Im Abgasnebel sprudelt das Geld

Der Feminismus hat gewiss nicht alle seine Ziele erreicht. Doch zumindest ist es ihm gelungen, sensiblen Männern ein schlechtes Gewissen zu machen. Machtgeilheit, Gier, Korruption, all dies wäre passé, sobald die Frauen an die Macht gekommen wären. Kalte Rationalität im Handeln würde von emotionaler  Intelligenz abgelöst. Doch grau ist alle Illusion – wie gerade bei Volkswagen bewiesen wurde.

Hauptdarstellerin in der neuen Version des Erfolgs-Stückes „Geiz ist geil“ ist Christiane Hohmann-Dennhardt. Als Richterin am Bundesverfassungsgericht wirkte sie an bedeutenden Urteilen mit, für Daimler arbeitete sie einen Schmiergeldskandal auf. Bei Volkswagen sollte sie die im Abgasnebel verschollenen Werte Recht und Integrität neu entdecken helfen.

Irgendwie hat das nicht so recht funktioniert, weshalb Hohmann-Dennhardt nach nur 13 Monaten im Amt die Handtasche nimmt und geht. Dieser Abschied wird ihr mit rund 12 Millionen € versüßt. Ein Betrag, der pro Monat rund 923.000 € ausmacht. Pro Arbeitstag reden wir über rund 54.000 €, Probe- und Einarbeitungszeit inklusive. Ein Tagessatz, den mancher gerne als Jahresgehalt hätte.

Ungeheuerlich, denkt man sich spontan, erst recht, wenn man weiß, was bei Durchschnitts-Arbeitnehmern an Abfindungen gezahlt wird. 50.000 € gibt es da vielleicht nach 20 Jahren im Betrieb.

Aber warum geht sie gar so schnell? Man weiß es nicht genau. Ein Gerücht besagt, dass sie zu genau aufklären wollte und gegen Mauern lief. Sollte es gewesen sein, bräuchte sie VW tatsächlich nichtts zu schenken?

Das viele Geld wirkte immer noch unmoralisch, aber die Chefs, die Vorstandsverträge formulieren wären selber schuld. Es geschähe ihnen recht.

Christiane Hohmann-Denghardt wäre demnach nicht Frau Raffgier. Sie wäre die Rache des Feminismus. Kurz gesagt: Sie hätte es den anderen Deppen gezeigt. Ein lehrreiches Stück.

 

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