Archiv für November, 2010

November 29th, 2010

Vergesst den Spiegel! “Dübelleaks” hat alles schon enthüllt.

Gut, jetzt ist es raus: Ich bin ein Staatsfeind! Denn wenn ich mir die Aufregung um den Super-Geheimpapier-Skandal mit den von Wikileaks geklauten Dokumenten sehe, wird mir ganz schwummrig. Ich habe das alles nämlich schon selber geschrieben. Dübelleaks war den Amis und damit der globalen Zeitrechnung weit voraus.

Als wahrhaftige Alternative zum Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” will ich nur einige Beispiele zum Nachlesen anbieten. Am 30. August dieses Jahres nannte ich Angela Merkel die Chefin im Wartehaeuschen. Bereits am 10. Juli hatte ich einen Draufhau-Tisch für Mutti gesucht. Und am 24. März 2009 (1) hatte ich gefragt wieviel Langweile seitens der Kanzlerin zu ertragen ist.

Horst Seehofer habe ich mit dem Beitrag “Der Umfragewerte-Konservative” am 9. August 2010 hinreichend beschrieben. Und dass Guido Westerwelle gelegentlich der Gaul durchgeht stand am 9. Februar 2010 im Beitrag über “anstrengungslosen Wohlstand”.

Was lernen wir aus dem aktuellen “Skandal”? Zum Beispiel, dass es in der Menschheit offenbar eine grenzenlose Naivität gibt. Es ist doch völlig klar, dass Außenministerien die Politiker anderer Länder bewerten. Und es ist auch klar, dass dabei nicht alle gut wegkommen. Den/die perfekte Staatsmann/Staatsfrau gibt es ja nicht.

Wir lernen weiter, dass es eine himmelschreiende Ungerechtigkeit ist, dass nicht ich, sondern der Irokesen-Gockel Sascha Lobo zu Anne Will eingeladen wurde.

Und wir lernen, dass es scheinbar keine echten Skandale gibt, wenn der Wikileaks-Krampf derart hohe Wellen schlägt. Ich finde, man sollte das Sparpaket der Bundesregierung genauer anschauen. Da steckt viel mehr Stoff drin, als in einem Diplomaten-Gekritzel…

November 28th, 2010

Street View: Hurra, ich bin dabei!

Was verbindet Menschen in der realen und der virtuellen Welt? Richtig ! Der Satz “Dabeisein ist alles”. Aus diesem Grund habe ich die aufgeregte Ablehnung von Google Street View nie geteilt. Schließlich bietet dieser Dienst Menschen die Chance, auf viele Jahre hinaus im meist besuchten Ort unseres Globus`, also des Internets, vertreten zu sein.

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Ich habe das blaue Google-Auto vor zwei Jahren auf dem Weg in der Nürnberger Südstadt gesehen. Damals wurde über Street View noch gar nicht groß diskutiert. Zunächst dachte ich mir “Seltsames Fahrzeug”, ehe mir schlagartig bewusst wurde, wer da unterwegs war. Und welche Chance das bedeutet. Also habe ich mich – da ich gerade ein Rennrad unter mir hatte – auf die Verfolgung gemacht.

November 25th, 2010

Polit-Quatsch kann terroristisch sein

Darf man über Terrorismus Witze machen? Spontane Antwort: Niemals! Schließlich ist es entsetzlich, wenn irgendwelche Idioten massenhaft Menschen in den Tod reißen. Zweite Antwort: Manchmal kommt man an der Komik der Akteure nicht vorbei.

So habe ich mir beim Betrachten von Bin-Laden-Videos gedacht, dass ich das bei Monty Python schon besser gesehen habe. Es ist für mich auch eine kuriose Vorstellung, dass es das pure Glück eines glutäugigen Islam-Fanatikers sein soll, 72 kichernde Teenager (Jungfrauen) zur freien Verfügung zu haben. Aber es gibt auch diesen Terrorismus des blanken Unsinns. Der  dann auftaucht, wenn Politiker der Bevölkerung erklären wollen, was dringend passieren muss, damit nichts passieren kann. So wie Siegfried Kauder.

November 21st, 2010

Grüß die Elche, Carl Gustav!

So ein König hat`s nicht leicht.

So ein König hat`s nicht leicht.

