Claudia Roth, Du armes Schwesterle

Also, das war echt gemein. Da haben alle Grünen ihre Spitzenkandidaten für den Bundestag wählen dürfen, und dann schubsen sie jene Frau aus dem Rennen, die ihnen das überhaupt ermöglicht hat. Claudia Roth darf nicht Spitzenkandidatin, also auch nicht Außenministerin werden. Es ist ein Jammer!

Wenn man diese Angelegenheit parteiintern betrachtet, handelt es sich um ein typisches Mutterschicksal. Claudia Roth hat den Laden als Vorsitzende gut zusammengehalten. Selbst in Krisensituationen konnte sie jovial und verständnisvoll sein. Und wie eine richtige Mama war sie ihren Schützlingen immer wieder mal peinlich. Und sei es nur aufgrund ihres Hangs zu schrillen optischen Dissonanzen bei Haarfarbe und  Kleidung.

Als Außenstehender muss man es auch als Verlust empfinden, wenn Claudia Roth noch hinter Kampfzwerg Renate Künast auf Platz vier der bedeutendsten Grünen unserer Tage gerückt wird. Als lustiger Talkshowgast ist sie immer eine Bereicherung. Legendär etwa war das öffentliche Outing ihrer Duzfreundschaft mit CSU-Spitzenmann Günther Beckstein in der ARD-Sonntagsabend-Runde. Auf ihre Art war und ist das authentische Pendant zu Rainer Brüderle bei der FDP. Also das grüne Schwesterle, sozusagen.

Wenn es nun mit der Spitzenkandidatur nicht geklappt hat, ist das aber nicht wirklich tragisch. Merkel-Bashing kann der grimmige Jürgen besser. Die Antwort auf die Frage wiederum, ob Gespräche mit einer Außenministerin Claudia Roth bei Taliban-Kriegern die Neigung zu Selbstmordattentaten verringern oder steigern würden, ist so klar wie unaussprechlich.

Also, Claudia: Das Leben geht weiter. Bleib uns bitte erhalten!

 

 

 

1 Kommentar in “Claudia Roth, Du armes Schwesterle

1 Comment
  1. Ja sie ist Mutter, Schwester und Grünenjunkie zugleich.

    Was sagte Claudia Roth am Freitag im “Welt”-Interview auf die Frage, ob die Grünen für sie eine Art Familienersatz wären? “Das wäre übertrieben, aber in der Tat geht es bei den Grünen oft genug familiärer zu als in anderen Parteien. Bei uns ist es wärmer, näher.” Ein Leben ohne Politik werde es bei ihr “wohl kaum geben”.

    Wahr ist aber auch: Roth hat nichts gelernt, keine Ausbildung,nach 2 Semestern abgebrochenes Studium der Theaterwissenschaft. Ergo: Keine Qualifikation aber ein sicherer Parteilistenplatz der ihr ca. 16500 Euro im Monat bringt.

    Sie muss die grüne Nestwärme lieben. Zwangsweise.

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