Die Superdiät: Fahren mit Bussen und Bahnen

Bestimmt ein eifriger Metro-Fahrer: Karl Lagerfeld

Bestimmt ein eifriger Metro-Fahrer: Karl Lagerfeld

Das Leid ist groß. Und der Retter sind viele. Das Thema “überschüssige Pfunde” ist in unserer Gesellschaft so groß, dass selbst spindeldürre Mädels das letzte Gewebe zwischen Haut und Knochen bekämpfen. In den Freibädern sieht man aber auch, dass das Abmagern oft daneben geht. Dabei wäre es so einfach: Man muss nur Busse, Straßenbahnen und Züge benutzen. Weiter lesen

Politiker auf dem Gipfel? Da stehen heute die Bosse

Jawohl, früher war es besser. Da konnte man noch Vertrauen haben. Da wurde noch regiert. Fußball-Weltmeister wurden wir auch. Aber heute?

Gerade waren G 8- und G-20-Gipfel. Und von dort kehrt Angela Merkel mit einer französisch/italienischen Bilanz zurück. Vielleicht kann sie später ein paar schöne Bilder im Kreise der mächtigsten Männer dieser Welt herzeigen. Viel mehr aber auch schon nicht. So darf sie zwar sparen lassen, hat aber bei ihrem persönlichen Vorzeigethema “Neue Finanzmarktregeln” nichts Vorzeigbares erreicht. Weiter lesen

Sonntagsfrage: "Neoliberales Hasenhirn" passt

Jetzt haben wir doch mal Mitleid. Unsere Kanzlerin und ihre Liebsten müssen sich zurzeit doch fühlen wie Erzbischof a. D. Walter Mixa in seinem Augsburger Fegefeuer. Wohin man hört, hagelt es Kritik. Wohin man schaut, sind die Schlagzeilen mies sowie die Zahlen in der “Sonntagsfrage” schlecht und schlechter.

Auch die Leser(innen) dieses Blogs zeigen keine Gnade.  Weiter lesen

Italien futsch! "Immer noch in einem Traum läbe ich"

Na sowas, jetzt sind bei der WM auch die Italiener futsch. Man reibt sich die Augen, aber: Fußballgott, ich hab Dich durchschaut. Du willst arroganten Blendern mal eins überbraten.

So haben sie ja immer gespielt , die Italiener. Selber nicht zu viel laufen, mauern, die anderen laufen lassen, ein Tor schießen, wieder mauern. Ökonomische Spielweise nannte man das – manchmal sogar anerkennend. Weiter lesen

Adieu, Frankreich. Was denkt sich bloß der Fußballgott?

“Adieu, les Bleus!” Während dieser Beitrag geschrieben wird, scheint sich der Niedergang der französischen Nationalelf ins Bodenlose zu beschleunigen. Was ist geschehen, dass der Fußballgott den Galliern jedewede Zuneigung entzogen hat? Gibt es ihn überhaupt? Darf und soll man zu ihm beten? Unsere evangelische Kirche sagt dazu “Ja”. Weiter lesen

Junge Menschen, seid wie Victoria und Daniel!

Zwei, die ihre Eltern glücklich gemacht haben: Victoria und Daniel.

Zwei, die ihre Eltern glücklich gemacht haben: Victoria und Daniel.

Ja, lassen wir ruhig ein Tränchen fließen. Da hat Schwedens Kronprinzessin Victoria einen Mann namens Daniel Westling geheiratet. Offensichtlich ein netter Kerl, der, weil er Fitnesstrainer ist, genauso gut auch Wrestling heißen könnte. Einer, der angeblich dumm ist, aber mit seinem Intellektuellen-Brillengestell keineswegs doof wirkt. Und wenn es so wäre? Was würde ein  IQ-Tiefflieger mehr dem europäischen Hochadel schon schaden?

Unterm Strich ist es aber so: Es wurde allerhöchste Zeit, dass Prinzessin Victoria die Entscheidung zur Hochzeit getroffen hat. Sie ist fast 33, also sollte sie ihr Mädchenzimmer im königlichen Schloss wirklich mal räumen.

Aber so ist diese  nachwachsende Erwachsenengeneration. Sie will einfach nicht weg von daheim. Nicht nur in Schweden, sondern auch in Deutschland. So leben laut Statistischem Bundesamt (Zahlen von 2008) fast zwei Drittel (63 Prozent) der Männer bis zum Alter von 26 Jahren noch im Haushalt der Eltern. Und auch fast jede zweite (47 Prozent) der 18- ­bis 26-jährigen ledigen Frauen stellte noch bei Mama und Papa die Füße unter den Wohnzimmertisch.