Das hätte sich der Schwedenkönig so gedacht. Zuerst werden ungeheuerlichste Vorgänge in ungeheuerlichsten Sexclubs enthüllt. Dann tritt dieser Carl Gustav am Freitag gemeinsam mit der betrogenen Königin bei einer Benefizveranstaltung namens “World Child and Youth Forum” auf. Weil er meint, dass ein kurzes “Schwamm drüber” reicht? Nein, nein, Majestät. Jetzt wird abgerechnet.

Wir wollen dem Leben dieses Mannes nicht grundsätzlich eine gewisse Tragik absprechen. Da repräsentiert sich einer durch die Weltgeschichte, genau wissend, dass ihn eigentlich niemand braucht. Nicht jeder Vertreter des Adels wird schließlich Verteidigungsminister. Was also soll der oberste Feingeborene des “Konungariket Sverigie” (Königreich Schweden) tun, als sich dramatisch zu langweilen?

Schwer hat er es wegen seines Namens: Die Bedeutung von Karl ist nicht genau geklärt. Erklärungsversuche sind „Mann, Ehemann“ (aus dem Althochdeutschen abgeleitet) oder „freier Mann“ (nach dem mittelniederdeutschen kerle). Das ist, mit Verlaub, ein Widerspruch in sich beziehungsweise eine völlige Unmöglichkeit. Vielleicht hat er sich aber auch an seinem Zweitnamen “Gustav” orientiert.

Und hat die altschwedische Übersetzung – “Stab Gottes” – so verstanden, dass es zu seinem Job gehören würde, gelegentlich ein paar Mädels durchzunudeln? Kann ja eh nicht so schlimm sein. Erstens ist Schweden ein mega-tolerantes Land. Zweitens war es lange genug sowieso ein Qualitätsmerkmal eines respektierten Herrschers, dass er sich jederzeit und in jeder Hinsicht als potent zu erweisen wusste. Hätte sich im 18. Jahrhundert irgendjemand über die Fremdgängerei des Herrschers beschwert? Niemals. Man hätte ihn als tollen Hecht angesehen. Das wäre wahre Tradition!

Alles erklärt und entschuldigt, somit? Nein! Denn da hat einer “unsere” Silvia betrogen. Also erwarten wir Wiedergutmachung.

Die deutschgeborene Königin sollte sich scheiden lassen. Da es sich bei ihrer Hochzeit mit Carl Gustav um eine Liebesheirat gehandelt haben soll, müssten die beiden in einer Zugewinngemeinschaft leben. Somit stünde Silvia im Falle einer Trennung ein erheblicher Teil Schwedens zu, welcher umgehend nach Deutschland eingegliedert werden sollte. Mit unserer Königin als Ministerpräsidentin auf Lebenszeit.

Schweden ist  um ein gutes Viertel größer als Deutschland, kann also was hergeben. Vorschlag zur Güte: Wir nehmen den Süden mit schönen Städten wie Malmö oder Helsingborg. Was die Hauptstadt Stockholm und den menschenleeren Norden angeht, wollen wir mal nicht so sein. Grüß die Elche, Carl Gustav!

November 19th, 2010

Unser Klo – das Bollwerk gegen Fremdbestimmung

“In unserer schnelllebigen Welt steigen die Anforderungen an den Einzelnen ständig. Leistungsfähig bleibt nur, wer wachsende Fremdbestimmung und Hektik im Alltag durch Regenerationsphasen kompensieren kann. So werden individuelle Gestaltungsmöglichkeiten immer wichtiger.” Und nun die Preisfrage: Worum geht es hier? Die Antwort: um Bad und Toilette. Denn bei beidem handelt es sich – wie neueste Forschungen der Nasszellen-Soziologie ergeben haben – um unsere ”So-bin-ich-eigentlich”-Räume.

November 18th, 2010

Geniales aus der analogen Welt: Book!

YouTube Preview ImageWir meinen ja gerne, geniale Erfindungen gäbe es heute nur noch von der Firma mit dem angebissenen Apfel. Das ist falsch. Großartige Produkte bietet auch die analoge Welt. Oder ist “Book” nicht eine wahrhaft revolutionäre Entwicklung?

November 15th, 2010

Anti-Atom-Sex? Die sieben Irrtümer der Charlotte Roche

Christian Wulff - auch in Gummistiefeln kein Mann für Feuchtgebiete.

Christian Wulff - auch in Gummistiefeln kein Mann für Feuchtgebiete.

