Montag, Februar 20th, 2012

Glückwunsch an “unsere” First Lady

Daniela Schadt ist die neue First Lady.

Daniela Schadt ist die neue First Lady.

Achtung, hier kommt Nürnberg! Jetzt, wo es so gut wie sicher ist, dass Joachim Gauck neuer Bundespräsident wird, steht es wohl auch fest, dass die neue First Lady aus unserer Stadt kommt. Ich gratuliere meiner Kollegin Daniela Schadt und wünsche ihr für die kommenden fünf Jahre viel Glück und vor allem gute Nerven.

Joachim Gauck ist seit zirka zwölf Jahren mit Daniela Schadt liiert. Bei der „Nürnberger Zeitung“ leitet sie das Ressort  Innenpolitik. Zwar verfügt die 51-jährige einen hessischen Migrationshintergrund, hat aber längst bedeutende fränkische Eigenschaften angenommen.

Als da wären ein großer Fleiß sowie die Fähigkeit, widrige äußere Umstände bei Bedarf zu ignorieren. Vor allem aber auch ein feiner, hintersinniger Humor. Ich selber habe Daniela Schadt als offen, interessiert, schlau und richtig nett erlebt. Ihre unmittelbaren Kolleginnen und Kollegen loben ihre Fähigkeit, herzlich zu lachen und heben ansonsten ihre Freude an klassischer Musik sowie ihren enormen Hunger auf Bücher hervor.

Sollte Joachim Gauck gewählt werden, wäre sie die erste „Präsidentengattin“ ohne Trauschein. Auch ansonsten dürfte sie lockerer auftreten als ihre Vorgängerin. Edle Kostümchen oder Fototermine mit Glamour-Bekanntschaften sind nicht so ihr Ding. Die Gesellschaftsreporter werden es bei ihr nicht so ganz leicht haben.

Schade ist aus hiesiger Sicht, dass Daniela Schadt ihren Job vermutlich aufgeben muss. Es ist ja schwer vorstellbar, dass die First Lady die deutsche Innenpolitik kommentiert. Sollte sie ihre Beziehung zum künftigen Präsidenten unkonventionell fortsetzen wollen, bliebe wohl bloß der Wechsel ins weitestgehend politikfreie Sportressort.

Vielleicht hieße es dann der Fußball-EM nicht mehr “Was sagt der Kaiser?”, sondern “Was denkt die First Lady?”. Eigentlich ist das gar kein dummer Plan…


Sie können den Kommentaren zu diesem Posting über diesen RSS 2.0-Feed folgen. Sie können einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback von Ihrer eigenen Seite setzen.

3 Kommentare

20. Februar 2012
Trotzik

Das wäre endlich ein Gewinn für die Deutsche Presselandschaft ;) Innenansichten aus Bellevue


20. Februar 2012
Werner Motzet

vielleicht hilft es aber auch nur, dass “die zwei” nicht zu abgehoben sind, sondern sich noch erinnern, wie wir “einfachen Menschen” leben.


21. Februar 2012
Jack

Ist es nicht so, dass die Ehefrau FirstLady wird und nicht die Geliebte. Herr Gauck sollte klare Verhältnisse schaffen.


  • Spam Protection by WP-SpamFree