Mannsbilder, rein ins Dirndl!

Gender, sprich Tschändär, ist eines der wichtigsten Worte der Gegenwart. Wir lesen und hören es zumeist in Verbindung mit dem Wort Gerechtigkeit. Weil es darum geht, Frauen niemals schlechter als Männer zu behandeln. Wer sie unterdrückt oder benachteiligt, legt sich mit Staat an. Weshalb reinen Männervereinen in Zukunft die Gemeinnützigkeit aberkannt werden soll.

Öffentlich in den Medien begründet hat das Finanzminister Olaf Scholz. Er tat es mit Genuss, und hat dafür einen guten Grund. Als Kandidat des Establishments ist er auf dem Weg, neuer SPD-Vorsitzender zu werden. Da macht es sich gut, ein Freund der Frauen zu sein.

Sein Ministerium hat denn auch veranlsst, dass der Mehrwertsteuersatz für Damen-Hygieneartikel auf sieben statt neunzehn Prozent gesenkt wird. Ein Thema, das auf der Vorstellungs-Tournee der Vorsitz-Kandidat*innen Michael Roth als Herzensangelegenheit herausgestellt hatte. Die  Entscheidung erscheint als gerecht, allerdings: Wenn es bloß darum gegangen wäre, Hygiene-Artikel des täglichen Bedarfs zu begünstigen,  hätte man auch die Mehrwertsteuer für Klopapier senken müssen.

Der Plan in Sachen Gemeinnützigkeit überzeugt ohnehin nicht so ganz. Es gibt Vereine, die ganz objektiv keine Frauen brauchen können – und in die auch keine Frau gehen will. Soll die steuerliche Begünstigung der katholischen Kirche enden, weil sie reine Männerklöster (und Frauenklöster) betreibt? Was hilft ein Sopran im Männerchor?

Und welche Dorfbewohnerin will ernsthaft im Lederhosen-Geselligkeitsverein bei Bier, Schnaps und Schweinebraten mitpalavern? Da bietet sich die Landfrauen-Handarbeitsgruppe wirklich mehr an.

Aber was macht der Stammtisch, dessen Sponsoren mangels steuerbegünstigter Spnden wegzubleiben drohen? Vielleicht geht es ja so: Es müsste sich wenigstens ein Mannsbild finden, das sich in ein Dirndl presst und sich zum Transgender erklärt.

Dies wäre ein noch viel größerer Sieg über die Diskriminierung in dieser Welt. Kein Finanzamt würde es wagen, einen solchen Verein für gemein statt nützig zu erklären. Olaf Scholz, wir haben Dich durchschaut.

 

 

 

 

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