Lärm als störend wird empfunden…

Flugzeuge, Lastwagen, Rasenmäher, Kinder, Tiere: Lärm ist überall. Und weil dieses Problem alle angeht, ist es auch ein internationales Thema. Am 25. April sind die Menschen weltweit naufgerufen, darüber nachzudenken, wie Krach vermieden werden kann. Und nicht nur dieses.

Am „International Noise Awareness Day“ gibt es allerdings ein unlösbares Problem: Jeder empfindet Lärm anders. Während junge Eltern bei ihren herumtobenden Kleinen an die bayerische Verfassung denken, wonach Kinder „das köstlichste Gut eines Volkes“ sind, ist der Nachbar dem Wahnsinn nahe. Der wiederum meint, der Gemeinschaft zu dienen, wenn er mit dem Laubbläser Ordnung schafft. Während zwei Stockwerke höher ein verzweifelter Migränepatient mit dem Kopf gegen die Wände rennt.

Manche Menschen erleben, wie bei Technoklängen die Glückshormone sprudeln, während sie Volksmusik als üblen Lärm empfinden. Der eigene bellende Hund stört Herrschen oder Frauchen gar nicht, während der liebestolle Frosch im Gartenteich des Nachbarn Mordgelüste weckt.

Mit dem Lärm ist es also so, wie immer im Leben: Es kommt darauf an.

So diffus geht es dem gesamten 25. April. An diesem Tag wird an vieles und wird vielem gedacht. Es ist auch der Weltmalariatag und der Tag des Baumes. Auf den Faröern feiern sie den Flaggentag, während Italien den „Tag der Befreiung“ (Ist Berlusconi schon so lange weg?) begeht. In Australien, Neuseeland und Tonga erinnert man sich am „Anzac Day“ an den ersten Einsatz von Soldaten dieser Staaten im Ersten Weltkrieg.

Und schließlich ist der 25. April seit 2006 der Tag der Eltern-Kind-Entfremdung. Womit wir wieder beim Tag gegen den Lärm wären. Bietet doch ein intaktes Verhältnis von Groß und Klein die Aussicht auf weniger Geschrei. Die Anti-Krach-Devise lautet also „Seid nett zueinander“. Selbst wenn der Nachbar Rasen mäht…

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