Klimaschutz 2011: Wer rülpst, wird erschossen

Wenn es um die Leiden der Natur geht, gibt es unter uns Menschen viele selbstkritische Gesellen. In Deutschland liegt ihr Anteil inzwischen bei 24,09 Prozent, also der addierten Zustimmung zu den Grünen und zur Partei bibeltreuer Christen. Aber auch andere Lebewesen schaden dem Planeten. Und zumindest die australische Regierung will nun aufräumen: Sie will rülpsende Kamele eliminieren.

Kamele sind nämlich gewaltige Klimasünder. Nach wissenschaftlichen Berechnungen stößt ein Tier dieser Spezies pro Jahr 45 Tonnen Methan aus­. Ein Gas, das 21 mal klima­schädlicher ist als Kohlendioxid. In Australien leben angeblich mehr als 1,2 Millionen wilde Kamele. Ihr Gerülpse und Gefurze ist somit umgerechnet genauso klimaschädlich wie die Auspuffgase von rund 300.000 Autos.

Die Regierung will die Tiere nun massenweise erschießen lassen. Den Henkern wiederum sollen CO 2-Zertifikakte winken. Diese könnten an Firmen verkauft werden, die Verschmutzungsrechte brauchen. Eine Aktion also, damit die Schlote wieder furzen können.

Ehrlich gesagt, wünsche ich mir nicht, dass diese Aktion statfindet. Haben wir doch eine Bundeskanzlerin, der weltweit unter die Nase gerieben wird, dass sie mit ihrem Atomausstieg den Klimaschutz gefährdet. Sie ist auch eine Frau, die derzeit zu allem fähig ist.

Gleichzeitig gibt es gerade in Franken und Bayern – zwecks Bier- und Sauerkrautausstoß – außergewöhnlich rülps- und furzfördernde Veranstaltungen. Zu denken ist da an die Erlanger Bergkirchweih, das Oktoberfest, an politische Aschermittwoche sowie an ausverkaufte Heimspiele von Bayern München. Müsste nicht auch dort dem Planeten zuliebe aufgeräumt werden? Oder droht gar rohste Gewalt an den Zielorten der Vatertagsausflüge?

Hoffentlich nicht. Es ist auch nicht zu begründen. Der Homo Sapiens gehört schon immer zu Franken. In Australien hingegen sind ja nicht Beutel- oder Schnabelkamele unterwegs, sondern ganz normale Wüstenviecher. Und sie sind nicht auf den Fünften Kontinent geschwommen, sondern wurden zwecks Landeserkundung und -erschließung von Menschen importiert. Genauso wie die weidenden Rinder, welche in Australien eigentlich noch viel weniger zu suchen haben.

Fazit: Wir sind also doch wieder schuld. Mist.