelle im Einvernehmen mit mir selbst fest: Die Wulffs waren das glamouröseste Paar von Großburgwedel. Mehr Faszinosum war aber nicht.

 

 

 

122 Millionen Mal Glück ist nicht genug

Wer heutzutage das Glück sucht, dem stehen viele, viele Helferlein zur Seite. Der Suchbegriff „Glück“ führt bei Google zu 122 Millionen Treffern. Beim Internet-Händler Amazon meldet die gleiche Anfrage 44.744 Produkte, für die dieser Begriff verwendet wird. Tipps für die Suche nach seliger Zufriedenheit fehlen also nicht. Warum sind dann viele Menschen so furchtbar unzufrieden?

Ein Grund ist sicher, dass das, woran wir gerade denken, immer woanders ist. Eine neuere wissenschaftliche Studie hat ergeben, dass die meisten Männer beim Aufstehen die Arbeit im Kopf haben. Dort angekommen, denken sie an Sex. Und wenn sie wieder daheim sind, denken sie an Sport, vorzugsweise Fußball. Tatsächlich aber werden sie, falls sie verheiratet sind, mit der Frage konfrontiert: “Wie war Dein Tag?”. Die ehrliche Antwort – prallvoll mit Sexphantasien – verbietet sich. Die sonstige Ratlosigkeit jedoch wird als Kommunikationsverweigerung aufgefasst. Also müssen die Männer erklären, warum während bedeutender sportlicher Begegnungen Gespräche nicht erwünscht sind.

Diese Unterredung endet erst, wenn die spannendsten Momente des Sportereignisses vorbei sind. Unser Mann trinkt einen Absacker, schläft zornig ein – und träumt vermutlich von der Arbeit.

Ja, aber wo ist da die Liebe? Wo ist die Erotik? Braucht es nicht, denn nach einer anderen Studie würden 57,6 Prozent der Frauen lieber ein Jahr lang auf Sex verzichten als auf Fernsehen. Dieser ist zuverlässig vorhanden. Sport läuft ja nicht immer.

Bei Männern soll es übrigens ganz anderes sein: Für 61,6 Prozent ist TV eher verzichtbar als Erotik. Sagen die Männer über sich selbst. Gelegenheiten, den Wahrheitsgehalt dieser Aussage zu untersuchen gibt es in Kürze während der Olympischen Spiele.  Der Test für Frauen geht so: Bestehen Sie auf der Übertragung vom Dressurreite, während zeitgleich Beach-Volleyball der Damen läuft.

Es wird sich – meine Prognose – der große Wahrheitsgehalt einer anderen Studie erweisen: Es gibt einen starken Trend zum Zweitfernseher.

 

Wenn Frauen zu viel reden

Ab sofort gibt es die Einblicke in meine Gehirnwindungen auch in verfilmter Form. Zum Start geht es um ein “weiches Thema”, um das Wunder der Kommunikation zwischen Mann und Frau. Wenn’s die Leute mögen, soll es alle 14 Tage ein neues Hirndübel-Video geben. Viel Spaß!
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Kinderlos im Duft der Rosen

Da war er also wieder, der „Tag der Liebenden“. Massenhaft sind sich Menschen im Gedenken an Bischof Valentin im Duft der im Pestiziddunst gepflückten Rosen in die Arme gefallen. Aber ob das gegen die Überalterung dieser Gesellschaft wirklich etwas hilft? Eher mal nicht. Die Geburtenquote wird wegen den Blumensträußen nicht explodieren.

Sage keiner, die Regierung habe es nicht probiert. Ursula von der Leyen hat mächtig Geld herbeigeschaufelt, um die Zeugungs- und Gebärfreude im Land zu fördern. Ihre Nachfolgerin Kristina Schröder geht sogar höchstpersönlich mit gutem Beispiel voran. Und stürzt sich ins Abenteuer Elternschaft, obwohl Sie und ihr Ehemann von läppischen knapp 20.000 Euro brutto im Monat leben müssen.