Diesmal war mir sicher. Ich würde Nein sagen. Und keine Zeile über Charlotte Roche schreiben. Denn plumper kann ein PR-Gag doch gar nicht sein. Den Bundespräsidenten zum Sex einladen, um das Atomgesetz zu stoppen. Lächerlich! Aber dann wurde ihr  “unmoralisches Angebot” von Claudia Roth und vielen anderen kommentiert. Und wurde somit doch zur großen Politik.

Natürlich hat die  TV-Moderatorin und Schriftstellerin vor allem ihren eigenen Ruhm im Sinn. Gut, sie war in Gorleben mitten unter den Demonstranten. Aber sie weiß natürlich, dass in ihrer Branche vor allem Aufmerksamkeit zählt. Die jedoch hat seit dem unverständlich oft gekauften Buch “Feuchtgebiete” aber stark nachgelassen.

Mindestens muss man ihr bescheinigen, dass sie dabei ist, wichtige  Erfahrungen der Weltgeschichte auf den Kopf zu stellen. Die alte Griechin Lysistrate organisierte mit durchschlagendem Erfolg einen Sex-Streik von Frauen beiderseits der Front, um den Frieden zwischen Athen und Sparta zu erreichen. Charlotte versucht es andersherum. Womit ihre Irrtümer beginnen.

Irrtum Nummer eins: Sie ist Christian Wulffs Typ. Falsch. Der Bundespräsident steht auf große blonde Frauen.

Irrtum Nummer zwei: Wulff ist ein Mann für Feuchtgebiete. Nö. In Gummistiefeln macht er keine besonders gute Figur. Das war Gerhard Schröder. Aber der ist Geschichte.

Irrtum Nummer drei: Sex mit Wulff beflügelt die Phantasie. Niemals. Wer seine Reden gehört hat, kann sich nicht vorstellen, dass er als  Testostron-Monster über die Matratzen turnt.

Irrtum Nummer vier: Alle Politiker sind immer geil. Keineswegs. Selbst Silvio Berlusconi dürfte bei unserer Windkraft-Kurtisane abwinken. Mit 32 ist sie entschieden zu alt.

Irrtum Nummer fünf: Alle Staatsmänner haben Macht. Quatsch. Man könnte sich zwar denken, dass Schwedenkönig Carl Gustav Charlotte Roche ganz gerne mal als Zwischenmahlzeit mitnehmen würde. Aber er hat in Sachen Atomkraft Null und Nichts zu sagen.

Irrtum Nummer sechs: Sex ist erstrebenswert. Unfug. Die Vorstände der Energiekonzerne jonglieren mit Milliardenbeträgen. Wirklich erotisch ist für sie nur das große Geld.

Irrtum Nummer sieben: Und das ist der Wichtigste: Was Männer versprechen, weil sie Sex wollen, halten sie in den seltensten Fällen. Das sollte eine 32-jährige Frau eigentlich wissen.

November 13th, 2010

Die Internationale vor dem Grand Hotel

Das Proletariat beschallt das Grand Hotel.

Das Proletariat beschallt das Grand Hotel.

“Und die Goldene Ehrennadel geht an Frau Bundeskanzlerin a. D. Angela Merkel.” Seit dem heutigen Samstag halte ich dies für einen denkbaren Satz bei einem großen Gewerkschaftskongress im Jahr 2014. Denn eines schafft die schwarz-gelbe Bundesregierung: Sie treibt die Menschen in hellen Scharen zum Protest auf die Straße. Nicht nur gegen Atomstrom, sondern auch gegen ihr “Sparpaket”. Mindestens 30.000 waren es alleine in Nürnberg.

Vor ein paar Jahren hätte dies niemand für möglich gehalten. Engagement für die Gewerkschaft wirkte manchmal ähnlich prickelnd wie das Reiten eines totes Pferdes. Junge Menschen fragten schon mal, wozu sich Arbeitnehmer organisieren sollten. Sie selbst fühlten sich in der Barmer schließlich gut aufgehoben.

Gestern waren auffällig viele junge Leute dabei. Und diese sorgten auch für lustige Momente im Demonstrationszug. Eine Gruppe von Mädchen schrie sich immer wieder derart die Seele aus dem Leib, als würde nicht der bayerische DGB-Vorsitzende Matthias Jena, sondern Robbie Williams am Mikrofon stehen.  Von einem Wagen aus warfen junge Leute wie im Fasching Bonbons und Traubenzucker ins Volk und drehten die Musik auf volle Lautstärke.

