Wer aufhört, kann ein Vorbild sein

Gerade ist so eine Zeit der Rücktritte. Parteichefinnen, Fußballtrainer, hochrangige Kirchenmänner und Kurzzeit-Minsterpräsidenten nehmen ihren Hut. Aber werden diese Menschen wirklich bedauert? Wahrscheinlich nicht.

Denn sie leben jenen Traum, welcher viele von uns bewegt. Sie geben ihren Job auf. Einfach, weil sie genug haben. Und wissen zum Teil nicht, was danach kommt.

Sollte Verzweiflung der Grund sein, würde man sie erst recht gut verstehen. Gemäß einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung sind sechs  Millionen Beschäftigte in Deutschland mit ihrer Arbeit unzufrieden.  Noch deutlich mehr Menschen,  laut Gallup-Institut fünf Mal so viel, sagen von sich selbst, dass sie im Job nur Dienst nach Vorschrift machen.

Sie sind also schlecht gelaunt und ohne Motivation. Sie wissen zwar, wo sie jeden Werktag hinzufahren haben. Aber je näher Büro, Geschäft oder Fabrik kommen, desto grantiger werden sie.

Wir wollen etwas anderes. Aber uns ist nicht klar, was. Und unterm Strich gilt sowieso: Knechtschaft ist zu ertragen,  wenn das Geld zuverlässig fließt. Es zieht uns hinaus in die Welt. Doch wir scheuen das Risiko.

Wir brauchen Vorbilder, die zeigen, dass das Ende eines Jobs nicht das Lebensende darstellt. Wie wäre es mit Donald Trump, wenn er verkünden würde: „My America is the greatest America ever. My Job is done. Goodbye“? Oder es opfert sich jemand, der ansonsten allen Stürmen trotzt. Andreas Scheuer, jener Minister, bei dem die Frisur immer hält.

Es wäre ein Signal: Lasst bleiben, was Euch und andere kaputt macht! Traut Euch! Denn irgendwas geht immer.

 

 

 

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