Beliebte Vornamen: Hannah Merkel würden wir lieben

Der Erfolg der AfD gehört zu den Mysterien der heutgen Politik. Die Partei gibt vor, den kleinen Leuten zu dienen, verfolgt aber ein neoliberales, eigentlich arbeitnehmerfeindliches Programm. Sie gibt auch rechtsradikalen Gestalten eine Heimat. Stimmen bekommt sie trotzdem reichlich. Woran liegt das?

Vermutlich auch an den Eltern der AfD-Politiker_innen. Denn sie haben entschieden, welche Vornamen ihre Kinder tragen. Und beliebte Vornamen schaffen Nähe und Vertrauen. Sie entscheiden mit über Erfolg und Misserfolg im Leben.

Sofern diese These stimmt, profitiert stark der Mann mit der Hundekrawatte, AfD-Fraktionschef Gauland. Alexander ist ein zeitlos beliebter Vorname. In der jetzt veröffentlichten Rangliste der am häufigsten vergebenen Vornamen in Deutschland rangiert er auf dem zweiten Platz. Speziell als Zweitname ist Alexander unschlagbar.

Kein_e Spitzenpolitiker_in heißt derzeit Ben oder Emma. Diese meistvergebenen Erst-Vornamen wurden erst in den letzten Jahren von jungen Eltern entdeckt. Stattdessen sieht es düster aus. Sarah Wagenknecht darf sich über den 33. Platz in den Jahrescharts freuen. Katharina, der Vorname unserer Justizministerin folgt auf Platz 68, eingekeilt zwischen Elli und Emily. Franziska, unsere Familienminster Giffey, schafft es auf den letzten Platz der Top 100.

Angela und Ursula, die Unions-Speerspitzen der GroKo, sind hingegen völlig aus der Mode. Sie finden sich nicht einmal unter den Top 500. Dagegen kann Alice Weidel, den 185. Platz erreichen. Unmittelbar hinter Bella, womit wir irgendwo schon wieder bei Gaulands Krawattenmotiv sind.

Ganz ähnlich ist die Situation bei den Männern. Der Vorname Horst ist völlig in Vergessenheit geraten, Vizekanzler Olaf Scholz steht genauso schlecht da. Selbst der jugendliche Erneuerer Spahn ist mit seinem Jens in der Geburtsurkunde total aus der Mode. Da schneiden Markus Söder mit Rang 256 und Cem Özdemir mit Platz 408 noch einigermaßen erträglich ab.

Wie also überwinden wir die Distanz unserer politischen Spitzenkräfte zum Volk? Vergeben wir die Vornamen doch neu: Hannah Merkel, Mia Nahles, Jonas Scholz und Noah Seehofer: So schaut es doch schon mal ganz gut aus. Und bei Herrn Höcke von der AfD bleiben wir bei Bernd. Dann mag ihn keiner. Und das ist auch gut so.

 

 

 

 

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