Aber was lässt die Menschen so sehr verzagen, was treibt sie in die Windelphobie? Weiter lesen

Festtags-Schock: Die neue Lothar-Matthäus-Passion

Ich gebe zu, irgendwo macht mir die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr Angst.  Zu oft haben sich da in den letzten Jahren Katastrophen ereignet. Nehmen wir bloß den zweiten Weihnachtsfeiertag: Da rauschte 1999 ein verheerender Orkan namens Lothar durch Nord- und Westeuropa, 2003 wurde die historische Stadt Bam bei einem Erdbeben im Iran zerstört und 2004 forderten die Tsunamis nach einem Seebeben im Indischen Ozean weit über 200.000 Menschenleben. Ich war also vorbereitet, dass Schlimmes passieren oder bekannt werden würde. So ist es auch gekommen. Und schuld ist Lothar.

Zum Glück für die Menschheit erleben wir aber keinen neuen Orkan, sondern eine – jahreszeitlich unpassende – Matthäus-Passion. Unser fränkischer Fußballgott Lothar/Loddar ist im Hafen der Ehe bereits zum vierten Mal auf Grund gelaufen. Sylvia, Lolita und Marijana sind schon weg. Und jetzt hat Noch-Ehefrau Liliana vermutlich eingesehen, dass ihr Talent nicht für eine große Show-Karriere ausreicht. Trotz ihres weltberühmten Mannes.

Ihres Mannes, der einem auf seiner unglücklichen Suche nach wahrer Liebe so richtig leid tun kann. Was sogar die ansonsten eher unsensiblen Journalisten der “Bild”-Zeitung empfunden haben müssen, als sie ihren Ehe-Abgesang geradezu dramatisch begannen: “Die Gefühle verebbten und brandeten wieder auf, mal schwammen sie auf einer Glückswelle, dann brach alles über ihnen zusammen.”

Nein, hier tobte kein Orkan. Wir wissen nichts von einem Gefühls-Erdbeben. Aber am Ende war es, wie schon einmal an einem zweiten Weihnachtsfeiertag, ein astreiner Tsunami.

Doch einer wie Lothar Matthäus war beruflich lange genug mit Oliver Kahn zusammen, um zu wissen, dass es im Leben immer weiter geht. Was uns auch eine andere Katastrophen-Meldung dieses Tages signalisiert: Playboy-Gründer Hugh Hefner (84) hat sich mit einem 24-jährigen Playmate namens Crystal verlobt.

Lothar Matthäus ist gerade mal 49 Jahre alt. Wir sehen ihn also noch oft in diesem Theater…


Grüß die Elche, Carl Gustav!

So ein König hat`s nicht leicht.

So ein König hat`s nicht leicht.

Das hätte sich der Schwedenkönig so gedacht. Zuerst werden ungeheuerlichste Vorgänge in ungeheuerlichsten Sexclubs enthüllt. Dann tritt dieser Carl Gustav am Freitag gemeinsam mit der betrogenen Königin bei einer Benefizveranstaltung namens “World Child and Youth Forum” auf. Weil er meint, dass ein kurzes “Schwamm drüber” reicht? Nein, nein, Majestät. Jetzt wird abgerechnet.

Wir wollen dem Leben dieses Mannes nicht grundsätzlich eine gewisse Tragik absprechen. Da repräsentiert sich einer durch die Weltgeschichte, genau wissend, dass ihn eigentlich niemand braucht. Nicht jeder Vertreter des Adels wird schließlich Verteidigungsminister. Was also soll der oberste Feingeborene des “Konungariket Sverigie” (Königreich Schweden) tun, als sich dramatisch zu langweilen?

