Aussteigen ist möglich – das zeigen die Raucher

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Ausstieg? Geht das überhaupt? Ein Teil-Ausstieg auf jeden Fall. Am heutigen Welt-Nichtrauchertag kann man getrost feststellen. Der Versuch, den Menschen die Lust aufs Rauchen zu nehmen, war erfolgreich. Wer qualmt, ist heute Mitglied einer Randgruppe. Schick ist die Zigarette im Mundwinkel überhaupt nicht mehr.

Wenn man zurückdenkt, welch gewaltige Seelenwallungen die Diskussion um das bayerische Rauchverbot ausgelöst hat, ist das kaum zu glauben. Damals dachte man, die Freiheit würde zu Schutt und Asche verfallen, die Demokratie würde durch einen reinen Bevormundungsstaat abgelöst. Ich habe das auch lange Zeit gedacht.

Aus heutiger Sicht wissen wir, dass das Nichtraucherschutzgesetz, absehen von einigen Regelungs-Auswüchsen, insgesamt funktioniert hat. Die meisten Menschen haben sich damit arrangiert, der tägliche Konsum fertiger Ziga­retten sank von 391 Millionen Stück im Jahr 2001 auf 229 Millionen Stück im Jahr 2010. Das ist ein stolzer Rückgang, der allerdings durch eine Zunahme bei selbst gedrehten und geschmuggelten Zigaretten zu einem ordentlichen Teil konterkariert wird.

Ja, es gibt noch reichlich „Stand-by-Raucher“. Bis 2022 werden es aber noch viel weniger sein. Veränderungen durch Abstinenz sind möglich. Rückfälle aber auch…