Die AfD jubelt . Doch das Absurde entlarvt sich selbst

„Denk‘ ich an Deutschland in der Nacht…“ Auch wer ansonsten mit Dichtkunst nichts am Hut hat, zitiert in diesen Nachwahl-Tagen gerne den Romantiker Heinrich Heine. Und hofft vielleicht, dass nach dem nächsten Aufwachen alles wieder schön sei, dass diese schlimme AfD weg ist.

Diesen Gefallen wird uns in den nächsten vier Jahren kein junger Tag machen. Die Truppe um den Salon-Faschisten Alexander Gauland ist da. Sie will nun ihre Gegner jagen. Und „ihr Volk“ zurückholen.

Das ist, bei 12,6 Prozent Stimmenananteil, ein absurdes Vorhaben. So absurd, wir der Aufstieg dieser Partei wirkt. Wie konnte es sein, dass sich alle anderen Parteien und sämtliche Medien monatelang dieses Flüchtlings-Thema aufdrängen ließen?  Mit dem Ergebnis, dass die  AfD dort die größten Erfolge feierte, wo die wenigsten Ausländer leben?

Ist es so, dass Angst vor dem Nichtvorhandenen besonders verstört? Weshalb der Freistaat Bayern einen Braunbärenbeauftragten beschäftigt und weshalb konservative Politiker vom Burka-Verbot brabbeln?

Und wie kann es sein,  dass sich die Abgehängten, Ausgebeuteten und Unzufriedenen an Leute klammern, die ein arbeitgeberfreundliches Programm verfolgen?

Ein gutes Mittel gegen Stress ist, Dinge zunächst so zu ertragen, wie sie sind. Hadern wir nicht, sondern sorgen wir dafür, dass die neuen Rechten zu dem werden, was Faschisten immer waren: Verlierer der Weltgeschichte.

Verlassen wir Muttis Schlafwagen und sagen wir  laut und deutlich Nein. Wir werden sehen: Das Absurde entlarvt sich wie von selbst.

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