Kleine Ziele tun uns gut

Das haben wir doch gut gemacht: Wir hatten uns dem allgemeinen Trend für gute Vorsätze angeschlossen und uns vorgenommen, weniger Stress zu haben. Jetzt ist schon eine von 52 Wochen des neuen Jahres um. Und wir sind noch immer entspannt.

Prima. Es gibt bloß ein Problem. Zwischen Neujahr und dem Dreikönigstag haben allenfalls Eltern kleiner Kinder und Skisprung-Fans erhöhten Blutdruck. Ansonsten herrscht Winterschlaf. Telefone bleiben still, Mail-Postfächer quillen nicht über. Das bisschen Sale-Werbung all jener, die unser Bestes, unser Geld, wollen, ertragen wir. Alles ist gut.

Bloß, die Zeiten werden ändern sich wieder. Dann ist es da, das Problem mit den guten Vorsätzen. Ob wir nun mehr Sport machen, abnehmen, nicht mehr rauchen oder mehr Zeit für unsere Liebsten haben wollten  – der Alltag lauert unerbittlich.

Und wir sind Pendelwesen. Der alte Zustand ist bequem. Wir kehren dorthin zurück. Das jedoch macht unglücklich. Wir haben etwas probiert, sind daran gescheitert – das nagt an unserer Seele.

Was also ist zu tun? Hüten wir uns vor dem Forderungsüberschuss, wie das die Psychologen nennen. Überarbeiten wir unsere Lebensplanung von Neujahr, setzen wir uns bescheidenere Ziele. Wir könnten Ökostrom bestellen, könnten Plastikflaschen sparen, indem wir Leitungswasser trinken.  Wir könnten etwas weniger Fleisch essen, fair erzeugten Kaffee trinken und weniger Lebensmittel wegwerfen. Und wenn uns ein Marathonlauf schreckt, tut auch ein schöner Spaziergang gut.

Die Jahreszahl ändert sich. Wir sind, wer wir sind. Stolpern bringt vorwürts. Die großen Schritte tun es meistens nicht.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Um zu überprüfen, dass Sie eine reale Person und kein Spam-Roboter sind, lösen Sie bitte vor dem EINTRAGEN die nachfolgende kleine Rechenaufgabe, das sogenannte CAPTCHA *