Denkt da eigentlich irgendjemand ans Schicksal der Alten? Die hätten gerne Zeit für sich und ein Leben, das sich nicht nach den Kindern richtet. Gut, ein junger Mann ist verhältnismäßig pflegeleicht. Es braucht nur einen PC und eine Playstation, um ihn relativ zuverlässig ruhigzustellen. Bei jungen Frauen ist es nicht so leicht. Das Showprogramm vor dem Ausgehen mit Haarewachsen, ausgiebigem Föhnen, Schminken, zwölf klärenden Telefonaten und 36 SMS-Nachrichten  beginnt heutzutage erst gegen 22.30 Uhr. Das strengt an. Aber auch der eigentlich erwachsene Kerl, der sich auf dem Sofa ausstreckt und während eines WM-Vorrundenspiels sämtliche Erdnüsse frisst, kann nerven.

Junge Menschen, nehmt zur Kenntnis: Eure Eltern lieben Euch. Aber irgendwann ist es genug! Seid wie Victoria und Daniel. aber wartet nicht, bis Ihr 33 seid!

Mixa, Gsell und Knöllchen-Horst: Hier gibt es nur Verlierer

Nach 516 Beiträgen in diesem Blog muss es auch einmal erlaubt sein, zu jammern. Das tue ich hiermit. Aber warum? Weil ich ständig über gescheiterte Menschen schreiben muss. Individuen, die abstürzen und einfach nicht mehr hochkommen. Oder die sich als noch dümmer erweisen, als man allgemein gedacht hatte. Meint hier jemand, das macht auf Dauer Spaß? Weiter lesen

Afghanistans Reichtümer – Köhler hätte bleiben können

Mit großem militärischen Brimborium ist Bundespräsident a. D. Horst Köhler im Fackelschein verabschiedet worden. Wie überflüssig sein Rücktritt wegen des Themas “Wirtschaftskrieg in Afghanistan” war, zeigt das aus zwei Sequenzen zusammengeschnittene kurze Video:

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Ach Horst, warum hast du uns so schnell verlassen?

Mein WM-Trauma: Jogi könnte Mutti retten

Eines vorneweg: Selbstverständlich habe ich mich über das wunderbare Spiel unseres „multiethnischen Panzers“ (so eine italienische Zeitung) beim 4:0-Sieg gegen Australien gefreut. So darf es bei der Fußball-WM weitergehen. Störend ist nur die mögliche Nebenwirkung weiterer Erfolge. Die Menschen könnten im Dauerjubel die Stümperei der Regierung vergessen. Weiter lesen

Hupuzela, oder: Im Auto sind wir alle Afrikaner

Sonntagnacht in Nürnberg: Wir spielen Hupuzela.

Sonntagnacht in Nürnberg: Wir spielen Hupuzela.

Was wurden und werden wir nicht gewarnt. Der südafrikanische Fan-Brauch, aus schierer Fußballbegeisterung praktisch ohne Unterbrechung in eine Tröte zu pusten, sei pures Gift für die Ohren. Nervtötend sei das Geräusch obendrein. Und doch: Wir sind alle Afrikaner. Wenn wir uns nämlich, wie Sonntagnacht, ans Steuer unseres Autos setzen und hupend durch die Straßen der Stadt düsen.

Tatsächlich sind die Vuvuzelas furchtbar. Sie führen einerseits dazu, dass ein Bienengift-Allergiker ein Spiel in einer Dauerpanik durchlebt, wie sie sonst vielleicht nur ein australischer Verteidiger spürt. Die Tröten sind andererseits nicht laut genug, um das elende Gebrabbel eines gewissen Bela Rethy zu übertönen. Der ZDF-Live-Kommentator verlegte sich zum Ende des Spiels hin aufs freie (und schlechte) Philosophieren. Sogar Mahatma Ghandi wurde ins Spiel gebracht. Dieser hat irgendwann im Austragungsort Durban gelebt – es blieb jedoch offen, ob es dafür Eck- oder Schiedsrichterball gibt.

Auf jeden Fall gibt es einen Autokorso. Nach einem Sieg gegen Australien! Ganz früher, als ich jung war, hätte deswegen kein Mensch kostbares Benzin verfahren. Das Resultat wäre einfach viel zu normal gewesen. Aber dann reifte unter internationalenFußballlehrern die Erkenntnis, dass es “keine Kleinen mehr gibt”. Und spätestens, seit uns der einzigartigeRudi Völler vor der hochbrisanten taktischen Rafinesse der Isländer vorschwärmte, wussten wir: Jeder Sieg, egal gegen wen, verdient eine vulkanartige Eruption spontaner Freude.

Spontaner Freude? Das eher nicht. Der Autokorso ist zum festen Bestandteil der Fan-Liturgie geworden. Er muss sein. Über seine Psychologie habe ich mich anlässlich der EM 2008 hier ausgelassen. Ich muss das nicht alles wiederholen.

Eine Frage von damals ist allerdings wieder aktuell: Gestern waren die hupenden Autos noch 90 Minuen nach Spielende unterwegs. Wie soll dieser Jubel gesteigert werden, wenn es in Südafrika richtig ernst wird?????