Donald Trump: Er bleibt ein Typ zum Fürchten

Es ist doch alles gar nicht so schlimm. So seufzt mancher erleichtert nach 100 Tagen Donald Trump. Der nach eigener Einschätzung tollste US-Präsident aller Zeiten habe einige Dämpfer bekommen. Manches an seiner Politik wirke schon sehr normal. So werde das auch weitergehen. Wenn wir uns da bloß nicht täuschen.

Richtig ist, dass Donald Trump einige Aha-Erlebnisse gehabt hat. Weder ist es leicht, per Dekret Muslime von den USA fernzuhalten oder eine Krankenversicherung zu zerstören. Die von Mexiko bezahlten Mauer bleibt wohl auch eine Illusion. Und setzt der Präsident nicht wunderbare Zeichen, indem er in Sachen Berater den Widerling Bannon abserviert und dafür seine hübsche Tochter hinaus in die Welt schickt?

Trotzdem haben wir allen Grund, uns vor diesem Mann zu fürchten. Er entdeckt nämlich nach und nach, wie er seine Macht wirksam anwenden kann. Und er hat gelernt, dass auch der größte Versager an der Spitze der Weltmacht USA die Menschen hinter sich bringt, wenn er Marschbefehle für Atom-U-Boote gibt, Raketen abschießen oder Bomben abwerfen lässt. Hinter einem Kriegsherrn schart sich das Volk zuverlässig.

Tabus sind nicht sein Ding. Oder hätte er sonst die „Mutter aller Bomben“ über dem Territorium eines verbündeten Staates abwerfen lassen? Fragen wir uns doch, was in Deutschland los wäre, wenn dieses Zerstörungs-Monstrum nach Evakuierung der Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern aufschlagen würde, weil die USA dort ein Terroristen-Nest vermutet haben?

Wir würden es kaum so gelassen sehen wie jetzt, wo es bloß um dieses Afghanistan geht.

Dieser US-Präsident wirkt auf uns manchmal wie ein schlechter Soap-Darsteller oder eine Karikatur. Harmlos doof ist er deswegen nicht. Auch Clowns können der Horror sein.

1 Kommentar in “Donald Trump: Er bleibt ein Typ zum Fürchten

Kommentare geschlossen.