Ein Gürteltier, das kein Arsch ist

Ach, es hätte so gut gepasst. Der übermächtige Welt-Fußballverband Fifa als übergroßér Trottel. Weil nämlich das Maskottchen der Weltmeisterschaft „Fuleco“ genannt wurde. Und dieses Wort bedeute in Brasilien umgangssprachlich „Arsch“. Welcher Fehltritt!

Reden wir nicht davon, dass Fifa-Maskottchen meistens beschissen ausschauen, Man erinnere sich nur an den völlig verkorksten Zottel-„Goleo“, der 2006 für die WM in Deutschland geworben hat. Diesmal handelt es sich um ein Gürteltier in den brasilianischen Landesfarben, das wie ein Gummi-Schwimmtier vom Discounter erinnert. Bestimmt kein Fan-Produkt, das man sich freiwillig in die Wohnung holen würde.

Aber der Name? Dass es sich um eine Umschreibung für „Anus“ handeln soll, meldete in Deutschland zuerst die „Welt“. Ein renommiertes, glaubwürdiges Blatt also. Und so machte die vermeintliche Enthüllung schnell worldwidewebweit die Runde. Witze wie „Leckt’s mich am Fuleco“, „Fuleco auf Eimer“ oder „Fifa zieht Fuleco-Karte“ wurden getwittert,

Inzwischen hat sich das Blatt gewendet, zugunsten der Fifa. Diese wollte ein Kunstwort aus Kurzformen von Fußball und Ökologie bilden. Weil die Brasilien-WM so umweltfreundlich sein wird. Das ist zwar vermutlich gelogen, immerhin hört man von Säuberungen von Kriminalitätsnestern. Aber das Wort „Fuleco“ ist in Brasilien tatsächlich unbekannt. Es bedeutet nichts.

Fazit: Das Maskottchen sieht blöd aus, ist aber kein Arsch, Die Fifa als solche auch nicht. Aber ganz weg ist das Thema nicht, Es soll ja Freunde des Fußball-Weltverbandes geben, die noch nie einen Sklaven in Katar gesehen haben. Und was kommt raus, wenn man am Becken herumbaut? Unter Umständen ein A….

Aber das ist jetzt ein anderer Kontinent.

PS.: Wie sagt man in Brasilien zum Arsch. Laut www.leo.org „Bunda“. Ich geb’s so wieder. Mit aller Vorsicht.