Darf man Sarkozy einen Giftzwerg nennen?

Ach wie gut, dass niemand weiß...

Ach wie gut, dass niemand weiß...

Nach allen Grundregeln der journalistischen Ethik gehört es sich nicht , einen Menschen wegen seiner äußeren Erscheinung zu diffamieren. Man schreibt also nicht, dass jemand vermutlich so oder so ist, weil er so oder so aussieht. Also helfe man mir bitte: Denn ich weiß nicht, wie es hinbekomme, bei Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy nicht gleich an  „Giftzwerg“ zu denken.

Da will er also bei sich in Frankreich die Roma-Lager auflösen. Und weil er nach dieser Ankündigung Gegenwind bekommt, verweist er auf die angebliche große Verbündete Angela Merkel. Die aber von alldem nichts weiß und ihm eh nicht helfen kann, weil sie gar kein Roma-Lager hat. Wie gibt`s das?

Weil er ein Giftzwerg ist. Laut Sprachforschern wird mit diesem Wort (Französisch: Teigne“) „ein boshafter, heimtückischer gehässiger Mann“ beschrieben. „Giftzwergin“ sagt niemand. Es handelt sich also um Männer, die (vermutlich oft) in jungen Jahren wegen ihrer fehlenden Körpergröße benachteiligt wurden und sich deshalb als Erwachsene durch ein auffallend energisches oder gar extra-rücksichtloses Verhalten rächen. Indem sie den Nachweis versuchen, dass Testosteron besonders stark wirkt, wenn es auf ein geringeres Volumen verteilt ist.

Da fallen uns doch einige Exemplare ein. Denken wir an Napoleon, Kim-Jong-Il, Silvio Berlusconi, Gerhard Schröder, Mahmud Ahmedinedschad, Lothar Matthäus oder Frank Elstner. All diese Herrschaften haben – zumindest nach ihrer jeweils eigenen Einschätzung – auf ihrem Gebiet Großes geleistet. Sie haben andere Länder erobert, sind Rekord-Nationalspieler geworden, haben in hohem Alter junge Frauen flach gelegt oder als Showmaster die nervtötendsten Auftritte aller Zeiten hingelegt.

Im Märchen erscheint uns der „Giftzwerg“ in der Figur des „Rumpelstilzchen“. Es handelt sich hier um einen hyperaktiven Zwerg, den es vor Wut zerreißt, weil jemand anders seinen Willen missachtet hat, indem er seinen Namen erraten hat.

Auch Nicolas Sarkozy wird bei Widerspruch gefährlich. Er fährt dann mit dem Kärcher durch die Vorstädte. Aber er liebt sich selbst zu sehr, um sich beim größtmöglichen Wutanfall  in seine Bestandteile aufzulösen. Aber er ist ja sowieso ein feiges Exemplar: Sich bei Mutti Merkel zu verstecken, käme seinem geistigen Bruder Berlusconi garantiert nicht in den Sinn.

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