Sechster Sinn: Frauen bleiben unerklärlich

Als sich Oswald Kolle in den 60-er Jahren aufmachte, die erwachsenen Deutschen über Sex und Erotik aufzuklären, versah er die Titel seiner Filme über die Gefühle der Geschlechter mit dem Zusatz „Das unbekannte Wesen“. Heute ist festzustellen: Männer sind weitgehend durchschaut. Frauen bleiben unerklärlich.

Blicken wir nur mal in eine Partnerschaft. Da wurde ein Mann nach einem mittelschweren Gelage von seinem Kleinhirn gerade noch richtig nach Hause gelotst. Am nächsten Morgen stellt ihn seine Partnerin zur Rede. Er stammelt etwas von drei Gläsern Bier. Sie weiß aber, dass es acht waren. Und sie hat recht. Von ungenehmigten Flirts mit anderen Frauen wollen wir gar nicht reden. Die kommen raus. Irgendwann. Jede Garantie.

Aber Frauen können noch mehr. Nach einer neuen Studie an der Universität von Santa Barbara (USA) hören sie, wie stark ein Mann ist. Die Sprache oder die kulturelle Herkunft und Zugehörigkeit spielen demnach keine Rolle. Alleine  die Stimme eines nicht sichtbaren Mannes zaubert bei einer Frau ein klares Bild in den Kopf.

Die Forscher hatten Männer aus verschiedenen Ländern, mit unter­schiedlichem Brust- und Bizepsum­fang sowie Größe und Gewicht, jeweils einen Satz in ihrer Mutterspra­che auf Band sagen lassen. Studentinnen mussten sie abhören und anhand dieser Sprachmuster dann die Stärke des Sprechers einschätzen. Die Ergebnisse waren erstaunlich: Die Frauen konnten die Stärke „sehr genau und insgesamt statistisch hoch signifikant“ angeben.

Was aber ist hier die Botschaft für uns Männer? Erstens: Es hat null Sinn, sich vor einem Blind Date am Telefon aufzuplustern. Die Frau weiß eh, was da auftauchen wird. Und zweitens sollte Man(n) ehrlich zu seiner Liebsten sein. Denn was da auch sei: Irgendwann kommt`s raus.