Air Schulz fliegt tiefer

„Schulz-Effekt verblasst. Merkel vorne“. Wieeine Rakete ist „Air Schulz“ vor einigen Wochengestartet. Jetzt stellen erste Beobachter die Begleitmelodie seines Wahlkampfes von Dur auf Moll um. Muss in Deutschland alles bleiben  wie es ist?

Schulz hat eine harte Gegnerin. Angela Merkels beruflicher Weg ist mit den Leichen begabter Männer gepflastert.  Konkurrenten in der eigenen Partei hat sie mehr oder weniger lässig abserviert. Redet heute noch jemand von Roland Koch?

Helmut Kohl galt als Meister des Aussitzens von Krisen  Seine Nachfolgerin ist es. Diese Kanzlerin bekämpft nicht.  Sie wartet, bis dem vermeintlichen Alpha-Männchen die Luft ausgeht.

Martin Schulz ist aber auch selber schuld. Die hart arbeitenden Menschen von Würselen haben wir in seiner Gerechtigkeits-Kampagne inzwischen gut kennengelernt. Aber wo ist das zweite Thema?

Und seine Vision war doch der Politikwandel. Der wäre mit Rot-Rot-Grün möglich. Doch das kleine Saarland hat der SPD den Mut genommen, darüber auch nur noch zu flüstern.  Stattdessen flirtet man mit der FDP. Jener Partei,  für die Gerechtigkeit herrscht, wenn alle Bürger mit über 300.000 Euro Brutto ungestört Kohle scheffeln können.

Also doch wieder GroKo? Danach sieht es tatsächlich aus. Aber Vorsicht: Sankt Martin ist nicht weg. Mit ihm hat seine Partei mächtig zugelegt und sein chancenloser Vorgänger Sigmar Gabriel wird von Woche zu Woche beliebter.

Der Schulz-Effekt, es gibt ihn also doch. Seine Partei und er müssten sich allerdings schon trauen.

 

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