Schwer hat er es wegen seines Namens: Die Bedeutung von Karl ist nicht genau geklärt. Erklärungsversuche sind „Mann, Ehemann“ (aus dem Althochdeutschen abgeleitet) oder „freier Mann“ (nach dem mittelniederdeutschen kerle). Das ist, mit Verlaub, ein Widerspruch in sich beziehungsweise eine völlige Unmöglichkeit. Vielleicht hat er sich aber auch an seinem Zweitnamen “Gustav” orientiert.

Und hat die altschwedische Übersetzung – “Stab Gottes” – so verstanden, dass es zu seinem Job gehören würde, gelegentlich ein paar Mädels durchzunudeln? Kann ja eh nicht so schlimm sein. Erstens ist Schweden ein mega-tolerantes Land. Zweitens war es lange genug sowieso ein Qualitätsmerkmal eines respektierten Herrschers, dass er sich jederzeit und in jeder Hinsicht als potent zu erweisen wusste. Hätte sich im 18. Jahrhundert irgendjemand über die Fremdgängerei des Herrschers beschwert? Niemals. Man hätte ihn als tollen Hecht angesehen. Das wäre wahre Tradition!

Alles erklärt und entschuldigt, somit? Nein! Denn da hat einer “unsere” Silvia betrogen. Also erwarten wir Wiedergutmachung.

Die deutschgeborene Königin sollte sich scheiden lassen. Da es sich bei ihrer Hochzeit mit Carl Gustav um eine Liebesheirat gehandelt haben soll, müssten die beiden in einer Zugewinngemeinschaft leben. Somit stünde Silvia im Falle einer Trennung ein erheblicher Teil Schwedens zu, welcher umgehend nach Deutschland eingegliedert werden sollte. Mit unserer Königin als Ministerpräsidentin auf Lebenszeit.

Schweden ist  um ein gutes Viertel größer als Deutschland, kann also was hergeben. Vorschlag zur Güte: Wir nehmen den Süden mit schönen Städten wie Malmö oder Helsingborg. Was die Hauptstadt Stockholm und den menschenleeren Norden angeht, wollen wir mal nicht so sein. Grüß die Elche, Carl Gustav!

Die Angst der Männer sitzt im Sprachzentrum

Sagen wir es doch einmal ohne falsche Umschweife: Männer in Beziehungen haben Angst. Vor ihrem Chef, vor dem Urologen, vor der Niederlage ihres Lieblings-Fußballvereins… Vor allem aber vor ihrer eigenen Frau.  Und das nicht nur, weil diese zuverlässig  just in jenem Moment aufwacht, in dem man bei der Heimkehr aus der Kneipe mit einem mühsam erarbeiteten Rausch ins Bett fällt. Weiter lesen

Lothar Matthäus: Er bleibt ein armer Kerl

Ach Loddar! Man kann doch eigentlich nur gaaanz tief seufzen, über unseren großen fränkischen Sporthelden. Aber es zeigt sich immer mehr: Lothar Matthäus hat ein Leben nach dem Fußball. Aber es will ihm einfach nicht gelingen. Stets scheitert er in Liebesdingen, gerät immer an die Falschen. Eigentlich ein Frauenschicksal… Weiter lesen

Ein dicker Mann ist oft ein Werk der Frau

Männer sind zu dick. Es handelt sich fürwahr um ein Problem, das unserer Gesellschaft wachsende Sorgen bereiten sollte. Um es lösen zu können, muss man an die Wurzeln gehen. Und diese ist weiblich.

Das Thema ist das Bauchfett: Vor wenigen Tagen hat das Statistische Bundesamt verbreitet, dass mehr als jede(r) zweite Deutsche zu dick sei. Überproportional betroffen seien mit 60 Prozent die Männer. Bei der letzten Erhebung im Jahr 1999 seien es noch 56 Prozent gewesen.

Wie aber kann es sein, dass sich beim Blick auf eine x-beliebige Gruppe von Männern der Eindruck ergibt, als seien Scheinschwangerschaften eine hierzulande weit verbreitete Krankheit? Weiter lesen