Der letzte Tango in Vietnam

Das elende Internet-Chaos um uns herum schreit danach, dass wir Struktur in unseren Alltag bringen. Wir brauchen aber auch Ideen, die unser Dasein bereichern und aufregender machen. Und die gibt esin Form der Gedenk- und Aktionstage dieser Welt.

Ich habe gerade wieder einen verpasst. Gestern war der Welttanztag. Was für ein verlogenes Datum! Da siehst du im Fernsehen, wie irgendwelche Promis rhythmisch, biegsam und geschmeidig werden. Sie haben nicht mal eine wesentlich besser Figur als du selbst, mutieren aber innerhalb weniger Wochen vom tapsigen Zirkusbären zum annähernden Turniertänzer. Während du dir bereits im Kurs für fortgeschrittene Anfänger einen mittleren Knoten in die Füße tanzt.

Du suchst das Glück – und bekommst das Leid. Und so sind ritualisierte Balzrituale wie Tango, Samba und Rumba ganz so wie das sonstige Leben. Ob man das als Freizeitvergnügen braucht, ist die große Frage.

Aber ab heute wird alles anders. Ich werde sehen, was anliegt. Und kräftig mitfeiern. Zum Beispiel beim heutigen Nationalfeiertag der Niederlande. Finde ich gut, denn ein Land das uns Rudi Carrell und Sylvie van der Vaart geschenkt hat, kann nicht so ganz schlecht sein. Außerdem ist Walpurgiusnacht. Also ein Event für wilde Hexen, dass schwer nach wilder Orgie, aber auch nach einem bösem Ende für die daran beteiligten Männer klingt.

Und dann ist dieser 30. April der „Tag der Vereinigung“. Allerdings nur in Vietnam. Ist mir recht. Sollen sie doch dort Tango tanzen.

Ich gehe morgen zum „Tag der Arbeit“. Denn mit sowas kenne ich mich aus…

1 Kommentar in “Der letzte Tango in Vietnam

  1. Zum Thema Holländer/Innen möchte ich nur noch einen Kommentar zufügen: Linda de Mol, der Tiefpunkt der Fernsehunterhaltung (nach Dieter Bohlen und Heidi Klum).

Kommentare geschlossen.