Heiliger Computer, Du machst uns kaputt

Viel häufiger als früher lesen wir Meldungen, dass es berufstätigen Menschen immer schlechter geht. Das Bruttosozialprodukt wächst kaum noch, der Stress wird größer und größer. Die Leute klagen, sind erschöpft. Manche bringen sich mit Medikamenten auf Trab. Was aber führt zu dieser Entwicklung? Mindestens mitschuldig ist: Der Computer.

Wir wollen nicht in Erinnerungen an die schönen nicht-digitalen Zeiten schwelgen. Früher war nicht bloß besser. Zum Beispiel musste man zum Kauf eines Buches zum Händler laufen. Wer sich verlieben wollte, musste den mühsamen Weg des Balzens oder des Schönsaufens gehen. Für all dies reichen heute ein paar Klicks.

Aber die Computerisierung unseres Daseins hat Schattenseiten. So sind wir gerade auch am Arbeitsplatz zu Sklaven von zumeist US-amerikanischen Programmierern geworden. Für jede Tätigkeit gibt es eine Software. Und wer da meint, seinen Job auch ganz anders machen zu können, täuscht sich.

Ein richtig großes Problem ist die Datensicherheit. Wo digital Werte geschaffen werden, gibt es, wie im analogen Leben auch, böse Leute, die das für ihre Zwecke nutzen wollen. Man versucht, Mitteilungen mitzulesen, Bank-Passwörter zu knacken oder Computer fernzusteuern. Das Abfischen von Daten, um passende Werbelinks zu schicken, ist noch die harmlose Variante. Sowieso hat man den Eindruck, dass viele Hacker eher große Kinder als Gauner sind. Gottseidank.

Trotzdem gilt: Wer über interessantes Material verfügt, muss sich wehren. Also investieren Firmen enorme Geldsummen in antivirale Aktionen und drangsalieren ihre Belegschaft mit Verhaltensregeln. Wenn der antivirale Schutzwall hält, ist alles gut.

Wirklich? Nein, denn diese Kosten müssen irgendwo erarbeitet werden. Die Produktivität muss steigen – und damit der Stress für jeden einzelnen. Und weil es immer mehr Software gibt, die den Hackern ihre Attacken erleichtert, muss immer mehr dagegen unternommen werden.

Die große Verheißung des Digitalen war, dass unser Leben leichter, spannender und demokratischer werden würde. In vielerlei Hinsicht ist das so.  Aber die Nebenwirkungen sind erheblich. Ist Bill Gates also mehr Messias als Teufel? Ist das Internet mehr Verbrechen als Versprechen? Wenn man nachdenkt, kommt man wenigstens ins Grübeln…

(Anmerkung: Dieser Text wurde mit amerikanischer Software an einem Laptop erstellt)