Gott liebt die Außenseiter

Frohlocket! Jauchzet! Uns ist ein Kind geboren! Wir freuen uns zu Recht. Allerdings ist auch festzuhalten, dass dieser Jesus von Nazareth einen ziemlich verqueren Lebenslauf hatte. Heutzutage hätte er nur schwerlich Karriere gemacht.

Es soll hier nicht darum gehen, dass der Messias für den Rest der Ewigkeit zur Rechten seines Vaters sitzen muss. Was ja durchaus ein Schicksal für sich sein kann. Beginnen wir am Anfang, bei der Geburt.

Jesus wird also als Nachkomme einer verheirateten(!) Jungfrau geboren. Diese muss ihrem offenbar  schüchternen Ehemann die Ankunft eines Kuckuckskindes beichten, welches allerdings ohne Sex gezeugt worden sei. Der Satz „Wer’s glaubt, wird selig“ muss bei dieser Gelegenheit entstanden sein.

Das Baby liegt schlummernd in seiner Krippe in einem Stall, als drei stinkreiche Handelsvertreter auftauchen. Sie überbringen feierlich Weihrauch und Myrrhe, was unter den gegebenen Umständen ähnlich sinnvoll erscheint, als würde man einem hungernden Säugling unserer Tage ein Smartphone ins Bettchen legen.

Gut, der Knabe wächst heran und erweist sich bald als ziemlich rebellisch. Er tobt gegen übertriebenen Konsum, proklamiert das Recht auf Faulheit sowie Nächsten- und gar Feindesliebe. Er verwandelt Wasser in Wein und sieht konsequent das Gute in jenen Menschen, die für die Anderen Abschaum sind

Und wie auch sonst im Leben schaut die Obrigkeit nicht endlos zu und bringt das störende Element um die Ecke. Am Ende allerdings war das Opfer der große Held.

Was lehrt uns das alles? Gott liebt die Außenseiter, die Kämpfer für Gerechtigkeit. Wenn Euch also Unrecht begegnet, schaut nicht weg. Sondern kneift die Pobacken zusammen, drückt das Kreuz durch und seht zu, dass Ihr etwas ändern könnt. So handelt Ihr im Auftrag des Herrn. Amen!