Kopftuchverbot in der Grundschule? Fragt mal die Kinder

Im Nachrichtensturm um das durch Videobeweis herbeigeführte Auseinanderbrechen der österreichischen Koalitionsregierung geht die vermutlich letzte Großtat von ÖVP und FPÖ unter: Das Kopftuchverbot für Grundschülerinnen.

Das musste zwingend erledigt werden. 1529 und 1683 sind die Türken vor Wien gescheitert. Und nun sollte es möglich sein, dass der Islam durch kleine Mädchen ins Bildungssystem einsickert? Durch das Kopftuch, dem, wie wir inzwischen wissen, denkbar bedrohlichsten Kleidungsstück.

Kein soldatischer Kampfanzug, keine Polizeiuniform könnte uns jemals so einschüchtern wie dieses Stück Stoff, dass Haare verschwinden lässt. Nicht umsonst hat AfD-Schreischnepfe Alice Weidel die Kopftuchmädchen in einer wilden Rede in einem Atemzug mit Messermännern genannt. Und solch böser Taliban steht bekanntlich hinter jedem Kind.

Es gibt aber sogar seriöse Stimmen für ein solches Verbot. Die Schulen sollten von weltanschaulichen Symbolen freigehalten werden, sagen einzelne Politiker und Vertreter von Lehrerverbänden. Das ist die Idee der Schuluniform. Wenn alle gleich aussehen, wird niemand bevorzugt, weil er sich aus der Masse hervorhebt. Schlechtere Noten gibt es nicht mehr wegen schlampiger Outfits, sondern nur noch wegen des Vornamens Kevin.

Da wir aber keine Uniformen haben, muss einzeln selektiert werden. Und da bleiben Fragen offen: Dürfen Kinder von Buddhisten orangefarbene Kleidung tragen? Ist der Schulranzen des Abkömmlings von Zeugen Jehovas zu untersuchen, ob der den Wachtturm enthält? Ist das Kreuz an der Halskette erlaubt? Was ist mit den Wollmützen kreativer Oberstufenschüler, die das Haupthaar komplett verpacken? Und darf die Tochter von Atheisten ein Kopftuch tragen, da es sich hier ja nicht um einen missionarischen Akt handelt?

Wir sollten durchschnaufen und dann jene befragen, die ein Kopftuch wahrscheinlich am wenigsten stört: Unsere Kinder. Sie sind flexibel und in der Lage, einen guten oder schlechten Charakter ohne ein Bewerten der Kopfbedeckung zu erkennen.

Am meisten stören in den Schulen die Angeber in Luxusklamotten mit der Aufschrift „Ibiza Club“. Aber die kommen ja erstmal aus der Mode.

2 Kommentare in “Kopftuchverbot in der Grundschule? Fragt mal die Kinder

2 Comments
  1. …ich erinnere mich da an die späten 1960er Jahre: Dort marschierten die Frauen auf dem Land, streng getrennt nach „lutherisch“ und „katholisch“ zum Gottesdienst, selbstverständlich mit Kopftuch! Das war ein Stück Normalität, und ist noch nicht wirklich lange her! Heutzutage würde man die Frauen vermutlich einer Leibesvisitation unterziehen, wegen des eventuell vorhandenen Sprengstoffgürtels ……

  2. Unterschätzen Sie bloß nicht die Gefahr der jungen Kopftuch-Mädchen! Die tragen doch alle Sprengstoffgürtel und sind organisiert beim IS!
    Und, meine Lieblings-Feindin als Schrei-Schnepfe zu beurteilen, das wird sehr teuer! Entspricht zwar der Wahrheit, darf aber nicht so gesagt werden, damit habe ich Erfahrung! Mit Strafanträgen wegen Beleidigung ist die Lxxxben-Tante bzw deren Partei nämlich sehr aktiv!
    Wenn ich zwar nix bringe, aber Strafanträge stellen, das kann diese sogenannte „Partei“.
    Nun ja, der Verein: Laut Herrn Storch muß man mindestens 3 Kinderlein zeugen, um ein ordentlicher Deutscher zu sein, er zeugt hindessen keines! Gut so! Die Schrei-xx lebt in der Schweiz, hätte also theoretisch hier nix zu melden! Ausweisen! Die Schweiz gehört nicht zur EU, also, Tusse raus, Problem gelöst! Staatsbürgerschaft aberkennen, so was soll ja möglich sein!
    fim iIsfos

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