Und als der Zug wegen des übergroßen Andrangs ins Stocken kam, wurde das Le Meridien Grand Hotel gut 20 Minuten lang kräftigst beschallt. Unter anderem mit der “Internationalen” . “Völker, hört die Signale”, ausgerechnet vor Nürnbergs  Luxusherberge? Passt eigentlich schon. Denn so gut sind die Löhne in der Hotellerie ja auch nicht…

PS.: Mit einer Ehrennadel für Gesundheitsminister a. D. Rösler wäre ich auch einverstanden.

November 12th, 2010

Wale! Wir retten Eure Haut!

Die Warnsignale für den Klimawandel sind vielfältig. Tsunamis, riesige Überschwemmungen, immer mehr Stürme über Sachsen-Anhalt, wochenlange Hitzewellen bei uns, und, und, und… Auf diese schockierende Nachricht aus dieser Woche waren wir allerdings nicht vorbereitet: Immer mehr Wale leiden unter Sonnenbrand.

Wir staunen, und beweisen damit wieder einmal unsere Ignoranz gegenüber der Natur. Hatten wir wirklich geglaubt, die zunehmende UV-Strahlung sei nur ein Problem von uns Menschen? Deshalb, weil es noch nie beobachtet wurde, dass sich Wildschweine in Tiroler Nussöl gewälzt hätten? Weil sich unsere Zooaffen immer noch lausen anstatt sich die Rücken einzucremen?

November 9th, 2010

Warum wurde Schäuble zum Rollstuhl-Terminator?

Tja, da rätseln wir also: Was ist da bloß in Wolfgang Schäuble gefahren? Es dürfte der erste Fall eines medien-öffentlichen Rufmordes gegen einen leitenden Angestellten gewesen sein, als der Bundesfinanzminister seinen Pressesprecher mit den Worten “Reden Sie nicht, Herr Offer!” dazu aufforderte, endlich “die Zahlen” herbeizuschaffen.

Der erste Reflex der Öffentlichkeit war Zustimmung für den Minister. Da habe endlich mal einer Klartext geredet, war das spontane Gefühl. Erst nach und nach wurde uns klar, dass sich kein Chef, der auch annähernd bei Trost ist, so verhält.

November 8th, 2010

Der älteste Hirndübel der Welt?

Schau an, der China-Hirndübel.

Schau an, der China-Hirndübel.

Da der Hirndübel in der Form dieses Blogs erst seit Januar 2008 existiert, wird er allgemein für eine Erfindung der Neuzeit gehalten. Was selbstverständlich auch an den stets hochbrisanten Themen liegt.

Mein geschätzter Redakteurskollege Hartmut V. aus N. räumt jedoch nach einer China-Reise mit diesem Gerücht auf: Wie sein dokumentarisches Foto beweist, gab es Hirndübel dort bereits zu Zeiten der Ming- oder Zing-Dynastien.

 Mein Kollege fragt nun, ob bei meinem Blog ein Fall von Produktpiraterie vorliege und empfiehlt mir im Zweifelsfall eine Rücksprach beim chinesischen Patentamt.

 Ich sehe die Sache gelassen. Sollte sich nämlich der Piraterie-Verdacht verdichten, müsste ich darauf hinweisen, dass auf dem Bild kein Hirndübel, sondern eine Hirnschraube zu sehen ist.

 Hirndübelartige Fotos aus aller Welt sind mir aber immer willkommen und werden auch gezeigt.

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November 7th, 2010

Kristina S., die Schutzheilige der Männer!

Frau Schröder sagt: "Männer, bleibt wie Ihr seid!"

Frau Schröder sagt: "Männer, bleibt wie Ihr seid!"

Und wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. Ja, so ist es im Leben. Da war ich quasi gerade fertig mit meiner Betrachtung zum gesellschaftlichen und sonstigen Abstieg des männlichen Geschlechts, da schüttet eine wahrhaftige Ministerin ein Füllhorn voller Trost über uns aus. Indem sie der Welt mitteilt, dass es normal ist, wenn Frauen unten liegen. Und dass diese selber schuld seien, wenn sie nicht hochkommen.

