Teures Bier: Die Chance für das Klima

Das Klima ändert sich. Wir brauchen Veränderung! Aber wie soll das gehen, wenn ein wichtiger Teil der Menschheit, der erwachsene Mann, nicht mitmacht. Die Zulassungszahlen von SUV’s sagen doch alles über deren Gleichgültigkeit gegenüber der Umwelt und der Zukunft aus. Doch jetzt gibt es Hoffnung. Eine aktuelle Meldung aus dem Reich der Wissenschaft lässt aufhorchen.

Der Klimawandel führt, wie wir inzwischen wissen, zu extremeren Wettereignissen. Vor allem Stürme, Gewitter und starken Regen wird es häufiger geben. Was das für die Bierproduktion bedeutet, wollte eine internationale Forschergruppe um den chinesischen Biologen Wei Xie wissen. Ihr Fazit: Es drohen  herbe Ernteverluste bei guter Braugerste. Besonders stark betroffen seien voraussichtlich die großen Biernationen Deutschland, Belgien und Tschechien. Hier drohten Verluste von 28 bis 37 Prozent, deutlich mehr als im Rest der Welt.

Schlägt hier so etwas wie göttliche Gerechtigkeit zu? Werden notorische Umwelt-Ignoranten endlich bestraft? Werden Biergärten zu ausgetrockneten Wüsten? Wird in Fußballstadien zu Sprudelwasser gegrölt? Wird das Bier auf dem Oktoberfest derart teuer, dass selbst die versoffensten Grabsch-Touristen keine Lust mehr haben?

Wir sollten das Problem nicht unterschätzen. So kam es im Jahr 1844 nach einer von König Ludwig I. wegen knapp gewordener Rohstoffe verfügten Erhöhung des Bierpreises in München zu  geradezu revolutionären Umtrieben. Tausende randalierten in Brauhäusern und Biergärten. Die Polizei hatte die Lage nicht mehr im Griff und alarmierte das Militär. Doch die Soldaten hatten selber Durst und schlugen sich auf die Seite der Protestierer. Vier Tage später wurde die Preiserhöhung vom König zurückgenommen.

Teures Bier: Es wäre der nächste harte Schlag nach dem Dieselfahrverbot. Es wäre ein Sprengsatz, der den gesellschaftlichen Frieden bedroht. Auch wenn bei Supermarktpreisen von 35 Cent pro Flasche reichlich Luft nach oben ist.

Seien wir nicht wie die Regierung, Handeln wir und retten wir die Gerste. Denn sie ist ein Geschenk.

 

 

 

 

 

 

 

 

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