WM-Schönheitspreis: Unser Poldi schlägt Wayne Rooney

Nicht schön: Wayne Rooney

Nicht schön: Wayne Rooney

Jetzt nehmen wir es doch endlich hin: Die Fußball-WM ist – Spiel um Platz drei hin oder her – für uns gelaufen. Die spanischen Paella-Kicker waren besser. Aber: Wir haben wenigstens gut ausgesehen. Anders als, sagen wir mal, Wayne Rooney.

Wie zu hören ist, wollen weder unsere Kicker noch der abtretende Groß-Kommentator Günther Netzer einen offiziellen Empfang auf der Berliner Fanmeile. Das ist gut so, weil ansonsten wieder der dumme Spruch von den „Weltmeistern der Herzen“ aufkommt. So nennt man Verlierer, die sich letztlich nicht durchsetzen konnten, die man aber als sympathisch oder (insgeheim) als leicht bescheuert anschaut. Bayer Leverkusen war schon häufiger ein Meister der Herzen, Michael Schumacher wirkt zurzeit als Autopilot der Herzen. Horst Köhler ging als Präsident der Herzen, Saddam Hussein war der Diktator der Herzen. Die Reihe ließe sich endlos fortsetzen.

Doch zurück zum Thema: Die US-Webseite http://www.beautifulpeople.com/microsites/bpworldcup/ hat die Spieler der Fußball-Weltmeisterschaft einem Schönheitscheck unterzogen. wie, ist nicht bekannt. Mit Sicherheit hat sie die Gesichter nicht während den Nationalhymnen untersucht. Darum kümmert sich BelaemmertPeople.com.

Und dabei ging die Hässlichkeitstrophäe an Englands Sturmtank Wayne Rooney. Ja, schön ist er wahrlich nicht. Eher schon ein Phänomen, schließlich bietet er mit 24 Jahren einen Anblick, als hätte er schon mindestens 20 Jahre an der Theke eines mittelständischen Pubs verbracht. Sein Trost: Andere werden altern, Rooney wird sich bis zum Jahr 2035 kaum verändern. Und: die Abstimmung ist noch nicht gelaufen. Es wird weiter gevotet.

Als unansehnlichstes Team stufte die US-Webseite zunächst die algerische Nationalmannschaft ein. Naja, man kennt die Ressentiments der Amis gegen Araber. Die deutsche Mannschaft kam in der Teamwertung auf einen ordentlichen sechsten Platz. Übertrumpft wurde sie nur von den USA, Dänemark, Brasilien, Italien und Spanien.

Logo, in Amerika obsiegen die Latin Lover. Der Italiener Fabio Cannavaro sowie die Spanier Fernando Torres und David Villa dürfen sich laut BeautifulPeople.org als die Ober-Schönlinge fühlen. Schwarzhaarig und glutäugig soll der schöne Kicker also sein.

Mit Verlaub: Das ist doch einseitig. Nehmen wir doch unsere drei Favoriten, nämlich Serdar Tasci, Lukas Podolski und Dennis Aogo. Die anderen mögen besser aussehen. Aber wir haben vom Typ her die größere Auswahl.