NSA, ZAPF MICH AN!

Zu einem gelingenden Dasein gehört es, sich nicht über Dinge aufzuregen, die man sowieso nicht ändern  kann. Es hat keinen Sinn, das Unabänderliche zu bekämpfen. Besser man spielt damit. Wie mit der Daten-Sammelwut der US-Sicherheitsbehörde NSA.

Asterix und Obelix haben uns gelehrt, was zum Wesen großer Imperien gehört. Sie spinnen, zumindest manchmal. Bei den USA ist dies definitiv der Fall. Hat sich diese Nation doch vorgenommen, alles, aber auch wirklich alles zu wissen, was im Rest der Welt geredet, geschrieben, gefunkt, fotografiert und gesendet wird.

Es liegt auf der Hand, dass dieser Versuch irgendwann in tiefer Depression enden muss. Man wird in den USA feststellen, dass man ein irrsinniges Geld ausgegeben hat, um am Ende Eigentümer der größten Daten-Müllhalde aller Zeiten zu sein. Aus all dem Informationswust hilfreiches Wissen herauszufiltern, wird kaum noch möglich sein. Dass die NSA-Server in ein paar Jahren zehn Prozent des weltweiten Stromverbrauchs verursachen werden, bliebt als Ärgernis am Rande.

Es sei denn, es gelingt uns, den Amerikaner zu verklickern, wie lachhaft ihr wahnhaftes Datensammeln ist. Die Weltmacht holt sich ja oft nicht mehr Neuigkeiten, als sie aus der Zeitung oder bei einem Telefonat erfahren könnte. Unsere Politiker und Bosse sollten bei Anzapfverdacht nicht mehr zetern, sondern ihren Stolz bekunden, dass sie von der wunderbarsten aller Nationen als bedeutend wahrgenommen werden.

Sie und wir alle brauchen ein Bewusstsein, wie es  – besonders den unwichtigen – Promis eigen ist. Selbst bei sinnlosesten Verrichtungen werden sie von Paparazzis abgelichtet. Das nervt – aber es macht interessant. Und istinsofern gut für’s Geschäft.

Für die US-Daten-Halden sollte also gelten: Nur wer drin ist, zählt auch was. Und so verwandelt sich unser Wehklagen in eine klar Botschaft: LOS, NSA. ZAPF MICH AN!

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