Die schönen Autos und der böse Donald

In diesen Tagen sollten die Chefs der Autokonzerne eines begreifen: Bessere Politiker_innen als in Deutschland kriegen sie nirgends. Hier werden sie gehätschelt, während drüben, über dem großen Teich, ein alter weißer Mann mit Strafzöllen droht. Und fast jeder erwartet, dass er sie auch verhängt.

Deutsche Autos sind also eine Bedrohung für die nationale Sicherheit in den USA. Gut, wenn wir ehrlich sind, führen wir diese Debatte auch bei uns. Allerdings zurzeit nur bei Diesel-Fahrzeugen. Diese galten früher als umweltfreundlich, weil sparsam im Verkauf. Heute gilt unsere Verehrung dem Benziner. Dieser stößt andere Schadstoffe aus, aber eben nicht jene, die gerade in der Diskussion sind.

Aber es ist schon ein Unterschied, ob man es mit der Deutschen Umwelthilfe, oder dem US-Präsidenten zu tun hat. Donald Trump liebt die Machtproben, er dominiert gerne. Und weil er junge Frauen in seinem Alter wohl nicht mehr so richtig beeindrucken kann, und weil seine große Mauer immer noch nicht steht, knöpft er sich Europa im Allgemeinen und Deutschland im Besonderen vor.

Wobei das Thema Autos für eine wirksame Inszenierung gut geeignet ist. Denn die Benachteiligung US-amerikanischer Fahrzeuge wird es immer geben. Einfach, weil sie zu schlecht sind. Gut, es gibt Tesla, den Hersteller von Elektroautos, der mit der Produktion nicht nachkommt. Und Harley Davidson, das Abenteuer-Zweirad für alle über 60. Aber sonst?

Und so geifert Donald Trump über die böse Konkurrenz, wobei er übersieht, dass deutsche Autohersteller in den USA 113.000 Arbeitsplätze geschaffen haben.

Doch das sind Peanuts für einen Mann, der in jeglicher Hinsicht das ganz große Rad dreht. Es ist eben so: Wo der Wahn regiert. scheitert die Vernunft. Man muss Donald Trump wohl aushalten. Auch seine Zeit endet. . Irgendwann.


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