Nachdem Frau Schröder îm Juli den monatlichen Treff der Nürnberger Twittergemeinde besucht hatte (siehe hier), waren die Kommentare der Anwesenden geteilt. Sie, die den selbst ernanntenKinderporno-Fahnder Jörg Tauss von Platz 1 der einflussreichsten Twitter-Politiker verdrängt hat, wurde als nett, putzig oder auch als ein bisschen doof erlebt. Keinesfalls aber als Staatenlenkerin, die anderen Menschen nachhaltig Orientierung geben könnte.

Das hat sich jetzt geändert: Es ist nicht überliefert, dass sich vor ihr eine Ministerin oder ein Minister in einer derart schonunglosen Offenheit zum Thema Geschlechtsverkehr geäußert hätte. „Zum Beispiel, dass der heterosexuelle Geschlechtsverkehr kaum möglich sei ohne die Unterwerfung der Frau. Da kann ich nur sagen: Sorry, das ist falsch”, lautete eine ihrer Anmerkung, mit der sie sich scharf von der langjährigen Chef-Feministin Alice Schwarzer abgrenzte. Denn es sei absurd, wenn etwas, das für die Menschheit und deren Fortbestand grundlegend sei, per se als Unterwerfung definiert werde.

“Gut gesprochen”, sagt man da als Mann. Auch wenn man Alice Schwarzer ohnehin nicht unterwerfen möchte und irgendwo schon einmal gelesen hat, dass in einem indischen Buch namens Kamasutra auch unterwerfungsfreie Möglichkeiten der Fortpflanzung bestehen. Aber dieses Wissen des Ostens ist im Wesentlichen nur unter Angehörigen der Esoterik-Fraktion der Stuttgart-21-Gegner verbreitet.

Aber Kristina Schröder salbte die Männer-Seele zusätzlich. Eine Frauenquote im Berufsleben sei Quatsch. Zumal die Damen selbst schuld seien: „Die Wahrheit sieht doch so aus: Viele Frauen studieren gern Germanistik und Geisteswissenschaften, Männer dagegen Elektrotechnik – und das hat eben auch Konsequenzen beim Gehalt. Wir können den Unternehmen nicht verbieten, Elektrotechniker besser zu bezahlen als Germanisten.“

Unsere Ministerin ist Doktorin der Soziologie. Wie also kam sie zum gutbezahlten Job? Mit Glück? Per Zufall? Denken wir mal nach…

November 5th, 2010

Männer, wacht auf! Sonst seid Ihr vergessen!

Diese Zeiten sind grausam. Für Männer. Auch bei mir zeigt sich das mit voller Wucht. Seit zirka 50 Stunden will ich über den Welttag des Mannes schreiben. Aber ich komme nicht dazu. Dabei gäb`s so viel mitzuteilen.

Zum Beispiel, dass wir zum vergessenen Geschlecht geworden sind. Die Frauen, deren weltweite Unterdrückung sich aus Männersicht außerordentlich gut bewährt hatte, sind zumindest in Europa und in den USA aufgewacht. Sie brauchen uns nicht mehr. Man denke nur an die Gesten, mit denen Kanzlerin Angela Merkel Worte des Vorsitzenden Horst Seehofer zu begleiten pflegt.

Was aber macht der fortschreitende Bedeutungsverlust mit uns Männern? Wir verstecken uns, werden träge und fett.

November 4th, 2010

Wie antike Helden zu dicken Brasilianern wurden

“Er hat das Leben eines Genießers gelebt. Leider war es nur kurz.” So könnte  ein typischer Satz aus dem Nachruf für einen Praegustator lauten. Hinter der  akademisch klingenden Berufsbezeichnung verbirgt sich ein Mensch, der anderer Leute Speisen und Getränke vertilgt und dafür tendenziell mit einem frühen Tod bezahlt. Volkstümlich spricht man vom Vorkoster.

Jawoll, diese Männer waren Helden der Antike.

November 2nd, 2010

Wir, das Volk der Passwort-Superhirne!

Ach, wie schön war es früher. Man merkte sich die Festnetznummer der vier bis fünf anderen persönlich bekannten Telefonbesitzern, einen Geheimcode brauchten allenfalls jene Menschen, die auf der Glienicker Brücke nahe Berlin Agenten austauschten. Ich selbst lag bei einer Bundeswehr-Übung im Graben, musste mich mit “Bierfass” melden und fand das ziemlich blöd. Aber mein Kopf war frei von doofen bis verrückten Zahlen- oder Buchstabenkombinationen.

Doch dann kam der Fortschritt.